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Dr. Schmidt-Sibeth
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Die abgebildeten Rezensionen wurden vor Veröffentlichung auf Ihre Echtheit durch die TeleClinic geprüft und stammen ausschließlich von Personen, die eine Behandlung über die TeleClinic-Plattform in Anspruch genommen haben. Die Bewertungen wurden im Rahmen einer Nutzerbefragung eingeholt und wurden basierend auf ihrer Aktualität zum Zeitpunkt der Auswertung ausgewählt.
Ratgeber zu Geschlechtskrankheiten
Die Zahl der Infektionen mit Geschlechtskrankheiten (STI) steigt in Deutschland und Europa seit Jahren stetig an. Die am häufigsten verbreiteten Krankheiten sind Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis. Viele Menschen unterschätzen die Risiken und denken, dass Geschlechtskrankheiten kaum noch vorkommen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind jedoch entscheidend, um Gesundheitsrisiken zu minimieren und die Infektionskette zu unterbrechen.
Kurzfassung: Aktuelle Lage und Bedeutung der STI-Diagnose und Behandlung
- Geschlechtskrankheiten breiten sich in Deutschland und Europa wieder vermehrt aus.
- Oft zeigen Infizierte keine Symptome und stecken ihre Geschlechtspartner unwissentlich an.
- Chlamydien sind in Deutschland und weltweit am weitesten verbreitet.
- Safer Sex mit Kondomen senkt das Infektionsrisiko signifikant, jedoch nicht zu 100 Prozent.
- Die meisten Geschlechtskrankheiten können effektiv mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt werden.
Was sind Geschlechtskrankheiten?
STI (Sexually Transmitted Infections) und STD (Sexually Transmitted Diseases) bezeichnen Infektionen, die hauptsächlich durch ungeschützten vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehr übertragen werden. Der Begriff STI wird bevorzugt, da viele Infektionen symptomfrei verlaufen und oft unbemerkt bleiben. Dies birgt das Risiko einer weiteren Ansteckung, weshalb regelmäßige Tests und ein bewusster Umgang mit Sexualhygiene wichtig sind.
Online Diagnose von Geschlechtskrankheiten
Ein Online-Arztgespräch per Video bietet eine schnelle und diskrete Möglichkeit, sich bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit beraten zu lassen. Ohne lange Wartezeiten und von zu Hause aus können Patienten und Patientinnen bei Sorgen akute erste Fragen klären. Deutsche Ärztinnen und Ärzte können eine fundierte Empfehlung zur weiteren Diagnostik und Behandlung aussprechen. Nach ärztlichem Ermessen können elektronische Krankschreibungen und Rezepte per App ausgestellt werden.
Vorteile eines Online-Arztgesprächs bei Geschlechtskrankheiten
- Diskretion und Vertraulichkeit: Viele Menschen empfinden Geschlechtskrankheiten als Tabuthema. Das Video-Gespräch ermöglicht eine anonyme und vertrauliche Beratung, ohne die eigene Wohnung verlassen zu müssen.
- Einschätzung der Symptome: Ärztinnen und Ärzte können durch gezielte Fragen eine erste Einschätzung der Symptome vornehmen. Sie erläutern, ob eine sofortige Behandlung notwendig ist oder welche Tests sinnvoll sind, um eine Diagnose abzusichern.
- Beratung zur richtigen Behandlung: Ärztinnen und Ärzte können erklären, welche Behandlungsmöglichkeiten verfügbar sind und direkt ein Rezept für benötigte Medikamente ausstellen. So kann die Therapie schnell beginnen und eine weitere Verbreitung der Infektion vermieden werden.
- Einfacher Zugang zu Folgeterminen: Sollte eine Nachkontrolle oder eine Anpassung der Therapie nötig sein, sind Folgetermine unkompliziert online möglich. Der direkte Kontakt ermöglicht es auch, Fragen zur Therapie oder zu Nebenwirkungen schnell zu klären.
