Ihr Ratgeber zu Achillessehnenentzündung
Unser Ratgeber rund um das Thema Achillessehnenentzündung liefert Ihnen hilfreiche Informationen rund um die Krankheit. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Ihre Fragen einfach & schnell in einem Online-Arztgespräch per Video zu klären. Rezepte oder Krankschreibungen erhalten Sie nach ärztlichem Ermessen per App. Ganz ohne Terminprobleme oder langes Warten.
Achillessehnenentzündung Behandlung: Methoden und Tipps
Die Achillessehnenentzündung, auch als Achillodynie bekannt, ist eine häufige Ursache für Schmerzen an der Ferse und entlang der Achillessehne. Vor allem Sportler und Menschen mit intensiver körperlicher Belastung sind betroffen. Die Erkrankung entsteht oft durch Überlastung, ungeeignetes Schuhwerk oder Fehlstellungen des Fußes. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Entzündung chronisch werden und die Sehne langfristig schädigen. Eine gezielte Therapie hilft, Schmerzen zu lindern und die Belastbarkeit der Sehne wiederherzustellen.
Kurzfassung
- Eine Achillessehnenentzündung entsteht meist durch Überlastung oder Fehlstellungen.
- Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellungen und morgendliche Steifheit.
- Die Behandlung umfasst Ruhe, Physiotherapie und medikamentöse Maßnahmen.
Welche Ursachen hat eine Achillessehnenentzündung?
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers und verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie wird bei nahezu jeder Bewegung beansprucht, insbesondere beim Laufen, Springen oder schnellen Richtungswechseln. Eine Entzündung entsteht häufig durch übermäßige Belastung, insbesondere wenn keine ausreichenden Erholungsphasen eingehalten werden. Auch Fußfehlstellungen wie ein Senkfuß oder Hohlfuß können das Risiko erhöhen, da sie die Sehne ungleichmäßig belasten.
Ein weiterer häufiger Auslöser ist ungeeignetes Schuhwerk. Schuhe ohne ausreichende Dämpfung oder mit zu harter Sohle führen dazu, dass die Sehne stärkeren Zugkräften ausgesetzt ist. Zudem spielt das Alter eine Rolle: Mit zunehmendem Alter verliert die Achillessehne an Elastizität, wodurch sie anfälliger für Mikroverletzungen wird. In Kombination mit einer verkürzten Wadenmuskulatur steigt das Risiko für Entzündungen deutlich.
Welche Symptome treten auf?
Die Symptome einer Achillessehnenentzündung entwickeln sich meist schleichend. Zu Beginn treten die Beschwerden häufig nur nach körperlicher Belastung auf, vor allem morgens oder nach längeren Ruhephasen. Typisch ist ein dumpfer oder stechender Schmerz an der Rückseite des Fußes, knapp oberhalb der Ferse. Dieser kann sich durch Bewegung zunächst verbessern, bei anhaltender Belastung jedoch wieder verstärken.
In vielen Fällen ist der betroffene Bereich geschwollen und druckempfindlich. Die Sehne fühlt sich verhärtet an, und manchmal ist ein leichtes Knirschen oder Reiben zu spüren. In fortgeschrittenen Stadien treten die Schmerzen auch in Ruhephasen auf und schränken die Beweglichkeit des Fußes deutlich ein. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann es zu langfristigen Schäden oder sogar einem Sehnenriss kommen.
Wie kann die Achillessehnenentzündung behandelt werden?
Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Beschwerden. In den meisten Fällen hilft eine konservative Behandlung, um die Entzündung zu reduzieren und die Sehne wieder zu stabilisieren. Der wichtigste Schritt ist die Entlastung des betroffenen Fußes. Sportliche Aktivitäten, die die Achillessehne stark beanspruchen, sollten für einige Wochen pausiert werden. Um die Schwellung zu reduzieren, kann der Bereich regelmäßig mit Eis gekühlt werden.
