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Ratgeber zu Hämatologe

Alles über die Hämatologie und den Hämatologen

Arzt für Hämatologie und Onkologie wird ein Mediziner, der die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin mit diesem speziellen Schwerpunkt wählt. Die Ausbildung dauert insgesamt sechs Jahre, denn der Hämatologe und Onkologe hat ein anspruchsvolles, weit gefasstes Aufgabenfeld. Hämatologen bzw. Onkologen können als niedergelassene Ärzte für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin praktizieren, sind jedoch auch als Klinikärzte und in der Forschung tätig.

Kurzfassung

  • Ein Arzt für Hämatologie behandelt Erkrankungen des Blutes und der Lymphen.
  • Mit Onkologie bezeichnet man die Krebsmedizin, also die Behandlung von Tumoren.
  • Der Hämatologe/Onkologe arbeitet eng etwa mit Gynäkologen, Chirurgen oder Kinderärzten zusammen.

Tätigkeitsfelder der Hämatologie/Onkologie

Seit 2009 gibt es den zugelassenen Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie.

  • Die Tätigkeit ist außerordentlich vielseitig und schließt nicht nur die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe ein.
  • Auch Erkrankungen des Lymphsystems gehören zum Tätigkeitsfeld des Hämatologen.
  • Als Onkologe ist er der Spezialist für Krebsmedizin und speziell bösartige Tumore.
  • Dem Hämatologen kommen die Diagnose, die konservative Therapie und die Prävention zu.

Einige der Krankheitsbilder in der Hämatologie/Onkologie sind:

Erkrankung Erläuterung Behandlung

Erkrankungen des Blutes

Verminderte Blutgerinnung (Bluterkrankheit)

  • Keine Heilung
  • Therapie mit Gerinnungsfaktoren entweder bei Bedarf oder präventiv

Thromboseneigung wegen zu starker Blutgerinnung

  • Gerinnungshemmer (Marcumar u. ä.)

Anämie (Blutarmut, Mangel an roten Blutkörperchen)

  • Gabe von Eisen- und Vitaminpräparaten
  • Ausschluss chronischer oder akuter Erkrankungen etwa von Milz und Knochenmark

Erkrankungen des lymphatischen Systems

Bösartige Tumore des Lymphgewebes wie

  • Hodgkins-Lymphom oder
  • Non-Hodgkins Lymphom
  • Chemotherapie
  • Bestrahlung
  • Chirurgische Eingriffe

Erkrankungen der blutbildenden Organe

Leukämie (Blutkrebs): Erkrankung des blutbildenden Systems im Knochenmark

  • Chemotherapie
  • Knochenmarkspende

Bösartige Tumore

  • Brustkrebs
  • Lungenkrebs
  • Magen- oder Darmkrebs
  • Andere Tumorerkrankungen
  • Chemotherapie
  • Bestrahlung
  • Chirurgische Eingriffe

Hämatologie und Onkologie: Diagnose, Prävention, Therapie

Nur in seltenen Fällen wird der Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie der Hausarzt sein. In der Regel wird der Patient aufgrund eines Anfangsverdachts zum Hämatologen überwiesen. Dieser nutzt zunächst das Patientengespräch und verschafft sich so einen Überblick. Eine physische Untersuchung schließt oft die Blutabnahme für anschließende Tests ein, ebenso eine Ultraschalluntersuchung, sofern Tumore vermutet werden. Für die weitergehende Diagnose nutzen Hämatologen/Onkologen spezialisierte Labors.

Diagnostische Hilfsmittel in der Hämatologie und Onkologie

  • Zytomorphologie als rasch durchführbare, kostengünstige Testmethode zum Nachweis von Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarks
  • Durchflusszytometrie als unkompliziertes, zuverlässiges Testverfahren bei Verdacht auf Knochenmarkserkrankungen
  • Zytogenetische und/oder molekulargenetische Tests zur Ermittlung erblicher Erkrankungen des Blutes
  • Histopathologische Untersuchung des Knochenmarks
  • Ultraschalluntersuchungen von Tumoren und umgebendem Gewebe
  • Magnetresonanz- oder Computertomografie

Prävention

Bevor eine Erkrankung akut wird, kann ein Hämatologe präventiv beraten. Oft kann er rechtzeitig beispielsweise durch Medikamentengaben dem Patienten ein verhältnismäßig normales Leben ermöglichen, etwa wenn ein erhöhtes Thromboserisiko vorliegt oder die Bluterkrankheit diagnostiziert wird.

