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16.04.2023
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Hanna
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17.04.2023
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Von Medizinredakteur/in:
Fabian Bohn
Andrea S. Klahre
Redaktionell geprüft:
Andrea S. Klahre
Dr. Lukas Heusgen
Medizinisch geprüft:
Dr. Lukas Heusgen

Heuschnupfen-Ratgeber

Kurzfassung

  • Heuschnupfen (Pollinosis oder Rhinitis allergica = allergische Nasenschleimhautentzündung) ist eine allergische Reaktion des Immunsystems gegen Pollen.
  • Die Beschwerden sind vielfältig, die meisten Pollenallergiker reagieren auf mehrere verschiedene Blühpflanzen.
  • Klassische Symptome sind vermehrter Tränenfluss, Schnupfen, geschwollene Schleimhäute.
  • Die Hauptblütezeit in Deutschland findet aufgrund des Klimawandels nicht mehr nur zwischen März und September statt. Je nach Witterung dauert die Pollenflugzeit länger und fängt früher wieder an. Schlimmstenfalls können sich die Symptome von Dezember bis Oktober hinziehen.
  • Erfolgt keine fachgerechte Behandlung, kommt es im Lauf der Jahre zum gefürchteten Etagenwechsel von den oberen Atemwegen in die „Lungen-Etage“ und damit zum allergischen Asthma.
  • Mit verschiedenen Allergietests lassen sich die Auslöser der Pollenallergie einkreisen.
  • Die Therapie besteht aus drei Prinzipien: Allergene möglichst meiden, Medikamente und Hyposensibilisierung.

 

Wiese mit gelben Blüten
Allergiker gegen Gräser- und Getreidepollen – hier: Raps – entwickeln häufig Kreuzreaktionen auf Lebensmittel.

Definition

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion der oberen Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachenraum) gegen den Blütenstaub von Pflanzen (Pollen). Besonders häufig sind das Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide, Kräutern. Ausgelöst wird die Reaktion durch einen heftigen Abwehrreflex des Immunsystems gegen für den Körper harmlose Pollen. Es überinterpretiert diese als „echte Feinde“ und setzt in einer Kettenreaktion Antikörper und das Gewebs­hormon Histamin frei, die bei entzündlichen und allergischen Reaktionen eine Rolle spielen.

In der Medizin werden vier Allergietypen unterschieden, Heuschnupfen gehört zum Typ I (Soforttyp): Wenn die verdächtigen Pollen auf die Schleimhäute der Nase und Augen treffen, reagieren die direkt mit Entzündung. Dafür genügen schon wenige Pollen. Grundsätzlich ist eine allergische Reaktion jedoch nur möglich, wenn Sie mit dem Allergen mindestens einmal in Kontakt gekommen sind.

Symptome

Die Beschwerden sind in ihrem Auftreten und ihrer Stärke individuell unterschiedlich; sie werden allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen) genannt. Wenn auch die Augen beteiligt sind, spricht man von allergischer Rhinokonjunktivitis. Häufig sind:

  • gerötete, tränende und/oder juckende Augen (Bindehautentzündung)
  • Niesreiz und Niesanfälle
  • Anschwellen der Nasenschleimhäute, verstopfte Nase, Fließschnupfen
  • Kratzen im Hals und Rachen
  • Hautreaktionen, vor allem im Gesicht (Quaddeln, Juckreiz, Schwellung)
  • Husten und pfeifende Nebengeräusche beim Atmen (Giemen)
  • Juckreiz und Brennen im Mund, Schwellung der Zunge, Lippen (mit Taubheit) und des Kehlkopfbereichs, was zu Atemnot führen kann (Orales Allergie-Syndrom, OAS)
  • Lichtscheu
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen

Kreuzallergien und Kreuzreaktionen

Pollenallergiker leiden häufig auch unter Allergien gegen pflanzliche Lebensmittel: Wer auf frühzeitig blühende Bäume und Sträucher wie Birke, Erle, Hasel reagiert, verträgt vor allem Nüsse und einige rohe Obstsorten aus der Familie der Rosengewächse (Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Mandeln) nicht. Der Grund: Die Immunreaktion dehnt sich auf Allergene mit ähnlich gebauten Eiweißen aus.

Außerdem sind gleichartige Reaktionen (Kreuzreaktionen) zwischen Nahrungsmitteln und bestimmten Allergenen bekannt, z. B. Früchte – Latex, Schalentiere – Hausstaubmilben, Eier – Vogelfedern. Das Ganze hat auch einen Namen: pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergie (pNMA).

