Ihr Ratgeber zu benigner Prostatahyperplasie

Häufiges, nächtliches Wasserlassen mit geringer Blasenentleerung, Startschwierigkeiten beim Urinieren oder auch ein abgeschwächter Harnstrahl können Anzeichen für eine benigne Prostatahyperplasie sein. Was das ist und welche Folgen dadurch entstehen, erfahren Sie hier.

Prostatahyperplasie-Ratgeber

Kurzfassung

  • Eine benigne Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die sich bei Männern im zunehmenden Alter häufig bildet.
  • Die Ursachen sind bis dato unbekannt, man vermutet jedoch, dass ein hohes Alter (ab 50), Übergewicht und eine erbliche Veranlagung das Risiko erhöhen.
  • Die Symptome machen sich meist in Zusammenhang mit der Blase bemerkbar – zum Beispiel häufiges, nächtliches Urinieren.
  • Mittels einer Anamnese und einer Tastuntersuchung kann ein Arzt eine benigne Prostatahyperplasie diagnostizieren.
  • Je nach Größe der erweiterten Prostata und je nach Leidensdruck des Patienten, kann man entweder abwarten, Medikamente einnehmen oder sich einer Operation unterziehen.

Was ist eine benigne Prostatahyperplasie?

Eine benigne Prostatahyperplasie (BHP) bezeichnet die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, also der Prostata. 30%-40% der Männer entwickeln ab dem 50. Lebensjahr eine solche Vergrößerung. Je älter der Mann ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an BHP erkrankt.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für das Krankheitsbild sind noch nicht ausreichend geklärt. Die drei Hauptrisikofaktoren sind zunehmendes Alter, Übergewicht und eine erbliche Veranlagung.

Symptome

Eine vergrößerte Prostata hat meist Probleme mit dem Urinieren zur Folge. Typische Anzeichen einer gutartigen Prostatavergrößerung sind:

  • Häufiger, nächtlicher Harndrang mit geringer Blasenentleerung,
  • Schwierigkeiten direkt zu Beginn des Wasserlassens,
  • Abgeschwächter Harnstrahl.

Wiederkehrende Harnwegsinfekte oder Harnblasensteine können als Komplikation einer benigne Prostatahyperplasie auftreten.

Diagnose

Aufgrund der Symptomatik, die ein Patient schildert, erhält ein Arzt recht schnell Hinweise darauf, ob es sich um eine benigne Prostatahyperplasie handeln könnte. Bei einer anschließenden digital-rektalen Untersuchung kann eine vergrößerte Prostata leicht ertastet werden. Ein transrektaler Ultraschall gibt Aufschluss, wie groß die Prostata ist. 

Therapie 

Abhängig davon, wie stark der Patient unter der Prostatavergrößerung leidet und wie stark sich die Drüse weiter vergrößert, kommen verschiedene Therapiemaßnahmen zum Einsatz.

  • Ist der Leidensdruck gering, kann man einfach kontrolliert abwarten.
  • Eine medikamentöse Therapie kommt auf Patientenwunsch in Frage oder wenn es zu einer Verstärkung der Beschwerden kommt.
  • Kommt es zu übermäßig häufigem Urinieren, Harnsteinen oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten, wird eine operative Therapie durchgeführt. 

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/23383/Die-benigne-Prostatahyperplasie-Pathogenese-Diagnostik-und-konservative-Therapie
  • https://www.gesundheitsinformation.de/gutartige-prostatavergroesserung.2073.de.html
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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