Ihr Ratgeber zu Essstörungen

Unser Essstörung-Ratgeber liefert Ihnen hilfreiche Informationen rund um die Krankheit. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Ihre Fragen einfach & schnell in einem Online-Arztgespräch per Video zu klären. Bei Bedarf erhalten Sie dabei das passende Rezept oder eine Krankschreibung direkt aufs Handy. Ganz ohne Terminprobleme oder langem Warten.

So einfach funktioniert es:

  • 01 Created with Sketch. Registrieren & Wunschtermin wählen
  • 02 Created with Sketch. Persönliche Beratung per Videogespräch
  • 03 Created with Sketch. E-Rezept einlösen oder AU digital an den Arbeitgeber senden​

Häufige Fragen

Als gesetzlich Versicherter werden die Kosten für den Online-Arztbesuch, wie in der Praxis vor Ort, von Montag bis Samstag zwischen 7:00 – 19:00 Uhr von Ihrer Krankenkasse übernommen. Da wir aktuell nur Privatrezepte ausstellen dürfen, müssen Sie lediglich die Kosten für Ihr Medikament selbst tragen. Außerhalb dieser Zeiten können Sie jederzeit auf eigene Rechnung einen Arzt sprechen. Eine Kostenübersicht dazu finden Sie hier.

Als Privatversicherter erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Bei Bedarf können Ihnen unsere Ärzte Privatrezepte, sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Diese sind rechtsgültig und werden von Arbeitgebern und Apotheken anerkannt. Bitte beachten Sie, dass eine private AU nicht zur Beantragung von Krankentagegeld gültig ist und Sie bei einem Privatrezept die Kosten für das verschriebene Medikament selbst tragen müssen.

Nachdem der Arzt das digitale Rezept für Sie ausgestellt hat, können Sie es direkt in der App einlösen. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie Ihr Medikament bei einer Partner-Apotheke vor Ort abholen wollen oder ob Sie sich das Medikament kostenlos und bequem nach Hause liefern lassen. Das Medikament zahlen Sie entweder vor Ort oder auf Rechnung der Versandapotheke.

Im Schnitt können Sie bei uns innerhalb von 2 Stunden einen Arzt sprechen. Je nach Auslastung und Tageszeit kann dieser Wert etwas variieren.

Zunächst übermitteln Sie Ihr Anliegen via Online-Formular oder in der App an unsere medizinischen Assistenten. Diese nehmen Ihre Anfrage auf und vermitteln Sie an den richtigen Arzt weiter. Zum vereinbarten Termin müssen Sie dann die App öffnen und der Online-Sprechstunde beitreten. Die Verbindung mit dem Arzt wird sofort hergestellt, sobald dieser ebenfalls der Online-Sprechstunde beigetreten ist. Im Gespräch nimmt sich der Arzt für Ihr Anliegen so lange Zeit bis alle wichtigen Fragen geklärt sind und stellt Ihnen im Anschluss alle wichtigen Dokumente in der App aus.

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In den heutigen Zeiten ist es kein Wunder, dass Menschen zu Essstörungen neigen. Gerade Mädchen im heranwachsenden Alter werden durch Schönheitsideale in den sozialen Medien regelrecht geleitet. Doch nicht nur das kann eine Ursache sein. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapie.

Ratgeber zu Essstörungen

Kurzfassung

  • Essstörungen zeigen sich durch ein gestörtes Verhältnis zu Essen und dem eigenen Körper.
  • Man unterscheidet zwischen Bulimie, Magersucht und Binge-Eating.
  • Essstörungen treten in den unterschiedlichsten Altersgruppen auf.
  • Ursachen sind unterschiedlichster Natur: erbliche Veranlagung, geringes Selbstwertgefühl, falsche Vorbilder oder belastende Erlebnisse können Auslöser einer Essstörung sein.
  • Symptome sind je nach Ausprägung meist Erbrechen, minimale bis keine Nahrungsaufnahme, massenhafter Konsum von Lebensmitteln oder extrem viel Sport um Kalorien zu verbrennen.
  • Eine Therapie beim Arzt lindert die Symptome, führt zu normalem Essverhalten und macht Ursachen ausfindig, die es anschließend zu bekämpfen gilt.

Definition

Eine Essstörung ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Die Beziehung zum Körper und das Essverhalten sind dabei gestört. Man unterscheidet zwischen drei Formen:

  • Bulimie: übermäßiger Lebensmittelkonsum mit anschließendem Versuch, das Gegessene wieder los zu werden z.B. durch Erbrechen oder Abführmittel
  • Magersucht(Anorexia nervosa, Anorexie): minimale oder ausbleibende Nahrungsaufnahme
  • Binge-Eating-Störung:übermäßiger Lebensmittelkonsum mit anschließendem Schamgefühl, jedoch ohne Gegenmaßnahmen

Eine Essstörung kann auch Auslöser für Übergewicht sein. Meistens sind Essstörungen jedoch mit Untergewicht verbunden.

Essstörungen in unterschiedlichen Altersstufen

Nicht nur bei Jugendlichen oder Erwachsenen können Essstörungen auftreten, sondern auch bei Kleinkindern. Bei Kindern bis zum Vorschulalter ist ein “auffälliges” Essverhalten meist nicht von langer Dauer und auch nichts ungewöhnliches. Oft ist es eine Trotzreaktion, da Nahrungsaufnahme das Einzige ist, was Kinder in diesem Alter selbst steuern können.

