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Patienten lieben TeleClinic

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16.04.2023
Man muss nicht das Bett verlassen wenn es einem sowieso schon schlecht geht und steckt auf dem Weg zum Arzt sowie im Wartezimmer niemanden an. Finde ich super!
Branko
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18.04.2023
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17.04.2023
Durch den digitalen Arztbesuch ermöglicht TeleClinic es einem, sich im Krankheitsfall auf die Erholung im eigenen Bett zu konzentrieren und nicht im Wartezimmer sitzen zu müssen.
Hanna
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17.04.2023
Dass die Krankmeldung direkt in der App vorhanden ist, ist besonders praktisch. Auch, dass das Rezept an eine Apotheke der Wahl geschickt werden kann ist eine Erleichterung.

Die abgebildeten Rezensionen wurden vor Veröffentlichung auf Ihre Echtheit durch die TeleClinic geprüft und stammen ausschließlich von Personen, die eine Behandlung über die TeleClinic-Plattform in Anspruch genommen haben. Die Bewertungen wurden im Rahmen einer Nutzerbefragung eingeholt und wurden basierend auf ihrer Aktualität zum Zeitpunkt der Auswertung ausgewählt.

Ratgeber zu L-Thyroxin

Schilddrüsenhormon als Medikament gegen Unterfunktion, Vergrößerung oder nach Entfernung der Schilddrüse

Kaum ein Organ im menschlichen Körper wird häufiger therapiert oder operiert als die Schilddrüse. Weil: Das schmetterlingsförmige Organ im Hals produziert lebensnotwendige Stoffwechselhormone. Eines heißt L-Thyroxin. Als Medikament wird es auf das Atom genau wie das menschliche Hormon nachgebaut – und verordnet, wenn im Rahmen einer Unterfunktion, einer Vergrößerung oder nach der (Teil-)Entfernung der Schilddrüse eine Behandlung begonnen wird.

Kurzfassung

  • Das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin – auch: Levothyroxin, Thyroxin, freies T4 – ist für die optimale Funktion der Schilddrüse unverzichtbar.
  • Eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) ist durch die geringere oder ganz fehlende Produktion von Schilddrüsenhormonen gekennzeichnet.
  • In der Folge wird der Stoffwechsel träge.
  • Wenn Patientinnen und Patienten unter Müdigkeit, nachlassender mentaler Leistungsfähigkeit, Frösteln, Gewichtszunahme, Darmträgheit, Antriebslosigkeit oder depressiver Verstimmung leiden, sollte die Schilddrüse auf eine mögliche Unterfunktion untersucht werden.
  • Mit zunehmendem Alter sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
  • Früh erkannt, sind Schilddrüsenerkrankungen gut behandelbar, bei einer Unterfunktion, einer Vergrößerung oder nach der (Teil-)Entfernung der Schilddrüse kommt naturidentisches L-Thyroxin als Medikament zum Einsatz.
  • Die Suche nach der individuellen Dosis ist zeitaufwendig, nicht einfach und dauert nicht selten Wochen bis Monate.
  • Das einmal verordnete Präparat sollte nicht ohne Grund gewechselt werden und stets zur gleichen Tageszeit – morgens oder abends – eingenommen werden.

Steckbrief Schilddrüse

Klein, schmetterlingsförmig, beiderseits der Luftröhre gelegen: Ohne die Schilddrüse geht so gut wie gar nichts; sie beeinflusst zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper, ihre Hauptfunktion ist die Regelung des Energiestoffwechsels. Dies geschieht über die Bildung von Schilddrüsenhormonen, vor allem von Triiodthyronin (freies T3) und L-Thyroxin, auch: Levothyroxin, Thyroxin, freies T4 gennant. Die Schilddrüsenhormone enthalten das Element Jod.