- Vermeidung von Ansteckungsgefahren: Im Vergleich zu einem Besuch in der Praxis werden Kontaktwege und Wartezeiten vermieden, was das Risiko einer Ansteckung reduziert – besonders wichtig für immungeschwächte Personen oder in Pandemiezeiten.
Häufige STI
- Zu den verbreitetsten STI zählen Chlamydien, Gonorrhoe und Syphilis.
- Chlamydia trachomatis ist mit weltweit etwa 131 Millionen Infizierten der häufigste STI-Erreger.
- Ebenfalls häufige STI sind Hepatitis B, Herpes genitalis, HIV-Infektionen und Humane Papillomaviren (HP-Viren).
- Auch ist die Übertragung von Filzläusen und Krätze (Scabies) per sexuellem Kontakt möglich.
- Seltener kommen in Deutschland Geschlechtskrankheiten wie weicher Schanker (Ulcus Molle) oder Venerisches Granulom (Lymphogranuloma venereum) vor.
Wichtig: In Deutschland ist die Chlamydien-Inketion am weitesten verbreitet. Experten gehen von bis zu 250.000 Infektionen jährlich aus.
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Status quo der drei am weitesten verbreiteten STI
- Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Clamydien-Infektionen häufig übersehen, bei Frauen verläuft die Erkrankung oft sehr milde. Nicht behandelte Infektionen können jedoch bei Frauen zu chronischen Unterbauchentzündungen führen, bei Frauen und Männern kann Unfruchtbarkeit die Folge sein.
- Bei Gonorrhoe steigt die Resistenz gegen die Medikamente.
- Die Behandlung der Syphilis ist in einigen Ländern aufgrund eines Mangels an Depot-Penicillinen unzureichend.
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Ursachen sexuell übertragbarer Infektionen
Verursacher von Geschlechtskrankheiten können Bakterien, Pilze, Viren, Arthropoden (Gliederfüßler), Protozoen (Einzeller) und Parasiten sein. Durch sexuellen Kontakt ist die Übertragung dieser Krankheitserreger möglich.
Die Tabelle zeigt die Ursachen für die häufigsten Geschlechtskrankheiten.
| Über Viren |
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| Über Bakterien |
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| Über Gliederfüßler |
|
| Über Parasiten |
|
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Übertragung
In den meisten Fällen erfolgt die Übertragung einer Geschlechtskrankheit von einer infizierten Person durch Vaginal-, Oral- oder Analverkehr. Eine Übertragung ist allerdings auch ohne genitale Penetration möglich. Weitere Übertragungswege sind unter anderem:
- Küssen
- Eine von der Mutter zum Kind bei der Geburt übertragene Infektion
- Stillen
- Medizinische Instrumente wie Spritzen
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Eine STI erhöht das Risiko für eine HIV-Infektionen
Die Infektion mit einer Geschlechtskrankheit hat ein deutlich höheres Risiko für eine HIV-Infektion zur Folge. Ein Grund: Die Übertragung von HIV ist leichter möglich, wenn sich im Genitalbereich entzündliche Stellen befinden.
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Die häufigsten Symptome im Überblick
In vielen Fällen bleibt die Erkrankung leider oft unbemerkt und dadurch unbehandelt. In der Folge wird der Partner oder die Partnerin angesteckt und die Krankheit weiter verbreitet. Mögliche Symptome sind:
- Vaginaler oder urethraler (Harnröhre) Ausfluss
- Schmerzlose oder schmerzhafte genitale Geschwüre
- Eine Schwellung im Leistenbereich
- Eine Schwellung am Hodensack
- Schmerzen im Unterbauchbereich
Ohne Behandlung können sich die Erreger über das Blut weiter ausbreiten, innere Organe infizieren und sogar lebensgefährliche Probleme verursachen, wie:
- AIDS aufgrund einer HIV-Infektion
- Hirninfektion durch Syphilis
- Mund-, Rachen- oder Gebärmutterhalskrebs infolge einer HPV-Infektion
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Diagnose von Geschlechtskrankheiten
Der Arzt nimmt eine Urin- oder Blutprobe oder eine Probe des Ausflusses aus dem Penis oder der Vagina und lässt diese im Labor untersuchen. Die Vermutung einer Erkrankung erfolgt bei entsprechenden Symptomen.
