Ihr Ratgeber zur Reisekrankheit

Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet unter Reisekrankheit. Lange Autofahrten, Schiffsreisen oder Flüge können für die Betroffenen zur Qual werden. Wieso der Körper so reagiert und was man am besten dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

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Reisekrankheit-Ratgeber

Kurzfassung

  • Reisekrankheit bezeichnet die unangenehmen Reaktionen des Körpers auf das Mitfahren in Fortbewegungsmitteln.
  • Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen sind gängige Symptome.
  • Senden die Sinnesorgane widersprüchliche Signale an das Gehirn, so reagiert der Körper mit der typischen Symptomatik, die jedoch nach Ende der jeweiligen Fahrt auch wieder verschwindet.
  • Einfache Hausmittel, wie Kaugummi kauen, Ingwer oder auch Entspannungsübungen können Abhilfe verschaffen. Ist das nicht genug gibt es mittlerweile eine Bandbreite an Tabletten, – Antihistaminika – die man einnehmen kann.
  • Betroffene sollten während der jeweiligen Fahrt nicht lesen, histaminhaltige Lebensmittel meiden oder an speziellen Trainings teilnehmen, um den Körper an bestimmte Abläufe zu gewöhnen.

Was ist die Reisekrankheit?

Als Reisekrankheit – auch Kinetose genannt – bezeichnet man die Reaktionen des Körpers auf die bei der Fortbewegung mit Verkehrsmitteln auftretenden Bewegungen.
Typische Symptome sind: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, kalter Schweiß, Erbrechen, Müdigkeit
Die Symptome verschwinden sobald der Körper den widersprüchlichen Bewegungen nicht mehr ausgesetzt  ist.

Was passiert im Körper?

Senden die Sinnesorgane widersprüchliche Informationen zur räumlichen Lage und Bewegung des Körpers an das Gehirn, kommt es zu den typischen Symptomen. Sehen Betroffene in ihrer Kabine zum Beispiel einen starren Raum und fühlen aber die Bewegungen der Wellen unter ihnen, passt das nicht zusammen. 

Die Symptome können ebenfalls bei Virtual-Reality-Systemen, Flugsimulatoren und Computerspielen auftreten.

Was hilft bei Reisekrankheit?

Um die Symptome zu lindern, kann man auf einfache Hausmittel zurückgreifen:

  • Kaugummis,
  • Leichte Snacks, wie Zwieback,
  • Kein fettiges Essen oder Alkohol,
  • Nicht lesen,
  • Entspannungsübungen,
  • Den Horizont fixieren,
  • Ingwer,
  • Hochdosiertes Vitamin C,
  • Spezielle Brillen,
  • Angenehme Musik und Gerüche, 

Sind die Symptome sehr stark oder reichen die einfachen Hausmittel nicht mehr aus, kann man auch zu Tabletten greifen. Die sogenannten Antihistaminika und Anticholinergika blockieren die Rezeptoren, die für die Übelkeit zuständig sein. Antihistaminika haben jedoch eine einschläfernde Wirkung. Das Bedienen von Fahrzeugen ist dann untersagt.

Prävention

Um Reisekrankheit zu umgehen oder zumindest zu lindern, gibt es verschiedene Ansätze:

  • Stark histaminhaltige Nahrungsmittel, wie Thunfisch, Emmentaler, Salami, Sauerkraut und Rotwein meiden,
  • Reaktives Bewegungs- und Körperlagetraining anwenden,
  • Aktive Ausgleichsbewegungen trainieren,
  • Habituationstraining beginnen.

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/201454/See-und-Reisekrankheit
  • https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/rund-jeder-dritte-leitet-unter-reiseuebelkeit-13373110