Ihr Ratgeber zu Arztbesuchen

In unserem Arztbesuch-Ratgeber finden Sie hilfreiche Informationen rund um das Thema. Darüber Hinaus haben Sie auch die Möglichkeit sich in wenigen Minuten von einem Facharzt per Video beraten zu lassen.
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Ratgeber zum Arztbesuch

Wie ein Arztbesuch abläuft, was Patienten zur Sprechstunde mitnehmen sollten und was darüber hinaus zu beachten ist.

Die Sprechstunde bietet Patienten die Möglichkeit, ihren Arzt in der Praxis aufzusuchen. Die meisten Ärzte bieten Terminsprechstunden an: Dabei ist es erforderlich, einen Termin mit der Sprechstundenhilfe oder Arzthelferin zu vereinbaren – in der Regel mehrere Tage oder Wochen im Voraus. Da Patient und Mediziner nur eine begrenzte Zeit bleibt, ist es empfehlenswert, sich auf den Praxisbesuch vorzubereiten.

Kurzfassung

  • Der Arztbesuch dient meist dazu, eine etwaige Erkrankung zu diagnostizieren und bei Bedarf eine Behandlung einzuleiten.
  • Die Sprechstundenhilfe befragt den Patienten üblicherweise schon vor dem Termin zu seinem gesundheitlichen Zustand, um den Zeitbedarf einzuschätzen.
  • Zu einer guten Vorbereitung gehört es, alle Fragen an den Arzt aufzuschreiben und Befunde (wie z. B. Röntgenbilder) mitzunehmen.
  • Alternativ zum Praxisbesuch bieten einige (Online-)Ärzte eine Videosprechstunde für ihre Patienten an.

Wie läuft ein Arztbesuch ab?

Der Ablauf richtet sich unter anderem danach, ob es sich um einen Erst- oder Folgetermin in der Praxis handelt. Der Arzt befragt den Patienten ausführlich, um mehr über sein Anliegen zu erfahren und eine Diagnose zu stellen – dies nennt sich in der Fachsprache Anamnese. 

Dabei geht es beispielsweise darum, welche Vorerkrankungen vorliegen, ob bestimmte Krankheiten innerhalb der Familie bestehen und was die Lebensumstände der Person sind. Häufig führen Mediziner eine körperliche Untersuchung durch und messen den Blutdruck. Im Anschluss daran informiert der Arzt seinen Patienten und gibt Behandlungsvorschläge.

Damit stellt das Arztgespräch eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Falls medizinisch erforderlich, verschreibt der Doktor dem Patienten die notwendigen Medikamente oder stellt eine Überweisung an den Facharzt aus. 

Mediziner haben zudem die Aufgabe, Patienten hinsichtlich der Vorbeugung von Erkrankungen aufzuklären und Empfehlungen zu geeigneten Maßnahmen zu geben – wie zum Beispiel eine Beratung rund um die Raucherentwöhnung.

Ob und welche Therapie eingeleitet wird, obliegt schlussendlich dem Patienten in Absprache mit seinem Arzt. Mediziner unterliegen der Aufklärungspflicht. Sie müssen Betroffene daher umfassend über vorliegende Erkrankungen und mögliche Behandlungen informieren.

Wie können sich Patienten auf einen Arztbesuch vorbereiten?

Die Konsultation beim Hausarzt dauert in Deutschland gemäß statistischer Daten durchschnittlich weniger als zehn Minuten. Damit bleibt wenig Zeit für ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich auf den Termin in der Praxis mit diesen Tipps vorzubereiten:

  • Liste mit allen Fragen an den Mediziner anfertigen
  • Unterstützung durch eine Begleitperson organisieren, falls notwendig
  • Symptome genau beobachten und dokumentieren
  • Angehörige, wie etwa die Eltern, zu gesundheitlichen Problemen (möglicherweise erblich bedingten Erkrankungen) befragen
  • Medikamente auflisten – inklusive Nahrungsergänzungsmittel

Was ist zum Arztbesuch mitzubringen?

