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Dr. Schmidt-Sibeth
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Bronchitis Behandlung: Symptome, Dauer und Hausmittel
Bronchitis ist eine häufige Atemwegserkrankung, die durch eine Entzündung der Bronchien entsteht. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und wird meist durch Viren verursacht. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten tritt sie vermehrt auf. Typische Beschwerden sind Husten, Brustschmerzen und eine erschwerte Atmung. Die meisten Fälle sind harmlos und klingen nach wenigen Wochen von selbst ab, doch eine gezielte Behandlung kann die Symptome lindern und den Heilungsprozess beschleunigen.
Häufig beginnt eine Bronchitis mit Erkältungssymptomen wie Halsschmerzen, Schnupfen und leichtem Fieber. Nach einigen Tagen folgt ein hartnäckiger Husten, der zunächst trocken ist und später mit Schleimbildung einhergeht. In schweren Fällen kann die Erkrankung in eine Lungenentzündung übergehen, weshalb eine frühzeitige Erkennung und Behandlung wichtig ist.
Kurzfassung
- Bronchitis ist meist viral bedingt und heilt ohne Antibiotika aus.
- Typische Symptome sind Husten, Brustschmerzen und Atembeschwerden.
- Hausmittel wie Inhalationen, Tees und viel Flüssigkeit können helfen.
Welche Symptome treten bei Bronchitis auf?
Die Symptome einer akuten Bronchitis entwickeln sich oft in zwei Phasen. Zunächst treten Beschwerden auf, die einer Erkältung ähneln: Halsschmerzen, Kopfschmerzen und leichtes Unwohlsein. Innerhalb weniger Tage kommt es zu einem trockenen, unangenehmen Reizhusten. Später wird der Husten produktiv, und es bildet sich Schleim, der abgehustet werden kann. Weitere typische Anzeichen sind:
- Leichtes Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit
- Druck- oder Engegefühl in der Brust
- Pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche
- Vermehrte Schleimbildung
In den meisten Fällen klingt eine akute Bronchitis innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Wenn die Beschwerden länger als vier Wochen anhalten oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt konsultiert werden. Dies gilt insbesondere, wenn Atemnot, hohes Fieber oder blutiger Auswurf auftritt, da dies auf eine schwerwiegendere Erkrankung wie eine Lungenentzündung hinweisen kann.
Ist Bronchitis ansteckend?
Ja, vor allem virale Bronchitis ist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen Viren in die Luft und können von anderen eingeatmet werden. Besonders in geschlossenen Räumen oder bei engem Kontakt mit Erkrankten steigt das Ansteckungsrisiko. Um sich zu schützen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:
- Häufiges Händewaschen mit Seife
- Husten und Niesen in die Armbeuge
- Vermeidung enger Kontakte mit Erkrankten
- Regelmäßiges Lüften von Innenräumen
Bakterielle Bronchitis ist seltener, kann aber ebenfalls ansteckend sein, wenn sie durch bestimmte Bakterien verursacht wird. Besonders anfällig für eine Ansteckung sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Personen und Kinder.
Wie kann man Bronchitis behandeln?
Die Bronchitis Behandlung richtet sich nach der Ursache und den Symptomen. In den meisten Fällen heilt eine akute Bronchitis ohne spezielle Medikamente aus. Wichtige Maßnahmen, um die Heilung zu unterstützen, sind:
- Viel trinken: Flüssigkeit hilft, den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern.
- Inhalationen: Dampfbäder mit Kamille oder Salzlösungen beruhigen die gereizten Bronchien.
- Hustenmittel: Je nach Hustenart können Hustenstiller oder Hustenlöser eingesetzt werden.
- Ruhe und Schonung: Der Körper benötigt Zeit, um sich zu erholen.
In den meisten Fällen reicht diese Behandlung aus, um die Beschwerden zu lindern. Medikamente wie Antibiotika sind nur notwendig, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, was eher selten der Fall ist.
Wann sind Antibiotika bei Bronchitis notwendig?
Viele Menschen fragen sich, ob eine Bronchitis mit Antibiotika behandelt werden muss. In den meisten Fällen lautet die Antwort: Nein. Da die Erkrankung meist durch Viren verursacht wird, helfen Antibiotika nicht. Sie wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen virale Infektionen.
Allerdings gibt es Ausnahmen, in denen Antibiotika notwendig sind. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn:
- eine bakterielle Infektion zusätzlich zur viralen Bronchitis vorliegt (Superinfektion).