Reguliert wird das Organ unterhalb des Kehlkopfs über die Hirnanhangdrüse. Deren Steuerhormon, das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) regt die Jodaufnahme und Hormonproduktion in der Schilddrüse an. Dazu ist es allerdings wichtig, das Jod in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt wird.

Eine normale gute Schilddrüsenfunktion (Euthyreose) ist für die Energiebilanz des Gesamtorganismus lebensnotwendig.

Schilddrüsenhormone werden von jeder Zelle im Körper benötigt und beeinflussen das/den/die

  • Herz-Kreislaufsystem
  • Magen-Darmtrakt
  • Stoffwechsel
  • Psyche und Hirntätigkeit
  • Augen
  • Haare
  • Haut
  • Sexualität
  • Zyklus
  • Knochenstoffwechsel
  • Nervensystem
  • Muskulatur

Folglich ist die Funktion der Schilddrüsenhormone maßgeblich beteiligt an

  • Vitalität
  • Leistungsfähigkeit
  • Ausgeglichenheit
  • Aussehen (Gewicht, Haut, Haare)
  • Libido

und bei Frauen am Hormonzyklus. Entsprechend wichtig ist ihre Rolle für Kinderwunsch und Schwangerschaft.

Meist übersehen: Untypische Beschwerden

Erkrankungen der Schilddrüse können zu Störungen der Hormonproduktion in Form einer Über- oder Unterfunktion führen. Und doch wird eine Fehlfunktion bei gesundheitlichen Beschwerden oftmals zunächst nicht in Betracht gezogen und gerade in der Initialphase leicht übersehen, da verschiedene Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Symptomen nicht wirklich repräsentativ für eine Schilddrüsenerkrankung sind.

Folge: Etwa jeder dritte Erwachsene hierzulande entwickelt im Lauf seines Lebens eine Über- oder Unterfunktion – eine Hyperthyreose oder Hypothyreose –, mit zunehmendem Alter sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Die unterschiedlichen Ursachen für Schilddrüsenerkrankungen reichen von Jodmangel oder einer genetischen Veranlagung bis zu Schwangerschafts- oder stressbedingten Störungen im Immunsystem.

Am häufigsten werden Vergrößerungen und knotige Veränderungen des Organs diagnostiziert, dicht gefolgt von Unterfunktionen wie die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, die auch Autoimmunthyreoiditis oder kurz Hashimoto heißt. Es handelt sich um die häufigste Autoimmunerkrankung der Frau.

Kaum ein Organ im menschlichen Körper wird öfter therapiert oder operiert als die Schilddrüse. Entsprechende Medikamente liegen in Deutschland im Spitzenbereich der Verordnungen, in den USA auf Platz eins.

Unterfunktion der Schilddrüse

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) werden nicht genug oder gar keine körpereigenen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und L-Thyroxin gebildet. Gleichzeitig ist der TSH-Wert erhöht, der Wert des Steuerhormons im Gehirn.

Die Beschwerden sind mannigfaltig:

  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Atemnot
  • Gefühl eines unregelmäßigen Herzschlags (Palpitationen)
  • Verstopfung
  • Haarausfall
  • trockene Haut
  • Schwindel
  • psychische Symptome wie Konzentrationsschwäche, Einschränkung der Hirnleistung, Stimmungsschwankungen

Es gibt keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen, allerdings leiden viele Frauen an genau solchen Beschwerden, ohne tatsächlich an der Schilddrüse erkrankt zu sein. Hierfür werden andere ursächliche Faktoren diskutiert:

  • Chronischer Stress durch Mehrfachbelastung in Familie und Beruf
  • Vitamin- und/oder Spurenelementemangel
  • Psychiatrische Erkrankungen wie Depression
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Zuviel Zigaretten und/oder Alkohol
  • Andere Erkrankungen

Bei jüngeren Patientinnen und Patienten treten gleichzeitig eher mehrere Symptome auf, während Ältere häufig nur ein Symptom entwickeln. Je mehr Schilddrüsenhormone dem Körper fehlen, je stärker ausgeprägt sind die Symptome.