Therapien in der Onkologie/Hämatologie

Ebenso vielseitig wie das Tätigkeitsfeld des Arztes für Hämatologie oder Onkologie sind die Therapien. Gutartige Erkrankungen des Blutes lassen sich oft sehr gut medikamentös behandeln und sogar heilen.

Der Hämatologe bzw. Onkologe muss bei bösartigen Erkrankungen von Blut und Lymphen oder in der Behandlung von Tumoren meist auf eine Kombination von Mitteln zurückgreifen:

  • Ambulante oder stationäre Chemotherapie von Krebserkrankungen
  • Stammzellentransplantationen
  • Molekulare Tumortherapien
  • Immuntherapeutische Methoden
  • Strahlentherapie

Sofern eine Entfernung von Tumoren, ob gut- oder bösartig, notwendig ist, fällt diese Aufgabe einem Chirurgen zu.

Wie lange muss ich auf einen Termin beim Hämatologen bzw. Onkologen warten?

Ungefähr 2.000 Ärzte sind bundesweit als Internisten, Allgemeinmediziner und praktische Ärzte mit der Qualifikation zum Onkologen und Hämatologen tätig – viele von ihnen an Kliniken. Einen Termin beim Arzt für Hämatologie erhalten Sie in der Regel aufgrund der Überweisung eines anderen Facharztes oder des Hausarztes. Wie lange Sie darauf warten müssen, hängt von der medizinischen Versorgung an Ihrem Wohnort ab. Sie können allerdings auch das vertrauliche Gespräch mit einem Hämatologen online bei der TeleClinic wählen.

Fragen und Antworten

Ist die Überweisung zum Hämatologen Grund zur Besorgnis?

Falls Sie Ihr Hausarzt oder Facharzt Sie an einen Onkologen oder Hämatologen überweist, ist dies zunächst kein Grund zur Besorgnis. Es gibt zahlreiche gutartige Erkrankungen des Blutes. Der Hämatologe ist in der Lage, zu präzisieren, welche Erkrankung vorliegt. Auch Tumore sind in vielen Fällen nicht bösartig, Genaues kann nur der Onkologe sagen.

Bekomme ich beim Hämatologen online ein Rezept?

Ein Hämatologe der TeleClinic kann online ein Rezept ausstellen, allerdings nur als Privatrezept. Ein Rezept vom Onkologen bzw. die Verordnung bestimmter ambulanter oder stationärer Therapien sind eng mit der Diagnose verknüpft und sollten nur in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten erfolgen!

Wann kann ein Hämatologe oder Onkologe mich krankschreiben?

Bedenken Sie bitte, dass Ärzte dieser Fachrichtung nicht selten ernsthafte Erkrankungen diagnostizieren und behandeln, bei denen mit mittel- bis langfristigen Ausfällen und Klinikaufenthalten zu rechnen ist. In diesem Fall werden Sie natürlich krankgeschrieben.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/182353/Klug-entscheiden-in-der-Haematologie-und-Medizinischen-Onkologie
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/186145/Haematologie-und-Onkologie-Massstaebe-setzen
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/203814/Haematologische-Neoplasien-im-Erwachsenenalter-mit-familiaerer-Praedisposition
  • https://www.aerzteblatt.de/fachgebiete/Onkologie​​​​​​​
  • https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/haematologische-diagnostik/@@view/html/index.html
  • http://www.blaek.de/weiterbildung/wbo/schwerpunkte/f_hmat.htm
  • https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/innere-medizinder-internist/haematologieonkologie.html