Ursachen und Risiken

Warum bei immer mehr Menschen die Immunantwort auf Pollen so überbordend ausfällt, beschäftigt die Umweltmedizin seit Jahren. Neben einer genetischen Veranlagung werden verschiedene Thesen diskutiert:

  • Die Veränderungen der Lebensbedingungen in einer insgesamt keimarmen Umwelt – im Vergleich zu „früher“ – sorgt nicht dafür, dass das Immunsystem ausreichend „trainiert“ wird.
  • Pingelige Hygiene ist wichtig, doch dass ein gewisses Quantum an Bakterien und Co. das Immunsystem vor Unterforderung schützt, haben Studien mit Kindern schon vor Jahrzehnten gezeigt, die zum einen auf einem Bauernhof aufwachsen, zum anderen „im Matsch spielen“ und deren Mütter während der Schwangerschaft täglich im Stall gearbeitet haben.
  • Umgekehrt kann der übermäßige Einsatz von scharfen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln beim Hausputz – was ja auch Allergieauslösern den Garaus macht – eine Allergie fördern.
  • Der Klimawandel sorgt dafür, dass mehr Pflanzen wachsen, die frühzeitiger allergene Pollen produzieren, die wiederum länger in der Luft bleiben. In unseren Breiten fliegen in warmen Wintermonaten schon im Dezember die ersten Haselpollen.
  • Der Klimawandel sorgt auch dafür, dass vermehrt Pflanzen wachsen, deren Pollen heftige Allergien auslösen, z. B. Ambrosia, Kamschatka-Beifuß, der Olivenbaum.
  • Luftschadstoffe (Ozon, Feinstaub, Abgase, Stickoxide) sind Stressfaktoren für Pflanzen. Deren Pollen produzieren nicht nur mehr allergieauslösende Eiweiße, die Pollen sind auch aggressiver.
  • Zigarettenrauch begünstigt das Entstehen von Allergien: Ein Teil der über 4000 enthaltenen Substanzen provoziert Genveränderungen, die das Immunsystem schädigen. Darüber hinaus wird die Atemwegsschleimhaut für Allergene durchlässiger, die Bildung von allergieauslösenden Antikörpern wird beeinflusst. Ungeborene Kinder von rauchenden Schwangeren haben ein hohes Allergie- und Asthmarisiko; ebenso Kinder von Eltern, die im Haushalt wie im Auto rauchen.
  • Schadstoffbelastete Stadtluft sensibilisiert Menschen eher für allergene Pollen als Landluft, selbst wenn es dort mehr Pflanzen und somit mehr Pollen gibt.

Verlauf

Bei Allergikern löst der Kontakt mit Allergenen eine Entzündungsreaktion aus, die den Körper unter Stress setzt. Bei Dauerstress besteht die Gefahr für Gewebeschäden. Deshalb kann es früher oder später zum gefürchteten Etagenwechsel kommen, wenn eine Allergie unbehandelt bleibt oder wenn die Beschwerden über lange Zeit nur mit Medikamenten unterdrückt werden.

Aus einer einfachen Pollinosis der oberen Atemwege kann sich ein allergisches (extrinsisches) Asthma der unteren Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge) entwickeln. Sie haben neben Heuschnupfen dann auch asthmatische Beschwerden. Erste Anzeichen sind Husten und Atemnot. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Beschwerden beobachten. Für die Diagnostik ist es hilfreich, ein „Symptomtagebuch“ zu führen.

Generell wird Heuschnupfen von anderen Atemwegserkrankungen begleitet. Allergologen gehen davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Allergiker innerhalb von zehn Jahren ein Asthma bronchiale entwickeln.

Diagnose

Um Heuschnupfen behandeln zu können, gilt es, diesen als Ursache der Symptome zu identifizieren. Hierfür wird die Ärztin/der Arzt zunächst eine umfassende Anamnese vornehmen, Sie werden u. a. nach Ihren Beschwerden und den zeitlichen Zusammenhängen zu Pollenflügen befragt. Für den nächsten Schritt in der Diagnostik stehen verschiedene Allergieteste zur Verfügung.

