Ihr Ratgeber zu gefährlichen Muttermalen

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Die meisten von uns zieren die braunen Schönheitsflecken an allen möglichen Stellen – Gesicht, Arme, Beine, vereinzelt oder auch vermehrt. Gefährlich sind sie von Natur aus nicht. Das kann sich jedoch im Laufe des Lebens unter manchen Bedingungen ändern. Wissenswerte Fakten, erhalten Sie hier.

Gefährliche Muttermale

Kurzfassung

  • Muttermale sind gutartige Wucherungen von Hautzellen, die jedoch, je nach Art ein Risiko für Hautkrebs mit sich bringen können
  • Leberflecken können von Geburt an Teil des menschlichen Körpers sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln
  • anhand der ABCDE-Regel kann man selbst Muttermale grob beobachten – dieses Verfahren ersetzt einen ärztlichen Besuch NICHT.
  • bei Schmerzen, Veränderungen bezüglich der Größe, Farbe und Beschaffenheit oder anderen Auffälligkeiten, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden
  • Muttermale sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden
  • Ein Hautkrebs-Screening dient der Vorsorge und kann von gesetzliche Versichterten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre kostenfrei in Anspruch genommen werden. 

Was sind Muttermale?

Muttermale – (Pigment-) Nävi oder auch Leberflecken
– Sind gutartige Wucherungen bestimmter Hautzellen.
– Fallen in Form, Größe und Farbe unterschiedliche aus.
– Können sich an jeder Körperstelle bilden.
– Sind normalerweise gutartig, können je nach Art das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

Wie und warum entstehen Muttermale?

Muttermale können entweder angeboren sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln.

Dies geschieht dann, wenn sich an einer Stelle besonders viele pigmentbildende Zellen, auch Melanotzyten genanntn, ansammeln. 

Häufig sind Muttermale braun. Sie können aber auch aus roten Blutgefäßzellen oder gelben Talgdrüsenzellen bestehen und somit eine anderweitige farbliche Ausprägung annehmen.
  • Menschen mit heller Haut haben häufiger Muttermale als Menschen mit anderen Hautfarben. 
  • Hormone können für eine vermehrte Bildung von Muttermalen sorgen. Vor allem Schwangere sollten daher ihre Muttermale regelmäßig kontrollieren lassen.

Gefährliches Muttermal oder nicht?

Es gibt eine sogenannte ABCDE-Regel um einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob ein Muttermal gefährlich sein könnte oder nicht:

A – AsymmetrieFlecken, die nicht rund oder gleichmäßig sind, gelten als auffällig
B – BegrenzungDie Ränder des Muttermals sollten scharf sein und nicht verschwommen.
C – Color (Farbe)Ist ein Muttermal mehrfarbig, sollte es von einem Arzt untersucht werden.
D – DurchmesserMuttermale, deren Durchmesser größer als sechs Millimeter ist, sollten regelmäßig kontrolliert werden.
E – EntwicklungVerändern sich Muttermale hinsichtlich der oben aufgezählten Punkte – oder auch nur in ein oder zwei Punkten – sollten sie ebenfalls beobachtet und kontrolliert werden.

Der Arztbesuch

Hat man viele Muttermale oder meint ein verdächtiges Muttermal entdeckt zu haben, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto höher stehen die Chancen auf Heilung – diese liegen bei knapp 100%.

Juckt ein Muttermal, ändert sich seine Konsistenz oder Farbe oder treten Blutungen auf, sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Prävention

Muttermale sind Teil der Haut, die es schonend zu behandeln gilt. Folgende Aspekte sollten beachtet werden:

  • Muttermale unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung schützen – Sonnencreme, gegebenenfalls Klamotten überwerfen
  • an Muttermalen nicht kratzen oder sie gar selbst entfernen

Hautkrebsvorsorge

Gehört man bezüglich seiner Muttermale einer Risikogruppe an, sollte man die Muttermale einmal pro Jahr beim Hautarzt kontrollieren lassen. 

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening, welches man ab dem 35. Lebensjahr in Anspruch nehmen kann. Privat Versicherte können sich jedes Jahr kostenfrei untersuchen lassen.

 Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/7007/Wer-ist-gefaehrdet-was-verraet-Melanome
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/60691/Hautkrebspraevention-Deutschland-weltweit-als-Vorreiter
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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