Mit e-Rezept einfach & schnell Sertralin erhalten

Sertralin-Ratgeber

Serotoninhemmer für die Stimmungsverbesserung

Sertralin wird als Serotoninhemmer für die Behandlung depressiver Erkrankungen eingesetzt, die auf einem Serotoninmangel beruhen. Das Mittel zählt zu den neueren Antidepressiva, das einen starken Einfluss auf die Serotonin-Rezeptoren hat, auf angrenzende Rezeptoren jedoch nur bei sehr hoher Dosierung.

Kurzfassung

  • Sertralin hemmt die Wiederaufnahme des Neurotransmitter Serotonin.
  • Die Wirkkraft entfaltet sich bis zu drei Wochen nach der Ersteinnahme.
  • Sertralin gehört zu den am häufigsten verschriebenen Antidepressiva.

Wann verschreibt der Arzt Sertralin?

Andauernde Antriebslosigkeit, Ängste und gedrückte Stimmung sind mögliche Symptome einer Depression. Sertralin wirkt stimmungsaufhellend, aktivierend und hilft dabei, Ängste zu vertreiben. Das Mittel wird auch gegen Zwangs- und Panikstörungen, soziale Phobien und posttraumatische Belastungsstörungen eingesetzt.

Worauf beruht die Wirkung von Sertralin?

Sertralin zählt zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI). Diese verhindern, dass der Neurotransmitter Serotonin, auch als Glückshormon bekannt, von den Nervenzellen im Gehirn aufgenommen wird. Folglich bleibt mehr freigesetztes Serotonin aktiv. Der Patient fühlt sich angstfreier, aktiver und glücklicher.

Wie wird Sertralin dosiert?

Die übliche Dosis für die Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen beträgt 50 Milligramm am Tag. In Absprache mit dem Arzt kann sie schrittweise angepasst werden, bis maximal 200 Milligramm täglich.

Wird Sertralin gegen Angst- und Panikstörungen sowie posttraumatischen Belastungsstörungen verschrieben, beginnt die Einnahme mit 25 Milligramm und kann nach einer Woche auf 50 Milligramm gesteigert werden. In den folgenden Einnahmewochen ist eine weitere Dosissteigerung bis auf 200 Milligramm angezeigt.

Von der Ersteinnahme bis zu einer spürbaren Wirkung können mehrere Wochen vergehen.

Sertralin sollte keinesfalls plötzlich abgesetzt werden, da schwere Nebenwirkungen möglich sind. Vielmehr ist das Mittel in Absprache mit dem Arzt langsam herunterzudosieren.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Sertralin gilt als gut verträglich und nebenwirkungsarm. Dies beruht unter anderem darauf, dass der Wirkstoff nur sehr gering mit anderen Rezeptoren in den Nervenzellen interagiert. Dennoch treten möglicherweise unerwünschte Begleiterscheinungen auf:

Sehr häufigÜbelkeit, Mundtrockenheit, Durchfall, Müdigkeit
HäufigHalsschmerzen, Veränderungen des Appetits, Sehstörungen, Herzklopfen, Gelenkschmerz
GelegentlichErkältung, erweiterte Pupillen, Atembeschwerden
SeltenVerfolgungswahn, Suizidgedanken, Diabetes, Herzprobleme

Welche Wechselwirkungen gibt es und wann darf ich Sertralin nicht einnehmen?

Sertralin darf nicht gemeinsam mit Antidepressiva aus der Gruppe der MAO(Monoaminooxidase)-Hemmer sowie Arzneimitteln, die die Thrombozytenfunktion beeinflussen, eingenommen werden.

In einer Studie wurde die Wirkung von Sertralin mit gleichzeitigem Genuss von Grapefruitsaft untersucht. Drei Gläser täglich erhöhten die Konzentration des Mittels um 100 Prozent. Sie sollten daher während der Einnahmedauer auf Grapefruitsaft verzichten.

Fragen und Antworten

Wie bekomme ich ein Sertralin-Online-Rezept?

Sertralin wird nur nach einer eingehenden Anamnese verschrieben. Es ist daher nicht möglich, Sertralin als Online-Rezept in der Erstverschreibung zu erhalten. Sie können allerdings ein Folgerezept ausstellen lassen. Das e-Rezept lässt sich bei einer unserer Partnerapotheken einlösen.

Darf Sertralin in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden?

Schwangere Frauen sollten vor der Einnahme den Arzt konsultieren, der Nutzen und Risiken gegeneinander abwägt. Sertralin kann insbesondere in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen. Der Wirkstoff geht zudem in die Muttermilch über. Stillende Frauen sollten ihn nur nach Ermessen des Arztes einnehmen.

Ist Sertralin für Kinder und Jugendliche geeignet?

Bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 17 Jahren ist Sertralin ausschließlich zur Behandlung von Zwangsstörungen indiziert. Die Dosierung entspricht der für Erwachsene, wobei Kinder von 5 bis 12 mit einer Tagesdosis von 25 Milligramm beginnen, ältere mit 50 Milligramm. Die Dosis kann bis auf 200 Milligramm gesteigert werden.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/5802/Depression-Neue-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer-Geringes-Risiko-von-Interaktionen-bei-Sertralin
  • https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2000/daz-42-2000/uid-7379
  • https://www.ratiopharm.de/produkte/details/praeparate/praeparatedaten/detail/pzn-1054943.html
  • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/46728/Antidepressive-Therapie-bei-Kindern-und-Jugendlichen-Anwendung-und-Stellenwert-der-selektiven-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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