Schilddrüsendiagnostik

Bei anhaltenden Beschwerden sollten Betroffene eine Erkrankung der Schilddrüse in Betracht ziehen und das abklären lassen.

Der erste Ansprechpartner ist in aller Regel der Hausarzt, er führt nach einem ausführlichen Gespräch die Basisuntersuchungen durch. Das Fachgebiet, das sich mit hormonellen Vorgängen und damit zusammenhängenden Erkrankungen befasst, ist die Endokrinologie. Für spezielle Untersuchungen sind Nuklearmediziner zuständig.

Je nach Art der Erkrankung erfolgt die Diagnostik:

  • Basisdiagnostik: Ultraschall der Schilddrüse und eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Schilddrüsenhormonspiegels und gegebenenfalls weiterer Werte.
  • Labor: Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut, des TSH-Werts bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung, der Schilddrüsenantikörper, bei Knotennachweis gegebenenfalls des Schilddrüsenhormons Calcitonin. Es reguliert den Kalzium-Spiegel im Blut und wird gemessen, um ein Karzinom auszuschließen.
  • Szintigrafie: Wird von Nuklearmedizinern primär bei Schilddrüsenknoten und gegebenenfalls bei ausgewählten Fragen zur Autoimmunerkrankung Hashimoto durchgeführt. Hierfür wird eine leicht radioaktive Substanz in eine Armvene gespritzt, die binnen 15 bis 20 Minuten von den Schilddrüsenzellen aufgenommen wird. Dadurch sichtbare Veränderungen werden von einer Kamera erfasst. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Röntgenaufnahme. Das radioaktive Kontrastmittel scheidet der Körper nach wenigen Stunden über Urin und Stuhl wieder aus.

L-Thyroxin als Medikament

Die Therapie soll das fehlende körpereigende Hormon ersetzen, sie ist eine Hormonersatztherapie.

Im Sinne einer ganzheitlichen Medizin werden idealerweise die Lebensumstände der Patienten berücksichtigt, einschließlich der Ernährungs-, Bewegungsgewohnheiten und Stressoren. Insgesamt bedarf es eines geschulten und aufmerksamen medizinischen Blicks, um individuell zu behandeln und nicht überzutherapieren.

Synthetisches L-Thyroxin gleicht dem körpereigenen T4 haargenau, es ist somit quasi ein bioidentisches Hormon. Alternativ gibt es Trockenextrakte aus Schweineschilddrüsen mit allen natürlichen Bestandteilen der Schilddrüse (Natural Desiccated Thyroid, NDT). Damit lässt sich der Mangel an körpereigenem T4 ausgleichen unter anderem bei

  • einer Unterfunktion der Schilddrüse
  • Vergrößerung der Schilddrüse in Form von Knoten oder eines Jodmangelkropfs (Struma)
  • einer operativen Entfernung oder Teilentfernung der Schilddrüse
  • einer krebsbedingten Radiojodtherapie

Im Körper wird T4 zu Trijodthyrodin (T3) umgebaut. Auch der TSH-Wert wird berücksichtigt. Auf diese Weise wird die Aktivität der Schilddrüse positiv beeinflusst, der Hormonhaushalt neu ausbalanciert und der Stoffwechsel angeregt. Die Beschwerden verbessern sich nach und nach, das kann aber Wochen oder gar Monate dauern.

Da außerdem die Wärmebildung angeregt wird, frieren die Betroffenen nicht mehr so schnell.

L-Thyroxin kann auch zur Vorbeugung eines Kropfs verordnet werden.

Anwendung

L-Thyroxin stehen als Tabletten oder Tropfen zur Verfügung.

Der behandelnde Arzt beurteilt auf Basis der Untersuchungsergebnisse, ob die Gabe von L-Thyroxin überhaupt erforderlich ist. Notwendig ist sie bei einer klinisch manifesten Hypothyreose, bei einer sogenannten subklinischen Hypothyreose – es gibt keine Symptome bei einer leicht unteraktiven Schilddrüse – raten Experten ab.

