Lungenkrankheiten: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Ihr umfassender Ratgeber zu Atemwegserkrankungen – verständlich erklärt. Erfahren Sie, wann eine ärztliche Abklärung notwendig ist und wie TeleClinic Sie unterstützen kann.

Was sind Lungenkrankheiten?

Das Wichtigste in Kürze:
Lungenkrankheiten umfassen ein breites Spektrum an Erkrankungen der Atemwege und des Lungengewebes. Zu den häufigsten Formen zählen Asthma bronchiale, COPD und akute Infektionen wie Bronchitis. Typische Warnsignale sind anhaltender Husten, Atemnot und ein Brennen in der Lunge. Eine frühzeitige Diagnose durch Ärztinnen und Ärzte ist entscheidend, um chronische Verläufe zu verhindern oder zu verlangsamen.

Der Begriff Lungenkrankheiten (medizinisch oft auch Pneumopathien genannt) ist ein Sammelbegriff für alle pathologischen Veränderungen der Lungenflügel, des Lungengewebes sowie der oberen und unteren Atemwege. Diese Atemwegserkrankungen können akut auftreten, wie etwa bei einer Lungenentzündung, oder einen chronischen Verlauf nehmen, wie bei Asthma oder COPD.

Die Lunge ist eines unserer vitalsten Organe. Sie versorgt das Blut mit Sauerstoff und transportiert Kohlendioxid ab. Erkrankungen in diesem Bereich schränken diese Funktion ein, was oft zu einer spürbaren Minderung der Lebensqualität führt. Viele Patientinnen und Patienten stellen sich dabei die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Pneumologen und einem Lungenarzt? Die Antwort ist einfach: Es gibt keinen. Pneumologe ist lediglich der medizinische Fachbegriff für einen Lungenfacharzt.

Symptome: Wie äußern sich Lungenerkrankungen?

Da die Lunge selbst nur wenige Schmerzrezeptoren besitzt, werden Erkrankungen oft erst bemerkt, wenn die Atemfunktion bereits beeinträchtigt ist. Dennoch gibt es charakteristische Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Husten: Ob trocken oder produktiv (mit Auswurf), Husten ist der wichtigste Abwehrmechanismus der Atemwege. Hält er länger als acht Wochen an, spricht man von chronischem Husten.
  • Atemnot (Dyspnoe): Zunächst oft nur bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe.
  • Atemgeräusche: Ein Pfeifen, Giemen oder Rasseln beim Ein- oder Ausatmen.
  • Brennen in der Lunge: Oft beschrieben als schmerzhaftes Gefühl hinter dem Brustbein, häufig bei akuten Infektionen (Bronchitis) oder durch Einatmen von Reizgasen.
  • Brustschmerzen: Diese treten oft auf, wenn das lungenumgebende Brustfell (Pleura) gereizt ist.

Häufige Lungenkrankheiten im Überblick

Die Medizin unterscheidet verschiedene Kategorien von Lungenerkrankungen, abhängig davon, welcher Teil der Lunge betroffen ist und wie die Krankheit verläuft. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Krankheitsbilder.

1. Obstruktive Lungenerkrankungen

Bei dieser Form sind die Atemwege verengt, was das Ausatmen erschwert. Die Luft bleibt in der Lunge „gefangen“.

  • Asthma bronchiale: Eine chronische Entzündung der Atemwege, die zu anfallsartiger Atemnot führt. Auslöser sind oft Allergene, aber auch Anstrengung oder Kälte.
  • COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung): Lungenkrankheiten COPD gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Sie wird meist durch langjähriges Rauchen verursacht und führt zu einer dauerhaften Verengung der Bronchien sowie einer Zerstörung der Lungenbläschen (Lungenemphysem).
  • Chronische Bronchitis: Nach Definition der WHO liegt diese vor, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen für mindestens drei Monate in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auftreten.

2. Restriktive und interstitielle Lungenerkrankungen

Hierbei ist die Dehnungsfähigkeit der Lunge eingeschränkt und das Lungenvolumen verringert. Der Gasaustausch wird dadurch massiv behindert.

  • Lungenfibrose: Eine Erkrankung, bei der funktionstüchtiges Lungengewebe zunehmend in bindegewebiges Narbengewebe umgewandelt wird. Die Lunge „versteift“, was die Sauerstoffaufnahme erschwert.
  • Sarkoidose: Eine entzündliche Systemerkrankung, bei der sich kleine Knötchen (Granulome) im Lungengewebe bilden können.

3. Infektiöse Lungenerkrankungen

Diese werden durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht. Während eine einfache Erkältung meist harmlos verläuft, können Lungenentzündungen (Pneumonien) oder Tuberkulose schwere Verläufe nehmen.

4. Gefäßerkrankungen der Lunge

Dazu zählt vor allem die Lungenembolie (Verschluss eines Lungengefäßes durch ein Blutgerinnsel) und der Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie), bei dem der Blutdruck im Lungenkreislauf chronisch erhöht ist.

