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Ratgeber zu Doxycyclin

Breitbandantibiotikum für zahlreiche Anwendungsfälle

Doxycyclin zählt zu den weit verbreiteten Breitbandantibiotika, die gegen zahlreiche Bakterienstämme wirken. Hier erfahren Sie, in welchen Fällen das Medikament eingesetzt wird, wie lange die Behandlung dauert und welche Wirkungen und Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Kurzfassung

  • Doxycyclin wirkt gegen zahlreiche bakterielle Infektionen.
  • Die Dosierung kann von 50 bis zu 200 mg reichen – je nach Art und Schweregrad der Krankheit.
  • Die Anwendung dauert zwischen fünf und 21 Tagen.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von unter anderem Milchprodukten kann die Wirkung von Doxycyclin abgeschwächt werden.

Was ist Doxycyclin?

Doxycyclin gehört zu den Breitbandantibiotika. Das bedeutet, dass es gegen viele verschiedene Keime wirkt. Als Tretazyklin hemmt Doxycyclin die Proteinsynthese von Bakterien und somit deren Wachstum.

In welchen Fällen wird Doxycyclin angewandt?

Als Breitbandantibiotikum lässt sich Doxycyclin in zahlreichen Anwendungsfällen einsetzen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
  • Infektionen der Harnwege
  • Infektionen der Geschlechtsorgane
  • Magen-Darm-Infektionen
  • Durch Borrelien (Zeckenbisse) ausgelöste Erkrankungen

Der Arzt verschreibt Doxycyclin insbesondere bei Mittelohr- und Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Harnröhren- und Prostata-Entzündungen sowie bei Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane.

Doxycyclin gilt als eines der wirksamsten Mittel gegen Chlamydien und weist eine Heilungsquote von nahezu 100 Prozent auf. Chlamydien zählen zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und können unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen. Eine Therapie mit Doxycyclin bekämpft die Infektion rasch und wirksam.

Wann sollte Doxycyclin nicht angewandt werden?

Bei Funktionsstörungen der Leber sollte Doxycyclin nicht verabreicht werden. Kinder unter acht Jahren, Schwangere, Frauen in der Stillzeit und von der Muskelschwäche Myasthenia gravis Betroffene sollten ebenfalls auf alternative Behandlungsformen zurückgreifen. Der Wirkstoff kann in die Plazenta und in die Muttermilch übergehen und beim Kind zu Leberschäden sowie Schäden an Zähnen und Knochen führen.

Tetrazykline können zudem die Wirkung empfängnisverhütender Mittel (Antibabypille) verringern. Verhüten Sie mit der Pille, sollten Sie während der Einnahmedauer von Doxycyclin zu zusätzlichen Verhütungsmitteln greifen.

Nehmen Sie gleichzeitig Eisen-, Magnesium- oder Calcium-Präparate sowie Milchprodukte zu sich, kann sich die Wirkung ebenfalls reduzieren. Zwischen den jeweiligen Einnahmen sollten daher mindestens zwei bis drei Stunden liegen.

Als Alternativen zu Doxycyclin kommen andere Tetrazykline wie Minocyclin oder Tigecyclin infrage. Für die Behandlung von Chlamydien steht auch Azithromycin zur Verfügung.

In welcher Dosierung wird Doxycyclin verabreicht?

Doxycyclin wird in der Regel oral in Tablettenform oder als Weich- beziehungsweise Hartkapsel eingenommen, in selteneren Fällen auch intravenös. Folgende Dosierungen sind verfügbar:

Tabletten/Kapsel-Form

40 mg

50 mg

100 mg

200 mg

Injektion

50 mg / 5 ml

100 mg / 10 ml

Die genaue Dosierung ist vom Alter sowie vom Körpergewicht des Patienten abhängig. In der Regel und wenn es von ihrem Arzt nicht anders angeordnet wurde, nehmen Erwachsene mit einem Körpergewicht zwischen 50 und 70 Kilogramm am ersten Behandlungstag 200 mg Doxycyclin ein, anschließend täglich 100 mg. Patienten mit einem höheren Körpergewicht bleiben bei einer Dosis von 200 mg täglich. Auch schwere Krankheitsverläufe machen häufig die hohe Dosierung notwendig.