Die Bestimmung der täglichen individuellen Wohlfühldosis ist zeitaufwendig und nicht einfach. Es gilt verschiedene Parameter zu berücksichtigen, denn eine wesentliche Rolle für die Gesundheit der Schilddrüse und damit für Ihr Wohlbefinden spielen

  • genetische und hormonelle Einflüsse wie die von Östrogenen, Progesteron, Cortisol
  • Alter
  • Körperbau
  • Größe und Funktion innerer Organe
  • Stoffwechsel
  • Energiehaushalt
  • geschlechtsspezifisches (Gesundheits-)Verhalten und -Empfinden
  • Umwelteinflüsse
  • Ernährung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Infektionen
  • Stress
  • Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Medikamenteneinnahmen

L-Thyroxin wird von mehreren Herstellern in unterschiedlichen Dosierungen und mittlerweile auch Zwischendosierungen zur „Feinjustierung” angeboten. Die Behandlung startet mit sehr niedrig dosiertem Schilddrüsenhormon, nach ein paar Wochen wird langsam bis zur optimalen Dosis gesteigert. Auch das kann dauern: Wochen oder gar Monate.

Doch selbst dann bleibt die Dosierung nicht immer gleich. Zum einen verändert sich der Hormonhaushalt des Körpers in verschiedenen Lebensphasen. Zum anderen produziert die Schilddrüse mehrere hormonaktive Stoffe, für die es bisher keine Ersatztherapien gibt.

Die Schilddrüsenwerte sollten deshalb regelmäßig kritisch hinterfragt werden, bei Bedarf passt der Arzt die L-Thyroxin-Dosis neu an – oder schleicht die Therapie langsam aus. Denn das einstige Dogma von der lebenslangen Behandlung ist nicht mehr in Stein gemeißelt. Es kommt auf die Erkrankung an.

Das einmal verordnete Präparat sollten Sie nicht ohne Grund wechseln. Der Wirkstoff L-Thyroxin ist zwar stets identisch, aber verschiedene Zusatzstoffe wirken sich unterschiedlich aus. Im Ergebnis verändern sich die Laborwerte und Ihr Befinden.

Bei der Suche nach der Wohlfühldosis kann ein „Schilddrüsen-Tagebuch” helfen. Zeichnet Sie alle wichtigen Stichworte auf: zum allgemeinen Befinden, zu Stimmung und Verdauung, Appetit und Blutdruck, Gewichtsab- oder -zunahme, Puls und Leistungsfähigkeit.

Morgens oder abends

Sie nehmen täglich eine Tablette, entweder:

  • morgens nach dem Aufstehen, nüchtern mit einem Glas Leitungswasser und im zeitlichen Abstand von mindestes 30 Minuten zum Frühstück und der Einnahme anderer Medikamente
  • abends direkt vor dem Schlafengehen oder mindestens 30 Minuten vor oder mindestens zwei Stunden nach dem Abendessen. Wichtig ist in jedem Fall ein leerer Magen

Achten Sie bitte darauf, beim einmal gewählten Zeitpunkt zu bleiben.

Schwangerschaft und Stillzeit

L-Thyroxin ist der Wirkstoff der Wahl bei einer Unterfunktion der Schilddrüse während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Schilddrüsenfunktion des Ungeborenen wird nicht beeinflusst.

Nebenwirkungen

L-Thyroxin ist im Prinzip gut verträglich, schließlich ersetzt ein naturidentisches Hormon ein natürliches Hormon. A und O ist allerdings die individuell richtige Dosis: aufs Mikrogramm genau nicht zuwenig, nicht zuviel.

Unter- wie Überdosierungen gilt es zu vermeiden und weder eine zu hohe Anfangsdosis zu wählen noch die Dosis zu schnell zu steigern.