Zusätzlich werden oft entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt. Diese lindern nicht nur die Schmerzen, sondern hemmen auch die Entzündungsprozesse in der Sehne. Physiotherapeutische Maßnahmen wie Dehnübungen und Massagen sind ebenfalls ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Sie helfen, die Muskulatur zu lockern und die Sehne wieder belastbarer zu machen.
Welche Übungen und Maßnahmen unterstützen die Heilung?
Gezielte Übungen können helfen, die Achillessehne zu entlasten und ihre Belastbarkeit schrittweise zu steigern. Wichtig ist, dass die Bewegungen kontrolliert und ohne plötzliche Belastungsspitzen ausgeführt werden. Besonders bewährt haben sich:
- Exzentrische Dehnübungen: Langsames Absenken der Ferse über eine Treppenstufe stärkt die Sehne.
- Wadenmuskulatur lockern: Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskeln reduziert die Zugkräfte auf die Achillessehne.
- Faszientraining: Eine Selbstmassage mit einer Faszienrolle fördert die Durchblutung und löst Verspannungen.
- Barfußgehen: Auf weichen Untergründen wie Sand stärkt es die Fußmuskulatur.
Diese Übungen sollten schrittweise in den Alltag integriert und regelmäßig durchgeführt werden. Eine zu schnelle Steigerung der Belastung kann die Beschwerden verschlimmern.
Wann ist eine ärztliche Behandlung notwendig?
In vielen Fällen heilt eine Achillessehnenentzündung mit konservativen Maßnahmen aus. Sollten die Beschwerden jedoch über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Mögliche Warnsignale sind:
- Starke Schmerzen, die auch in Ruhe auftreten
- Anhaltende Schwellung oder Rötung
- Deutliche Bewegungseinschränkungen
- Plötzlicher stechender Schmerz, der auf einen Sehnenriss hindeuten könnte
In schweren Fällen kann eine Stoßwellentherapie oder eine spezielle Injektionstherapie notwendig sein. In sehr seltenen Fällen wird ein chirurgischer Eingriff erwogen, etwa wenn sich Kalkablagerungen gebildet haben oder die Sehne stark geschädigt ist.
Wie kann man einer Achillessehnenentzündung vorbeugen?
Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Wer regelmäßig Sport treibt oder beruflich viel auf den Beinen ist, kann mit einfachen Maßnahmen das Risiko für eine Achillessehnenentzündung deutlich senken:
- Aufwärmen nicht vergessen: Vor dem Sport sollten die Wadenmuskulatur und die Achillessehne gezielt aufgewärmt werden.
- Passendes Schuhwerk tragen: Gut gedämpfte Schuhe mit einer stabilen Sohle entlasten die Sehne.
- Belastung langsam steigern: Plötzliche Trainingssteigerungen oder lange Belastungsphasen vermeiden.
- Regelmäßige Dehnübungen: Vor und nach dem Sport sollte die Wadenmuskulatur gedehnt werden.
- Übergewicht reduzieren: Jedes zusätzliche Kilo erhöht die Belastung der Achillessehne.
Fazit: Geduld und gezielte Maßnahmen führen zur Heilung
Die Achillessehnenentzündung kann unangenehm sein, ist aber mit der richtigen Behandlung gut in den Griff zu bekommen. Wichtig ist es, frühzeitig auf die Signale des Körpers zu hören und die Belastung zu reduzieren. Konservative Maßnahmen wie Schonung, Kühlung und Physiotherapie sind meist ausreichend, um die Beschwerden zu lindern. Ergänzend helfen gezielte Übungen, die Sehne zu stärken und zukünftigen Problemen vorzubeugen.
Wer die richtigen Präventionsmaßnahmen ergreift, kann das Risiko einer erneuten Entzündung deutlich senken. Eine Kombination aus gutem Schuhwerk, kontrollierter Belastungssteigerung und regelmäßigen Dehnübungen sorgt langfristig für gesunde und belastbare Achillessehnen.
Celina von der Linden
- Zuletzt aktualisiert: 18. September 2025
Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.