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Nur 5% der Betroffenen suchen ärztliche Hilfe auf. Dabei kann Schlafapnoe mit ernsthaften Begleit- und Folgeerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenerkrankungen einhergehen. Informationen rund ums Thema finden Sie hier.

Schnarchen-Ratgeber

Kurzfassung:

  • Schnarchen hat unterschiedliche Ursachen. Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum oder eine verkrümmte Nasenscheidewand sind meist die häufigsten Auslöser von Schlafapnoe.
  • Dauerhaftes Schnarchen zieht Herz-Kreislauferkrankungen oder auch Lungenerkrankungen mit sich und stört zudem oft den Schlaf des Partners.
  • Je nach Ursache gibt es verschiedene Therapieansätze. Bei leichtem Schnarchen hilft oft auch eine Protrusionsschiene. Übergewicht zu reduzieren oder auch den Alkohol- und Nikotinkonsum zu senken, verschafft meist Abhilfe.

Warum schnarchen wir?

Am häufigsten kommt es zu Schnarchen, weil die Zungenmuskulatur im Schlaf schlaff wird und in den hinteren Rachenraum zurückfällt. Dabei werden die Atemwege teilweise verschlossen und es entstehen verwirbelte Luftströme. Die damit einhergehende Mundatmung erzeugt ein Flattern des Gaumensegels. Dadurch kommt es zu weiteren Verwirbelungen der Luftströme.

Das nächtliche Schnarchen kann zum Beispiel auch durch eine Allergie oder Übergewicht ausgelöst werden, aber auch durch weitere Faktoren:

Atmen wir durch die Nase, passt diese Temperatur und Feuchtigkeit der eingeatmeten Luft an unseren Körper an. Die Nasenschleimhaut fungiert hier wie ein Filter, der die Luft reinigt, befeuchtet und temperiert. Diese wichtigen Funktionen entfallen, wenn wir wie beim Schnarchen durch den Mund atmen. Bei einem Arztbesuch aufgrund von Schnarchen, sollte daher immer abgeklärt werden, ob die Ursache nicht im Bereich der Nase zu finden ist. 

Schnarchgeräusche können auch aufgrund einer bestimmten Körperposition während des Schlafens entstehen. In der Rückenlage zum Beispiel kann die Zunge leichter zurückfallen als in anderen Positionen. 

Eine Gewebeschwäche kann ebenfalls die Ursache für Schnarchen sein. Weiches Gewebe wird in Schwingung versetzt, wodurch wiederum Geräusche erzeugt werden.

Nikotin und Alkohol verstärken Schnarchen.

Wieso ist Schnarchen gefährlich?

Schnarchen beeinträchtigt nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern gegebenenfalls auch die des Partners. 74% der Frauen und 61% der Männer geben an, dass ihr Partner schnarcht. Häufig wird dadurch der Schlaf des Partners gestört.

Rhochopathie geht zudem oft mit Begleit- und Folgeerkrankungen einher, wie zum Beispiel:

Schlaganfälle, Diabetes und Depressionen können ebenfalls mit Rhonchopathie im Zusammenhang stehen.

Was hilft bei Schnarchen?

Je nach Ursache, kommen verschiedene Behandlungsansätze in Frage. Einige Möglichkeiten wären:

  • Eine seitliche Schlafposition oder eine Bauchlage einnehmen damit die Atemwege frei sind
  • Das Gewebe im Mund- und Rachenraum trainieren, um die Entstehung von Schwingungen und unangenehmen Geräuschen zu verhindern
  • Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung erlernen
  • Das Körpergewicht reduzieren
  • Nasentropfen nehmen, um gegebenenfalls stark verdickten Nasenschleimhäuten entgegenzuwirken
  • Eine Operation – Nasenscheidewand, Tonsillektomie, Gaumenresektion,
  • Antiallergische Nasentropfen, falls eine Allergie vorliegt
  • Eine Protrusionsschiene tragen
  • Alkohol- und Nikotinkonsum reduzieren
Eine Protrusionsschiene hält den Unterkiefer durch eine Kunststoffspange während dem Schlaf vorne. Dadurch bleiben die Atemwege frei und der Betroffene schnarcht nicht mehr.

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99472/Nur-wenige-Schnarcher-denken-an-aerztliche-Hilfe
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/192809/Randnotiz-Schnarchen-macht-krank
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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