Kinder ab acht Jahren und mit einem Körpergewicht von mehr als 50 Kilogramm nehmen pro Kilogramm Gewicht 4 mg am ersten Behandlungstag, anschließend 2 mg je Kilogramm.

Wie lange dauert die Behandlung mit Doxycyclin?

Je nach Art und Schwere der Krankheit kann die Behandlungsdauer unterschiedlich lang sein. In der Regel nehmen Sie Doxycyclin zwischen fünf und 21 Tage ein. Richten Sie sich unbedingt nach den Einnahmehinweisen Ihres Arztes. Setzen Sie Doxycyclin vorzeitig ab, kann es zu weiterem Bakterienwachstum kommen. Auch wenn Sie bereits nach einigen Tagen eine Linderung der Symptome bemerken, nehmen Sie das Medikament bitte weiterhin ein.

Welche Nebenwirkungen hat Doxycyclin?

Häufige Nebenwirkungen von Doxycyclin können sein:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Allergische Hautreaktionen
  • Schleimhautentzündungen
  • Entzündungen der Geschlechtsorgane

Gelegentlich treten Schluckbeschwerden, Heiserkeit und Blutgerinnungsstörungen auf.

Nehmen Sie Doxycyclin zu einer Mahlzeit ein, können sich die Nebenwirkungen verringern – vor allem die auf den Magen-Darm-Trakt.

Doxycyclin-Präparate in der Übersicht

Doxycyclin erhalten Sie von unterschiedlichen Herstellern. Hier finden Sie eine Übersicht über die gängigsten Präparate.

Präparat Hersteller

Ambroxol comp.-ratiopharm

Ratiopharm

Doxy-CT 100 mg / 200 mg

AbZ-Pharma

Doxy-M-ratiopharm 100 mg / 200 mg

Ratiopharm

Doxycyclin 100 / 200 mg

1 A Pharma

Doxyderma 50 mg / 100 mg

Dermapharm

DoxyHEXAL 200 mg / 5 ml Injektionslösung

Hexal

Ligosan Slow Release 14 %, Gel zur periodontalen Anwendung

Kulzer

Doxycyclin ohne Rezept – warum ist das nicht möglich?

Doxycyclin wird für eine Reihe von Anwendungsfällen verschrieben. Wann das Antibiotikum indiziert ist, kann nur der Arzt entscheiden. Auch die Dauer der Anwendung und die Dosierung sind je nach Art und Schwere der Infektion sehr unterschiedlich. Sie erhalten Doxycyclin daher nicht rezeptfrei – Angebote, die Doxycyclin online ohne Rezept anbieten, sind unseriös und in Deutschland nicht erlaubt. Mit einem Online-Rezept können Sie das Antibiotikum jedoch diskret und unkompliziert erhalten.

Fragen und Antworten

Was darf man bei Antibiotika nicht essen und trinken?

Milch und Milchprodukte hemmen die Wirkung des Antibiotikums. Sie sollten auf den Genuss von Milch, Sahne, Butter, Quark oder Joghurt daher mindestens zwei Stunden nach der Einnahme verzichten.

Warum darf man bei Antibiotika keinen Alkohol trinken?

Vor allem für Patienten mit chronischen Leber- oder Nierenschäden kann die gleichzeitige Einnahme von Doxycyclin und Alkohol lebensbedrohlich sein. Bei nicht vorgeschädigten Patienten kann Alkohol den Heilungsprozess verzögern. Dies ist der Fall, weil sowohl Antibiotika als auch Alkohol über die Leber abgebaut werden.

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/66461/Rosazeatherapie-Mit-Doxycyclin-gegen-Inflammation
  • https://www.ratiopharm.de/produkte/praeparate-details/praeparate/praeparatedaten/detail/pzn-4314646.html
  • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Doxycyclin_30