Ursachen und Risikofaktoren

Warum erkrankt eine Lunge? Neben genetischen Faktoren spielen Umwelteinflüsse eine dominante Rolle. Der mit Abstand größte Risikofaktor für die Entwicklung schwerer Krankheitsbilder wie COPD oder Lungenkrebs ist das Rauchen. Aber auch Passivrauchen, Luftverschmutzung (Feinstaub), berufsbedingte Belastungen (z. B. Asbest, Stäube) und häufige Infektionen im Kindesalter können die Lungengesundheit langfristig schädigen.

Behandlung und Diagnose: Wie TeleClinic helfen kann

Bei anhaltenden Beschwerden wie Atemnot oder chronischem Husten ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich. Über TeleClinic können Sie schnell und unkompliziert Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten aufnehmen. Dies ist besonders hilfreich für eine erste Einschätzung oder die Verlaufskontrolle bekannter Erkrankungen (z. B. bei Asthma).

Der Ablauf bei TeleClinic

  • Terminbuchung: Sie buchen online einen Termin für eine ärztliche Beratung – bequem von zuhause aus.
  • Digitales Arztgespräch: In der Videosprechstunde besprechen Sie Ihre Symptome. Erfahrene Ärztinnen und Ärzte erfragen Ihre Krankengeschichte (Anamnese).
  • Behandlungsempfehlung: Sie erhalten eine fachliche Einschätzung und Tipps zur Linderung Ihrer Beschwerden.
  • Dokumente: Falls medizinisch notwendig, können Sie eine Krankschreibung anfragen oder ein Rezept für benötigte Medikamente erhalten. Bitte beachten Sie: Die Ausstellung von Rezepten und Krankschreibungen erfolgt stets nach ärztlichem Ermessen.

Sollte eine körperliche Untersuchung (z. B. Abhören der Lunge, Lungenfunktionstest oder Röntgen) notwendig sein, werden die Ärztinnen und Ärzte Sie an eine niedergelassene Praxis oder Fachklinik verweisen.

Wann sofort zum Arzt?
Bei akuter, schwerer Atemnot, blutigem Auswurf, starken Brustschmerzen oder blau anlaufenden Lippen sollten Sie keine Zeit verlieren und sofort den Notarzt (112) rufen oder eine Notaufnahme aufsuchen.

Quellen/Belege

Autorin Celina von der Linden. Lächelnde Frau aus dem TeleClinic Team.
Von Medizinredakteur/in:
Celina von der Linden

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

Inhaltsverzeichnis

Häufige Fragen

Ja, diese beiden Begriffe bezeichnen denselben Facharzt. „Pneumologe“ leitet sich vom griechischen Wort „Pneuma“ (Luft/Atem) ab und ist die medizinische Fachbezeichnung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird häufiger der Begriff „Lungenarzt“ verwendet. Beide sind spezialisiert auf die Prävention, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Lunge, der Bronchien und des Mittelfells.
Eine Lungenfibrose beginnt oft schleichend und unspezifisch, weshalb sie im Frühstadium häufig übersehen wird. Erste Anzeichen sind meist eine abnehmende körperliche Belastbarkeit und Kurzatmigkeit bei Anstrengung (Belastungsdyspnoe). Begleitend tritt häufig ein trockener Reizhusten auf. Im weiteren Verlauf kann sich die Atemnot auch in Ruhephasen bemerkbar machen.
Die Ursachen sind vielfältig, doch das Rauchen (aktiv und passiv) gilt als Hauptrisikofaktor für viele schwere Lungenerkrankungen wie COPD und Lungenkrebs. Weitere häufige Ursachen sind Infektionen durch Viren oder Bakterien, genetische Veranlagungen (z. B. bei Mukoviszidose oder Alpha-1-Antitrypsin-Mangel), berufsbedingte Schadstoffbelastungen sowie Umweltfaktoren wie Feinstaub. Auch Allergien spielen, insbesondere bei Asthma, eine zentrale Rolle.
Einen Facharzt sollten Sie konsultieren, wenn Husten länger als acht Wochen anhält, Sie unter unerklärlicher Atemnot leiden oder Atemgeräusche wie Pfeifen oder Brummen wahrnehmen. Auch bei Schmerzen im Brustkorb beim Atmen, blutigem Auswurf oder wenn Sie als Raucherin oder Raucher Veränderungen an Ihrer Atmung bemerken, ist eine fachärztliche Untersuchung dringend ratsam.
Über TeleClinic können Sie kurzfristig Termine für eine ärztliche Beratung per Video buchen. Dies eignet sich hervorragend für eine erste Einschätzung von Symptomen, Fragen zu bestehenden Erkrankungen (wie Asthma oder COPD) oder wenn Sie eine Zweitmeinung benötigen. Falls medizinisch vertretbar, können Sie zudem Medikamente oder eine Krankschreibung anfragen. Die Entscheidung über die Ausstellung von Rezepten und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen liegt dabei immer im ärztlichen Ermessen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Häufige Behandlungen

Arztgespräch, Rezept und Krankschreibung in wenigen Klicks per App anfragen. Ausstellung erfolgt nach ärztlichem Ermessen per Videosprechstunde.

Willkommen bei TeleClinic

Arztgespräch, Rezept (u.a. Kassenrezept, Privatrezept, Empfehlungsrezept) und Krankschreibung in Minuten per App.

Sie sind Ärztin oder Arzt?
 Zum Login

Sie wohnen in Bayern?