Ihr Ratgeber zu Hypercholersterinämie

Zu fettiges Essen, unzureichende Bewegung, aber auch Medikamente oder eine erbliche Veranlagung können Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben. Welche Werte interessant sind und was Sie tun können, erfahren Sie hier.

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Hypercholersterinämie-Ratgeber

Kurzfassung

  • Hypercholesterinämie bezeichnet eine Lipidstoffwechselstörung, die einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut aufweist. Dies erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Hypercholesterinämie verursacht in der Regel keine Symptome.
  • Neben einer erblichen Veranlagung spielen weitere Faktoren eine große Rolle, zum Beispiel Übergewicht, fettige Ernährung, Krankheiten, wie Diabetes, manche Medikamente, mangelnde Bewegung.
  • Die Behandlung zielt darauf ab, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, Reduktion von Genussmitteln und gegebenenfalls die richtige Medikation sind unabdingbar.

Was ist Hypercholesterinämie?

Als Hypercholesterinämie wird eine Lipidstoffwechselstörung bezeichnet, die einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut aufweist. 

Man unterscheidet zwischen dem Low Density Lipoprotein, dem LDL-CHolesterin und dem High Density Lipoprotein, dem HDL-Cholesterin. Letzteres wird als gutes Cholesterin bezeichnet.

Eine zu hohe Menge HDL-Cholesterin im Blut erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Symptome

Ein erhöhter Cholesterinwert verursacht keine direkt spürbaren Symptome. Nur über eine Blutuntersuchung lässt sich die Höhe des Wertes ablesen.

Bei familiärer Hypercholesterinämie bilden sich kleine gelbe Fettablagerungen in der Haut. Betroffene Stellen sind meist Augenlider, Ellenbogen, Knöchel und Hinterteil.

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Ursachen

Man unterscheidet zwischen primärer Hypercholesterinämie und sekundärer Hypercholesterinämie.

Primäre Hypercholesterinämie, auch familiäre Hypercholesterinämie genannt, macht 30% der Diagnosen aus. Der erhöhte Cholesterinwert oder zumindest die Veranlagung dafür wird direkt vererbt. Ursache hierfür ist ein vererbter Gendefekt. Der Körper von Kindern bildet zu wenig LDL-Rezeptoren aus, wodurch die Konzentration von LDL-Cholesterin zu hoch wird.

Sekundäre Hypercholesterinämie:
Ausschlaggebend für diese Form des erhöhten Cholesterins ist unter anderem die Lebensweise der Betroffenen. Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel sind die Hauptursachen. 
Die häufigsten Auslöser von sekundärer Hypercholesterinämie sind:

  • Fettige, ungesunde Ernährung,
  • Übergewicht,
  • Bewegungsmangel,
  • Alkoholmissbrauch,
  • Nierenschwäche,
  • Medikamente, wie Betablocker, die Pille zur Empfängnisverhütung oder auch Kortisonpräparate.

Bestimmte Erkrankungen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes können die Cholesterinwerte ebenfalls erhöhen.

Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Bei erhöhtem Risiko empfiehlt es sich vor allem:

  • Nicht zu rauchen,
  • Sich viel zu bewegen,
  • Bei Übergewicht abzunehmen,
  • Auf eine mediterrane Ernährung umzusteigen, 
  • Wenig gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen,

Liegen andere Erkrankungen, wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion, vor, sollten diese medikamentös richtig behandelt werden.

Statine werden bei Menschen mit erhöhtem Cholesterin verwendet. Jedoch nur, wenn sie keinen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten/ haben.

Die richtige Therapie wird von einem Arzt verordnet.

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/erhoehte-cholesterinwerte.2178.de.html#behandlung
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/161185/Familiaere-Hypercholesterinaemie
  • https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/hypercholesterinaemie