Unbeachtet, kann sich daraus jedoch über die Jahre hinweg eine ernsthafte Essstörung entwickeln. Daher ist es wichtig das Essverhalten des Kindes im Auge zu behalten und gegebenenfalls aktiv zu werden. Dass Kinder bestimmte Lebensmittel nicht essen, ist unbedenklich, solange sie sich ausgewogen ernähren. Im Normalfall pendeln sich sowohl Gewicht, als auch Essgewohnheiten mit der Zeit ein.

Allerdings sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen, wenn:

  • Ihr Kind oft krank und antriebslos ist
  • Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt oder Sie mit der Situation nicht umgehen können

Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen treten Essstörungen immer häufiger auf. Meist treten Sie schleichend ein und bleiben von dem Betroffenen selbst unerkannt, da sie unter einer verzerrten Wahrnehmung leiden. Wichtig ist es, die Personen darauf anzusprechen und Hilfe zu suchen.

Ursachen

Die Gründe für eine Essstörung sind vielfältig:

  • Erbliche Veranlagung, gestörtes Essverhalten in der Kindheit (bei Jugendlichen oder Erwachsenen)
  • Faktoren in der persönlichen Entwicklung, wie ein niedriges Selbstwertgefühl, Selbstzweifel, Sorge bezüglich Figur und Gewicht
  • Einflüsse durch die Gesellschaft über social media durch das vorherrschend, schlanke Schönheitsideal
  • Trotzreaktion bei Kindern, vor allem in Familien mit Gewalt und Alkoholproblemen
  • Belastende Erlebnisse wie eine Trennung, ein Verlust, Mobbing oder der Umzug in eine andere Stadt
  • Körperliche Erkrankungen und die damit verbundene Veränderung des Körpers
  • Sportarten bei denen Schlankheit und Körpergewicht eine extrem wichtige Rolle spielen können eine Essstörung begünstigen

Symptome

Folgende Auffälligkeiten sind Alarmsignale für eine Essstörung, die ernst genommen werden sollten, vor allem wenn sie in Kombination auftreten:

  • Eine nicht altersgerechte Entwicklung bezüglich Gewicht und Größe bei Kleinkindern
  • Schneller Gewichtsverlust
  • Starke Schwankungen des Gewichts innerhalb kürzester Zeit
  • Gemeinsames Essen mit der Familie wird gemieden
  • Minimaler oder gar kein Konsum von fetthaltiger oder kohlenhydratreicher Kost, dafür übermäßiger Verzehr von Obst und Gemüse
  • Betroffene verstecken ihre Körper in extragroßer Kleidung
  • Langsamer Verzehr und übermäßiges Kleinschneiden der Nahrung
  • Emotionale Unausgeglichenheit; weinerlich, irritiert, ungeduldig und sorgenvoll
  • Sehr aktiv, übermäßiges Joggen oder extrem viel Zeit im Fitnesscenter
  • Rückzug ins Private, meidet Familie und Freunde
  • Große Mengen an Essen verschwinden aus dem Haushalt
  • Toilette ist besonders nach dem Essen oft besetzt oder auch oft in der Nacht
  • Abführende Medikamente verschwinden im Haushalt oder tauchen auf
  • Ausbleiben der Menstruationsblutung bei Mädchen
  • Flaumbildung am Körper
  • Müdigkeit und Frieren

Therapie

Gerade bei Kleinkindern ist es wichtig, sich als Elternteil nichts anmerken zu lassen und die Kinder zu nichts zu drängen. In der Regel pendelt sich das Essverhalten im Laufe der Entwicklung ein. Trotzdem sollte das Essverhalten des Kindes aufmerksam beobachtet werden.

Bei pubertierenden Jugendlichen, ist Vorsicht geboten, insbesondere dann, wenn die Essstörung vorangeschritten ist und sich sich Symptome, wie Erbrechen, übermäßiger Sport und Rückzug ins Private verstärkt bemerkbar machen.

Erste Schritte sind:

  • Das Gespräch suchen und die Betroffenen aufmerksam machen
  • Kinder aufbauen und ermutigen
  • Gemeinsam eine Lösung für mögliche Ursachen zu finden; z.B. Mobbing, Unzufriedenheit, Stress in der Arbeit

Ist die Krankheit weiter fortgeschritten oder haben Sie den Eindruck, dass Ihre ersten Schritte erfolglos geblieben sind, ist es unumgänglich einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

Je nach gesundheitlichem Zustand hat hat die Gewichtszunahme oberste Priorität. Symptome zu lindern und den Patienten zu einem normalen Essverhalten zu bewegen, sind ebenfalls von großer Wichtigkeit.
Im weiteren Verlauf der Therapie werden Ursachen gesucht. Mit dem Patienten werden dann Strategien entwickelt, um Rückschlägen der Krankheit vorzubeugen.

Je nach Schwere der Erkrankung, gibt es unterschiedliche Behandlungen:

  • Ambulant
  • Tagesklinisch
  • Stationär

Eine Zwangsbehandlung ist notwendig, wenn Lebensgefahr besteht.

Da die Symptome immer wieder aufkommen, ist die Nachbehandlung extrem wichtig.

Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Chancen für eine vollständige Heilung, ohne dass der Körper in weitere Mitleidenschaft gezogen wird.

Quellen

  • https://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2009/oeaez-2324-15122009/kindliche-ess-stoerungen-machtinstrument-essen.html
  • https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/essprobleme/problemsituationen/
  • https://www.bzga-essstoerungen.de/was-sind-essstoerungen/?L=0
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72155/Anorexie-Bulimie-Die-meisten-Patientinnen-erholen-sich-mit-der-Zeit
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

Inhaltsverzeichnis

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