Die potenziellen Nebenwirkungen entsprechen den Symptomen einer Unterfunktion (siehe Steckbrief Schilddrüse > Unterfunktion der Schilddrüse) oder Überfunktion der Schilddrüse. Dies sind:

  • Herzklopfen / Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität und innere Unruhe
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Hitzeunverträglichkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Hautausschlag bzw. allergische Reaktionen
  • Muskelschwäche und Zittern
  • Menstruationsstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Gewichtsabnahme bei gesteigertem Appetit

Informieren Sie bitte in jedem Fall Ihren Arzt.

Die Einnahme von L-Thyroxin kann bewirken, dass Sie an Gewicht zunehmen, da es den Appetit anregt. Eine große Rolle spielt daher eine gesunde Ernährung mit adäquater Vitamin- und Spurenelementezufuhr. Bei Behandlungsbeginn sollte ein Screening auf (Jod-)Mangelernährung sowie – bei Bedarf – eine individuelle ernährungsmedizinische Begleitung fester Bestandteil sein.

Bei älteren Frauen erhöht sich das Risiko für eine Osteoporose.

Wechselwirkungen

Die Aufnahme und Verstoffwechselung von L-Thyroxin wird durch verschiedene Medikamente und Nahrungsmittel beeinflusst, meist nur geringfügig und kurzfristig – aber sehr häufig. Mit der Folge, dass das Ersatzhormon schlechter in seine wirksame Form umgewandelt wird und unterwegs zuviel verloren geht. Dies passiert unter anderem bei

  • Aluminiumhaltigen Arzneien zum Neutralisieren der Magensäure (Antazida) gegen Sodbrennen
  • Osteoporose-Medikamenten
  • Anti-Diabetika
  • Blutdrucksenkern
  • Betablockern
  • Arzneimitteln gegen erhöhte Cholesterinwerte
  • Mineralstoffen und Spurenelementen wie Calcium oder Eisen
  • Sportgetränken
  • Nahrungsergänzungsmitteln
  • Mineralwassern
  • Brausetabletten
  • Sojaprodukten
  • Kaffee mit Milch

Blutverdünner wiederum verstärken die Wirkung von L-Thyroxin. Und bei Frauen, die zur Empfängnisverhütung und gegen Wechseljahrbeschwerden Östrogene nehmen, kann der Bedarf an L-Thyroxin erhöht sein.

Fragen und Antworten

Können schon Kinder an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden?

Die meisten Schilddrüsenunterfunktionen entwickeln sich schleichend im Erwachsenenalter. Es gibt jedoch eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion, die ist selten und betrifft eine von 3500 Geburten. Üblicherweise wird die Unterfunktion früh erkannt, da bei allen Neugeborenen bis zum fünften Lebenstag eine Untersuchung des Blutes auf eine Schilddrüsenunterfunktion gesetzlich vorgeschrieben ist.

Quellen

  • https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/schilddruesenunterfunktion/
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103364/Experten-raten-von-Hormonbehandlung-bei-Erwachsenen-mit-leichten-Schilddruesenproblemen-ab
  • https://www.berufsverband-nuklearmedizin.de/fileadmin/user_upload/Pressemappe_BDN-PK_September_2021.pdf
  • https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/thyroxin/
  • https://www.endokrinologie.net/krankheiten-schilddruese-unterfunktion.php
  • https://perspectiv.de/archiv/medikation/l-thyroxin-kann-auch-abends-eingenommen-werden/
  • https://www.ebm-netzwerk.de/de/medien/pdf/ebm-1_18_kvh_journal_l-thyroxin.pdf
  • https://schilddruesen-unterfunktion.de/buch-ratgeber/behandlung-l-thyroxin/welches-praeparat/
  • https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Wechselwirkungen-bei-L-Thyroxin-Substitution-im-Fokus-297230.html
Von Medizinredakteur/in:
Fabian Bohn

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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