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Behandlung von Geschlechtskrankheiten: Moderne Therapieansätze
Viele Geschlechtskrankheiten lassen sich durch verschreibungspflichtige Medikamente erfolgreich behandeln:
- Chlamydien: Antibiotika wie Azithromycin sind sehr wirksam.
- Gonorrhö: Eine Kombinationstherapie ist notwendig, da Resistenzen zunehmen.
- Syphilis: Penicillin ist das Mittel der Wahl; frühzeitig erkannt, reicht oft eine einmalige Injektion.
Prävention
Wie kann ich mich vor Geschlechtskrankheiten schützen?
Laut einer Faustregel ist das Risiko einer Erkrankung ab drei Sexpartnern pro Jahr erhöht. Da Geschlechtskrankheiten hauptsächlich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen werden, kann die regelmäßige Verwendung von Kondomen das Risiko einer Infektion oder Erkrankung und die Verbreitung signifikant senken.
Hat ein Partner eine Infektion, lässt sich eine mögliche Ansteckung nicht zu 100 Prozent ausschließen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nur bei völliger sexueller Abstinenz, und wenn Sie nicht in den Kontakt mit Körperflüssigkeiten des Infizierten kommen – zum Beispiel durch Küssen oder medizinische Instrumente.
Partnerwechsel steigern das Risiko einer Infektion. Für gesunde Menschen in monogamen Beziehungen gibt es durch Geschlechtsverkehr kein Ansteckungsrisiko. Impfstoffe existieren gegen Hepatitis A und B und eine HPV-Infektion.
Häufige Fragen zu Geschlechtskrankheiten
Geschlechtskrankheiten: Welcher Arzt ist der richtige?
Die Venerologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit den sexuell übertragbaren Krankheiten auseinandersetzt. Für die meisten Geschlechtskrankheiten ist der Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten zuständig, zusätzlich sind Urologen und Gynäkologen die Ansprechpartner.
Gibt es einen STI-Selbsttest?
Im Ausland gibt es bereits die Möglichkeit, sich einen Selbsttest ohne Arztkontakt nach Hause schicken zu lassen. Daheim wird die Probe selbst entnommen und ins Labor geschickt. Die Deutsche STI-Gesellschaft fordert, dass STI-Schnelltests für die Heimanwendung zugänglich sein sollen. In Deutschland werden die Tests in Pilotprojekten ausprobiert.
Brauche ich eine Krankschreibung?
Eine Krankschreibung hängt von den Symptomen und damit verbundenen Beschwerden ab.
Quellen
- https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Geschlechtskrankheiten?nid=97482
- https://www.dstig.de/was-sind-stdsti.html
- https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97649/Experten-mahnen-mehr-Aufklaerung-ueber-Geschlechtskrankheiten-an
- https://www.aerzteblatt.de/archiv/173430/Klinik-Diagnostik-und-Therapie-sexuell-uebertragbarer-Infektionen
- https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/70287/WHO-Neue-Leitlinie-zu-Gonorrhoe-Syphilis-und-Chlamydien-Infektionen
- https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65244/Chlamydien-Infektion-Einmalgabe-von-Azithromycin-mit-hoher-Effektivitaet
- https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/infektionen/sexuell-%C3%BCbertragbare-krankheiten-stds/%C3%BCberblick-%C3%BCber-geschlechtskrankheiten
Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformationen zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärztinnen und Ärzte weiterführend über TeleClinic. Es wird vorab geprüft, ob Ihr Anliegen für eine Videosprechstunde geeignet ist.
- Zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2026
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