Ihr Ratgeber zu Pillen-Apps

In unserem Pillen-Apps-Ratgeber finden Sie hilfreiche Informationen rund um das Thema. Darüber Hinaus haben Sie auch die Möglichkeit sich in wenigen Minuten von einem Facharzt per Video beraten zu lassen.
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Ratgeber zu Pillen-Apps

Eine Pillen-App für das Smartphone erinnert per Alarm an die Pilleneinnahme und bietet nützliche Funktionen.

Pillen-Apps helfen Anwenderinnen dabei, ihr hormonelles Verhütungsmittel täglich zur gleichen Uhrzeit einzunehmen. Dadurch vermeidet die Smartphone-App Einnahmefehler und nimmt die Sorge vor unzureichendem Schutz. Viele Apps besitzen weitere kostenlose und kostenpflichtige Funktionen: wie beispielsweise den Austausch mit anderen Nutzerinnen in der Community. Damit sorgt die App nicht nur für eine regelmäßige Pilleneinnahme, sondern stellt Frauen viele hilfreiche Informationen rund um den Zyklus und die Verhütung zur Verfügung.

Kurzfassung

  • Eine Pillen-App löst zur gewünschten Uhrzeit eine Benachrichtigung auf dem Smartphone aus und dient damit als Erinnerungshilfe für die Einnahme der Pille.
  • Es stehen verschiedene Apps (wie zum Beispiel PillReminder“) für iOS- sowie Android-Geräte zur Auswahl.
  • Weitere Zusatzfunktionen ermöglichen Anwenderinnen, beispielsweise ihren Zyklusverlauf für das Gespräch mit dem Frauenarzt zu dokumentieren.
  • Die meisten Pillen-Apps sind kostenlos verfügbar (kostenpflichtige Upgrades für einige Zusatzfunktionen erforderlich).

Warum ist eine Pillen-App sinnvoll?

Pillen-Apps sind für Anwenderinnen bestimmt, die ein orales Kontrazeptivum (Arzneimittel zur hormonellen Empfängnisverhütung) einnehmen.

Eine Antibabypille schützt gut vor ungewollter Schwangerschaft. Ein optimaler Verhütungsschutz ist jedoch nur bei korrekter Einnahme gegeben: Der Frauenarzt empfiehlt Anwenderinnen, hormonelle Verhütungsmittel regelmäßig und möglichst zur gleichen Uhrzeit einzunehmen. Diese Empfehlung ist insbesondere für die Minipille zu beachten.

Manche Frauen vergessen es im hektischen Alltag häufiger, ihre Pille rechtzeitig anzuwenden – etwa weil sie im Schichtdienst arbeiten oder beruflich viel reisen. Dadurch ist der Schutz je nach Zyklustag möglicherweise nicht mehr ausreichend.

Die App dient als Gedächtnisstütze und erinnert zur eingestellten Uhrzeit an die Pilleneinnahme. Während der siebentägigen Pillenpause bleibt der Medikamenten-Wecker still.

Wie funktioniert eine Pillen-App?

Die Apps funktionieren denkbar einfach: Zunächst gibt die Nutzerin ihre persönlichen Zyklusdaten und das Pillenpräparat (zum Beispiel 21+7-Tage oder 28+0-Tage) ein. Anschließend wählt sie die gewünschte Uhrzeit für die Alarmfunktion aus.

Welche Pillen-Apps gibt es?

Für Android- und iOS-Geräte stehen mehrere Pillen-Apps zur Auswahl, die sich in ihren Funktionen und den Kosten unterscheiden. Zu den bekanntesten Anwendungen gehören:

  • myPill® Pillen Erinnerung von Bouqt.com Ltd
  • Lady Pill Reminder® von Baviux
  • Pillen Erinnerung/Verhütungs-App von SMSROBOT Ltd
  • Pillenalarm+ der Bayer Group
  • Pillen Erinnerung, Pille Alarm von Sergio Licea

Worauf ist bei Pillen-Apps zu achten?

Vor der Installation auf dem Smartphone lohnt sich ein Pillen-App-Vergleich. Einige Anwenderinnen berichten, dass die App sie nicht zuverlässig an die Pilleneinnahme erinnert – hier bestehen manchmal technische Probleme mit den Einstellungen. Zudem ist nicht jede App kostenlos bzw. es entstehen zusätzliche Kosten beim Benutzen von Zusatzfunktionen. Bei manchen fehlt die hilfreiche Kalenderübersicht, die einen schnellen Überblick zum aktuellen Zyklustag verschafft. Es ist daher hilfreich, sich vor der Installation einen Überblick über die enthaltenen Features und die Bewertungen zu machen.

Welche Zusatzfunktionen sind nützlich?

Verfügbar sind neben der Erinnerungsfunktion folgende Features:

  • Tagebuchfunktion für eigene Notizen (zum Beispiel Regelbeschwerden und Tagesstimmung)
  • Informationen für die weitere Vorgehensweise, wenn die Anwenderin ihre Pilleneinnahme vergessen hat
  • Community für den Austausch mit anderen Frauen
  • Passwortsperre, die Diskretion gewährleistet
  • Erinnerung an die nächste Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt
  • umfangreiches Informationsangebot zu den Themen Pille, Zyklus und Frauenarzt

Eine Pillen-App ersetzt nicht die medizinische Beratung durch einen Frauenarzt. Wenn es durch die Pilleneinnahme zu Beschwerden kommt, empfiehlt sich in jedem Fall der Arztbesuch.

Fragen und Antworten

Was sind die technischen Voraussetzungen?

Um eine Pillen-App zu nutzen, ist entweder ein Smartphone oder ein Tablet nötig. Die meisten Apps sind sowohl für iPhones als auch Android-Smartphones sowie iPads und weitere Geräte konzipiert. Für den Download ist eine Internetverbindung erforderlich.

Was sind die Kosten einer Pillen-App?

Viele der Pillen-Apps sind kostenlos als Download im App Store von Apple und im Google Play Store verfügbar. Häufig bieten die Anwendungen verschiedene In-App-Käufe: Durch ein kostenpflichtiges Upgrade haben Anwenderinnen die Möglichkeit, eine Auswahl an Zusatzfunktionen zu nutzen.

Kann ich die App auch für andere Medikamente nutzen?

Sogenannte Pillen-Apps sind speziell für die Antibabypille ausgelegt. Es gibt viele weitere Apps, die sich allgemein als Erinnerungsfunktion für die Einnahme von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten eignen.

Worin unterscheiden sich Pillen- und Verhütungs-Apps?

Eine Verhütungs-App hilft der Frau dabei, ihren Eisprung sowie die fruchtbaren Tage zu berechnen. Die Anwenderinnen nehmen in der Regel kein hormonelles Verhütungsmittel ein, sondern verlassen sich allein auf ihren Zyklus – dies entspricht dem Prinzip der natürlichen Familienplanung. Für die Berechnung zieht die App verschiedene Daten heran, etwa die tägliche Körpertemperatur und die Beschaffenheit des Zervixschleims.

Quellen

  • https://www.apotheken-umschau.de/Verhuetung/Verhuetung-Die-Pille-52260.html
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115071/Immer-weniger-Frauen-und-Maedchen-verhueten-mit-der-Pille
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/70653/Faktenbox-informiert-ueber-Nutzen-und-Risiken-der-Pille
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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