- der Schleim eine gelb-grüne Farbe hat und übel riecht.
- die Symptome länger als drei Wochen anhalten oder sich verschlimmern.
- eine schwere Vorerkrankung der Lunge (z. B. COPD) besteht.
Ein Arzt kann durch gezielte Untersuchungen feststellen, ob eine Antibiotika-Therapie notwendig ist. Wer Antibiotika ohne ärztliche Empfehlung einnimmt, riskiert Nebenwirkungen und eine unnötige Belastung des Körpers.
Welche Hausmittel helfen bei Bronchitis?
Bei einer unkomplizierten Bronchitis können verschiedene Hausmittel die Beschwerden lindern und den Heilungsprozess unterstützen. Besonders bewährt haben sich:
- Inhalationen: Dampfbäder mit Kamille oder Salzlösung beruhigen die Atemwege.
- Honig: Ein Teelöffel Honig vor dem Schlafengehen kann Reizhusten lindern.
- Kräutertees: Thymian- oder Salbeitee wirken schleimlösend und entzündungshemmend.
- Wickel: Warme Brustwickel mit Quark oder Kartoffeln fördern die Durchblutung.
Zusätzlich hilft es, auf eine hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zu achten. Trockene Heizungsluft kann die Bronchien reizen und den Husten verstärken.
Wie bekommt man Bronchitis schnell weg?
Die Heilung einer Bronchitis kann nicht beschleunigt, aber durch bestimmte Maßnahmen unterstützt werden. Wer sich ausreichend schont, viel trinkt und auf die richtigen Hausmittel setzt, kann die Beschwerden schneller in den Griff bekommen. Wichtig ist:
- Dem Körper genügend Ruhe gönnen
- Auf eine feuchte Raumluft achten
- Reizstoffe wie Rauch oder kalte Luft vermeiden
- Die Bronchien durch warme Getränke beruhigen
Wer auf eine gesunde Ernährung achtet und sein Immunsystem stärkt, kann zudem verhindern, dass sich die Erkrankung verschlimmert.
Was darf man bei Bronchitis nicht tun?
Bestimmte Verhaltensweisen können den Heilungsprozess einer Bronchitis verzögern oder die Symptome verschlimmern. Dazu gehören:
- Rauchen: Tabakrauch reizt die Bronchien und verlängert die Heilung.
- Intensiver Sport: Körperliche Anstrengung kann die Atemwege zusätzlich belasten.
- Trockenes Raumklima: Zu trockene Luft kann den Husten verstärken.
- Unnötige Antibiotika: Sie sind meist wirkungslos und belasten den Körper.
Auch das Unterdrücken von Husten kann problematisch sein. Während Hustenstiller in der Nacht hilfreich sein können, sollte tagsüber das Abhusten des Schleims gefördert werden.
Wie lange dauert es, bis eine Bronchitis weg ist?
Die Dauer einer akuten Bronchitis variiert je nach Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren. In der Regel hält der Husten zwischen 10 und 14 Tagen an, kann aber bis zu drei Wochen bestehen bleiben. Die wichtigsten Phasen sind:
- Erste Woche: Trockener Reizhusten und Erkältungssymptome.
- Zweite Woche: Husten mit Schleimauswurf, Besserung der Beschwerden.
- Dritte Woche: Husten klingt langsam ab, Schleimproduktion verringert sich.
Bei einer komplizierten oder chronischen Bronchitis kann die Heilung jedoch mehrere Wochen dauern. Falls die Symptome länger anhalten oder sich verschlechtern, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Fazit: Die richtige Behandlung hilft, Beschwerden zu lindern
Bronchitis ist eine unangenehme, aber meist harmlose Erkrankung, die mit den richtigen Maßnahmen gut behandelt werden kann. Inhalationen, Kräutertees und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Heilung und können Beschwerden lindern. Antibiotika sind nur in Ausnahmefällen nötig, da die meisten Bronchitis-Fälle durch Viren verursacht werden. Wer sich ausreichend schont und Reizstoffe meidet, kann den Heilungsprozess zusätzlich fördern.
Die Dauer der Erkrankung liegt in der Regel bei zwei bis drei Wochen. Wer sich frühzeitig um eine geeignete Behandlung kümmert, kann die Beschwerden deutlich abmildern und schneller wieder gesund werden.
Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformationen zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärztinnen und Ärzte weiterführend über TeleClinic. Es wird vorab geprüft, ob Ihr Anliegen für eine Videosprechstunde geeignet ist.
- Zuletzt aktualisiert: 21. November 2025
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