  • Der Pricktest (von englisch to prick = stechen) ist das Standardverfahren beim Verdacht auf eine Allergie vom Soforttyp (Typ I). Damit lässt sich herausgefinden, auf welche Allergene genau der Patient reagiert. Auf den Unterarm des Patienten werden an markierten Stellen kleine Tropfen von Allergielösungen aufgetragen, anschließend wird mit einer Nadel oder Lanzette die Haut unter den Tropfen leicht angepikst. In aller Regel werden um die 20 Substanzen getestet. Nach 15 bis 20 Minuten steht fest, welche Substanz zu einer Rötung und Quaddel (juckende Schwellung der Haut) geführt hat. Der Durchmesser der Rötungen und Quaddeln bestimmt die Stärke der allergischen Reaktion. Bei Quaddeln ab drei Millimetern spricht man von einer Sensibilisierung – der Vorstufe zur Allergie. Von einer Allergie spricht man nur bei passenden Symptomen. Gelegentlich kann es zu starken Reaktionen an der Teststelle kommen.Der Pricktest wird ambulant bei einem Allergologen, Haut- oder Hausarzt durchgeführt und geht verhältnismäßig schnell. Als alleiniges Diagnose-Tool weist er allerdings nicht bei allen Patienten eine behandlungsbedürftige Allergie nach.Die Kosten für den Pricktest werden von der Krankenversicherung übernommen.
  • Mit einem Bluttest lassen sich jene Antikörper nachweisen, die bei allergischen Reaktionen vom Soforttyp eine wichtige Rolle spielen. Das ist vor allem Immunglobulin E (IgE), ein Eiweiß, das körperfremde Stoffe abwehrt. Dessen Gesamtmenge ist im Blut dann häufig erhöht. Für den Nachweis wird Blut entnommen und im Labor untersucht. Das Ergebnis steht nach zwei bis sieben Tagen fest. Es bestätigt oder ergänzt den Pricktest, hilft aber auch, wenn der nicht durchführbar oder zu wenig aussagekräftig ist.
  • Gesichert werden kann die Diagnose mit einem Provokationstest, bei dem die jeweiligen Pollen z. B. auf die Nasenschleimhaut aufgebracht werden, um die Symptome hervorzurufen.
  • Eine Weiterentwicklung des Bluttests ist die molekulare Allergiediagnostik. Mithilfe moderner Labormethoden bestimmt man von Allergenen, z. B. von Baumpollen, einzelne Bestandtteile. Das sind meist Eiweißmoleküle, die allergische Reaktionen vom Soforttyp auslösen, sogenannte Allergenkomponenten.

Behandlung

Die Therapie eines Heuschnupfens ist langwierig und gelegentlich frustrierend; sie ruht auf drei Säulen:

Karenz

Dem Allergen aus dem Weg gehen, es vermeiden: Das ist sicherlich effektiv, aber selten mal eben so umzusetzen. Bei Heuschnupfen ist dies ganz und gar unmöglich, da die Pollen in der Luft fliegen und durch Wind zum Teil 300 Kilometer weit getragen werden.

Hyposensibilisierung

Eine erfolgreiche Behandlungsform ist die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie (SIT) oder Desensibilisierung genannt. Das bedeutet, dass die allergische Reaktionsbereitschaft im Verlauf der Behandlung immer mehr geschwächt, dann aufgehoben wird. Der Körper entwickelt im Verlauf eine Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen, er wird desensibilisiert. Zu dem Zweck wird Patienten über 12 bis maximal 36 Monate das Allergen in aufsteigender Dosis gespritzt.

Vorteile

  • Hohe Effektivität der Behandlung
  • Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse

Nachteile

  • Dauer der Behandlung über mehrere Jahre in regelmäßigen Abständen
  • Bei ersten Behandlungen sind starke allergische Reaktionen möglich. Manche Arznei­mittel­experten empfehlen die SIT daher erst, wenn Medikamente nicht gut genug wirken. Die Behandlung wird ärztlich beaufsichtigt

Medikamente

Die Therapie mit antiallergisch wirkenden Medikamenten soll Heuschnupfen-Symptome lindern. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Antihistaminika, bei schweren Symptomen auch entzündungshemmende Kortison-Präparate, z. B. als Nasenspray. Die hier vorgestellten Arzneimittel helfen nicht nur gegen Heuschnupfen, sondern auch bei Hausstauballergien, Tierhaarallergien, Schimmelpilzallergien, Nesselsucht, Insektenstich-Allergien und Nahrungsmittelallergien:

Darreichungsform WirkstoffWirkungsweise
NasenspraysAntihistaminika (Levocabastin, Azelastin)
  • Wirken direkt auf die Schleimhaut
  • Verhindern die Bindung des Histamins an Rezeptoren
  • Schnelle, schonende Wirkung
  • Kein Gewöhnungseffekt
Kortikoide
  • Lindern Schwellungen bei allergischen Entzündungsreaktionen
Vasokonstriktoren
  • Verengen die kleinen Blutgefäße in der Nasenschleimhaut
  • Nicht für die Dauerbehandlung geeignet
Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure, Lodoxamid)
  • Verhindern die Freisetzung von Histamin
  • Wird vorbeugend angewandt (mind. zwei Wochen vor Pollenflug)
Augentropfen Antihistaminika (Levocabastin, Azelastin)
  • Verhindern die Bindung des Histamins an Rezeptoren
  • Schnelle, schonende Wirkung
Cromoglicinsäure
  • Verhindern die Ausschüttung des Histamins
  • Wird vorbeugend angewandt (mind. zwei Wochen vor Pollenflug)
AllergietablettenAntihistaminika
  • Verhindern die Bindung des Histamins an Rezeptoren
  • Schnelle, schonende Wirkung
  • Lange Wirkzeit (bis zu 24h)
  • Keine Gewöhnung
  • Lindern Juckreiz, Niesreiz, Rötung, Schwellung und Augentränen
  • Auch bei akuten Beschwerden einsetzbar

Vor allem bei Allergietabletten können Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Magen-Darmbeschwerden auftreten. Bei Augentropfen und Nasensprays kommt es seltener zu Nebenwirkungen, da sie direkt an der betroffenen Stelle wirken und nur in geringen Mengen ins Blut geraten.

Therapiebegleitende Maßnahmen

Jede Nasenschleimhaut freut sich über abendliches und morgendliches Spülen einfach mit klarem Wasser: Beim Waschen des Gesichts ziehen Sie Wasser in die Nase und schnaufen es wieder aus. Aufwendiger sind regelmäßige Spülungen mit Gerätschaften und isotonischer Salzlösung. In jedem Fall kann der Bedarf antiallergischer Medikamente reduziert werden.

Prävention

Vor Pollen können Sie sich kaum schützen, doch mit einigen Maßnahmen lässt sich die Belastung verringern. Folgende Tipps dienen gleichsam zur Therapiebegleitung:

  • Pollenflugvorhersage per Pollenflugkalender bzw. via Deutschem Wetterdienst verfolgen
  • Fenster tagsüber geschlossen halten
  • Die besten Zeiten zum Lüften sind in der Stadt zwischen sechs und acht Uhr, auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr
  • Pollenschutzgitter, -netze oder Vliese können die Pollenbelastung je nach Modell und Material zwischen 80 und 90 Prozent reduzieren
  • Kleidung statt im Freien im Haus trocknen, damit sich keine Pollen daran festsetzen
  • Getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer lagern
  • Im Schlafzimmer keine Pflanzen oder Blumen dekorieren
  • Haare abends vor dem Schlafen waschen, damit keine Pollen in der Nähe des Gesichts oder am Kissen haften
  • Körperliche Aktivitäten draußen bei starkem Pollenflug vermeiden
  • Zigarettenrauch und gechlortes Wasser meiden
  • Gegen Kreuzallergien und Kreuzreaktionen hilft Wissen über die Eigenarten von Allergenen und der Verzicht von Nahrungsmitteln, die verdächtige Allergene enthalten
  • Gartenbesitzer mit einer Gräserallergie sollten ihren Rasen kurz halten, damit Gräser nicht blühen

Allgemein ist die Pollenbelastung in Küstennähe und im Hochgebirge am geringsten, entsprechende Länder und Regionen eignen sich daher als Urlaubsorte für Heuschnupfengeplagte.

Fragen und Antworten

Ich habe Angst vor Spritzen, reagiere aber auf Gräserpollen. Kann ich mich trotzdem desensibilisieren lassen?

Ja, alternativ zu den Spritzen kann das potenzielle Allergen als Tropfen unter die Zunge gegeben werden. Man nennt das Prinzip sublinguale Immuntherapie (SLIT).

Quellen

  • https://www.allergiecheck.de/allergie/heuschnupfen.html
  • https://www.allergieratgeber.de/allergiearten/heuschnupfen
  • https://www.gesundheitsinformation.de/index.html
  • https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/heuschnupfen/was-ist-heuschnupfen/
  • https://www.allergieinformationsdienst.de/labortests.html
  • https://www.ptaheute.de/apothekenpraxis/homoeopathie-faelle-aus-der-praxis/homoeopathie-fallbeispiele-aus-der-praxis-teil-3/

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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