Allgemeinmediziner und Fachärzte können ihre Patienten besser behandeln, wenn ihnen alle wichtigen Informationen vorliegen. Für das Gespräch ist daher Folgendes mitzubringen:

  • Krankenversichertenkarte (KV-Karte)
  • Impfpass
  • bei einer Überweisung: der Überweisungsschein und ggf. Arztbrief (Epikrise)
  • Informationen zu in Anspruch genommenen Therapien (z. B. Bewegungstherapie beim Physiotherapeuten)
  • Befunde wie Röntgenbilder und Kopie vom Blutbild (Hämogramm)
  • Medikationsplan
  • falls zutreffend weitere Dokumente wie beispielsweise Mutterpass, Allergiepass und Implantatpass

Worauf ist noch zu achten?

In der Sprechstunde geht es oftmals hektisch zu. Patienten sollten daher pünktlich eintreffen und gegebenenfalls Zeit vor dem Arztgespräch für das Ausfüllen von Dokumenten einplanen. Bei Infektionsgefahr ist es notwendig, die Arztpraxis telefonisch oder per E-Mail vorher zu informieren. Wenn eine Person beispielsweise mobil eingeschränkt oder andere spezielle Anforderungen hat, ist es ebenfalls vorteilhaft, die Sprechstundenhilfe zu kontaktieren.

Obwohl Arztpraxen Termine vergeben, stellt dies häufig nur eine ungefähre Zeitangabe dar. Wartezeiten sind in den meisten Praxen die Regel und es kann zudem durch Notfälle zu Verzögerungen kommen.

Wie oft ist ein Arztbesuch erforderlich?

Für den Behandlungserfolg vieler Erkrankungen ist es erforderlich, diese frühzeitig zu erkennen. Die Früherkennung spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung bestimmter Beschwerden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, regelmäßig einen ärztlichen Check-up vornehmen zu lassen. 

Die Krankenkassen bezahlen die Gesundheitsuntersuchung beim Hausarzt – der Umfang der Leistungen hängt dabei vom Alter des Patienten ab. Bei akuten Beschwerden sind sich Betroffene manchmal unsicher, ob ein Arzttermin erforderlich ist. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, bei der Praxis anzurufen und nachzufragen.

Fragen & Antworten

Was kostet der Termin beim Arzt?

Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen übernehmen die meisten medizinisch notwendigen Behandlungen. Auf Kassenpatienten kommen daher nahezu keine Kosten zu. Privatversicherte bezahlten die Arztrechnung zunächst selbst und wenden sich bezüglich der Kostenrückerstattung an ihren Anbieter. Der Mediziner informiert den Patienten darüber, welche Therapien nicht zu den regulären Kassenleistungen zählen.

Worin unterscheidet sich der örtliche Arztbesuch von einer Behandlung beim Online-Arzt?

Nicht immer ist es für Erkrankte möglich, ihren Arzt während der Sprechzeiten aufzusuchen – beispielsweise, weil sie aus beruflichen Gründen kaum Zeit haben oder sie sich der Ansteckungsgefahr im Wartezimmer während der Grippesaison nicht aussetzen möchten. 

Eine Videosprechstunde eignet sich insbesondere für die Verlaufskontrolle von bereits eingeleiteten Therapien und für Rücksprachen nach einem Erstkontakt. Anbieter wie TeleClinic bieten ihren Kunden verschiedene Leistungen vom Arztgespräch über die Krankschreibung bis hin zum Folgerezept an.

Wie funktioniert der Arztbesuch im Ausland?

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte können Reisende einen Arzt oder das Krankenhaus bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt aufsuchen. Probleme ergeben sich jedoch unter anderem durch Sprachbarrieren und fehlende Kommunikation zwischen dem Mediziner und dem Hausarzt am Wohnort. Bei gesundheitlichen Problemen im Ausland ist eine Fernbehandlung bei den Online-Ärzten der TeleClinic eine gute Alternative.

Quellen

  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/checkup.html
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/216710/Kommunikation-Sensible-Gespraechsfuehrung
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/36142/Arzt-Patient-Beziehung-Entscheidung-ueber-Therapie-muss-gemeinsam-getroffen-werden
  • https://www.patienten-information.de/medien/leichte-sprache/tipps-arztbesuch.pdf
  • https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Notfall-bis-Vorsorge-Wann-zum-Arzt-558355.html
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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