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Ratgeber zu Brustkrebs (Mammakarzinom)

Woran Sie ihn erkennen und viele weitere Informationen rund um das Thema.

Mehr als 71.000 Frauen pro Jahr erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Bei den Männern hingegen sind es nur 700. Welche Symptome auftreten, welche Risikofaktoren oder auch welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Kurzfassung

  • Ein Mammakarzinom ist ein bösartiger Tumor in der Brust.
  • Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.
  • Bei frühzeitiger Erkennung bestehen gute Heilungschancen.
  • Knoten, Verhärtungen, Schwellungen oder Absonderungen der Brust können auf Brustkrebs hindeuten
  • Risikofaktoren sind erbliche Veranlagung, das Geschlecht, Rauchen, Übergewicht und erhöhtes Alter.
  • Klassische Verfahren sind die operative Entfernung, eine Chemotherapie oder Strahlentherapie. Sie werden meist miteinander kombiniert.
  • Um Brustkrebs vorzubeugen, sollte man sich ausreichend bewegen, sich gesund ernähren, auf Nikotin und Alkohol verzichten und dringend regelmäßige, ärztliche Untersuchungen in Anspruch nehmen.

Definition

Ein Mammakarzinom, auch bekannt als Brustkrebs, ist ein bösartiger Tumor der Brust, der in der Brustdrüse entsteht. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, bei Männern hingegen tritt sie eher selten auf. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt, ist er gut behandel- und heilbar.

Symptome

Mögliche Anzeichen für Brustkrebs sind zum Beispiel:

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder den Achselhöhlen
  • Veränderungen der Farbe, Größe oder Form der Brust
  • Schwellung, Rötung oder Einziehen der Brustwarze
  • Wässrige und oder blutige Absonderungen der Brustwarze
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust

Schmerzen treten im Frühstadium der Erkrankung selten auf, jedoch sind Spannungsgefühle in der Brust durchaus möglich. Sie sind jedoch nicht mit denen in der regulären Monatsblutung zu vergleichen.

Risikofaktoren

Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind noch unbekannt, jedoch gibt es einige Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen. Einige sind beeinflussbar, gegen andere hingegen kann man selbst nichts ausrichten.

Beeinflussbare Risikofaktoren

Unbeeinflussbare Risikofaktoren

  • Alkohol und Nikotin
  • Eine ausgewogene, gesunde Ernährung trägt dazu bei Übergewicht zu reduzieren. Übergewicht wird als Risikofaktor gesehen
  • Bewegung reduziert bei Frauen das Risiko einer Krebserkrankung
  • Geschlecht; Frauen erkranken deutlich häufiger an Brustkrebs als Männer
  • Je höher das Alter, desto größer das Risiko
  • Erbliche Veranlagung; je mehr Frauen in einer Familie an Brustkrebs erkrankt sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Töchter ebenfalls erkranken

Therapie

Nachdem Brustkrebs festgestellt wurde, gibt es mehrere Therapieansätze. Je nach Alter, allgemeinem Gesundheitszustand, und weiterer individueller Faktoren wird eine entsprechende Therapie angesetzt. Möglichkeiten, um gegen Brustkrebs vorzugehen sind:

Operative Entfernung

  • Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen
  • Der Erhalt der Brust ist dank heutiger, schonender Verfahren in den meisten Fällen möglich

Strahlentherapie

  • Was Wachsen des Tumors wird verhindert oder verlangsamt

Chemotherapie

  • Die Verabreichung von Medikamenten über eine Infusion tötet die Krebszellen ab oder hemmt ihr Wachstum.

Komplementärmedizin

  • Als Ergänzung zu den herkömmlichen Methoden, wie der operativen Entfernung, der Strahlentherapie oder der Chemotherapie
  • Dazu gehören zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie oder Naturheilverfahren

Antihormonelle Therapie

  • Der Stoffwechsel der Geschlechtshormone bedingt das Wachstum bestimmter Krebsarten
  • Medikamente die diese Hormone unterdrücken verhindern somit das Wachstum des Tumors

Therapie-Kombinationen

Oftmals wird bei Brustkrebs eine Kombination aus verschiedenen Therapien angewendet:

  • Chemo- oder Strahlentherapie vor der OP, um den Tumor, der entfernt wird zu verkleinern
  • Chemo- oder Strahlentherapie nach der OP, um gegebenenfalls Rückstände oder Neubildungen abzutöten inklusive einer antihormonellen Therapie

Prävention

Um das Risiko einer Brustkrebserkrankung zu senken, ist es sinnvoll, die beeinflussbaren Risikofaktoren zu berücksichtigen: viel Sport, Alkohol- und Nikotinverzicht, sowie eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Besonders wichtig ist es, falls eine Erkrankung vorliegt, diese rechtzeitig zu erkennen. Maßnahmen, die Sie treffen können:

  • Die Brust regelmäßig abtasten; bei Frauen am besten sieben bis 12 Tage nach der Monatsblutung
  • Die Krebsvorsorge beim Gynäkologen wahrnehmen; ab 50 empfiehlt es sich alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening (Röntgenuntersuchung) beim Hausarzt durchzuführen

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Anhand der Untersuchungsergebnisse und individueller Faktoren wie Alter und allgemeiner Gesundheitszustand, wird der Arzt einen individuellen Therapieplan erstellen. Dieser umfasst meist verschiedene Therapieansätze. So wird nach der operativen Entfernung des Tumors das betreffende Gebiet oft noch bestrahlt um zurückgebliebene Krebszellen abzutöten.

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Mammakarzinom?nid=101354
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Mammakarzinom?nid=100479
  • https://www.krebsgesellschaft.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs.html