Ihr Ratgeber zu Telemonitoring

In unserem Telemonitoring-Ratgeber finden Sie hilfreiche Informationen rund um das Thema. Darüber Hinaus haben Sie auch die Möglichkeit sich in wenigen Minuten von einem Facharzt per Video beraten zu lassen.
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Ratgeber zu Telemonitoring

Lesen Sie hier, wie Telemonitoring funktioniert, wie die Untersuchung abläuft und welche Vorteile die Fernüberwachung bietet.

Telemonitoring ermöglicht es Ärzten, ihre Patienten mittels medizinischer Messgeräte im häuslichen Umfeld zu untersuchen. Das Telemetriesystem sendet wichtige Vitaldaten an den Mediziner und ersetzt damit den Patientenbesuch in der Arztpraxis. Vor allem Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen lassen sich dank Fernüberwachung engmaschiger betreuen.

Kurzfassung

  • Telemonitoring nutzt moderne Technologien zur Überwachung und Diagnose von Patienten außerhalb der Arztpraxis.
  • Durch die mobile Technik kann die medizinische Betreuung verschiedener Patientengruppen verbessert werden.
  • Daneben steht eine gesteigerte Lebensqualität im Vordergrund, da Patienten sich in ihrem häuslichen Umfeld aufhalten können.
  • Die Fernüberwachung eignet sich zum Beispiel für Patienten mit Diabetes oder chronischer Herzinsuffizienz.

Wie können Ärzte ihre Patienten via Telemonitoring betreuen?

Beim Telemonitoring sind der Patient und sein behandelnder Arzt räumlich voneinander getrennt. Die Fernuntersuchung soll die Behandlung durch den Arzt nicht vollständig ersetzen. Vielmehr stellt sie eine Ergänzung zum Arztbesuch dar. Der Patient übermittelt seine Vitalparameter elektronisch an das Telemedizinzentrum. Das medizinische Personal kann anhand dieser Daten den Gesundheitszustand überwachen und Diagnosen stellen. Wenn ein lebensbedrohlicher Notfall eintritt, alarmiert das System automatisch den Notdienst.

Was sind die technischen Voraussetzungen?

Das Telemetriesystem ist für die drahtlose Übersendung der Vitaldaten vom Patienten an den Arzt zuständig. Diese Parameter kommen beispielsweise von einem Blutzuckermessgerät oder einem Blutdruckmessgerät. Für die Übertragung sind mehrere Komponenten notwendig:

  • Vitaldatenmessgerät zur Erhebung der Informationen
  • Internetverbindung
  • Übertragungsgerät mit Betriebssoftware
  • Datenserver zur Speicherung und Verteilung der Daten

Eine elektronische Patientenakte enthält vertrauliche Angaben. Aus diesem Grund ist neben medizinischen und technischen Voraussetzungen außerdem auf den Datenschutz zu achten.

Für welche Patienten eignet sich eine Fernuntersuchung?

Für Patienten mit körperlichen Einschränkungen ist es schwieriger, regelmäßig ihren Arzt in der Praxis aufzusuchen. Telemonitoring ermöglicht es ihnen, ihre tägliche Vitaldatenmessung selbst im häuslichen Umfeld vorzunehmen. Die Fernuntersuchung ist nicht nur für mobil eingeschränkte und ältere Personen in Alters- und Pflegeheimen vorteilhaft. Diese Methode eignet sich auch für chronisch kranke Menschen, die in ländlichen Regionen leben und keinen Arzt in erreichbarer Nähe haben.

Die digitale Messung von Vitaldaten deckt ein breites Anwendungsspektrum ab. Zu den möglichen Patienteninformationen gehören:

  • Gewicht
  • Blutgerinnung
  • Blutzucker
  • EKG

Außerdem eignet sich Telemonitoring zur Kontrolle von Patienten mit:

  • Herzschrittmachern
  • Defibrillator
  • Kardialen Resynchronisationssystemen (zum Beispiel bei einer Herzinsuffizienz)

Welche Vorteile bietet das Telemonitoring?

Chronisch kranke, gebrechliche und ältere Menschen fühlen sich meist in häuslicher Umgebung am wohlsten. Sie haben den Wunsch, möglichst lange selbstbestimmt zu leben und trotzdem eine gute medizinische Betreuung zu erhalten.

Telemonitoring bietet sowohl für Patienten als auch Ärzte eine Reihe an Vorzügen:

  • Durch die Fernuntersuchung lässt sich die gesundheitliche Lebenssituation der Patienten optimieren. Für viele Menschen verbessert sich ihre medizinische Betreuung, da sie durch das Telemetriesystem täglich überwacht werden.
  • Telemonitoring kann die Lebensqualität erhöhen, da die Untersuchung keinen Arztbesuch notwendig macht. Statt lange Zeit im Krankenhaus zu verbringen, können die Patienten weiterhin zu Hause bzw. in gewohnter Umgebung im Pflegeheim leben.
  • Die Überwachung lebenswichtiger Körperfunktionen ist von unterwegs aus möglich, wie beispielsweise am Arbeitsplatz oder auf Reisen.
  • Für Patienten mit chronischen Beschwerden wie einer Herzinsuffizienz ergibt sich eine bessere Prognose.
  • Telemonitoring bedeutet für viele Patienten mehr Sicherheit. Die gemessenen Vitaldaten können einen schnellen Eingriff durch den Arzt ermöglichen, noch bevor es zu einer Notfallsituation kommt.
  • Die Reduktion von unnötigen Krankenhausaufenthalten und Arztbesuchen spart Kosten und entlastet damit das Gesundheitssystem. Gleichzeitig lassen sich Patienten trotz geringerer Ausgaben engmaschiger betreuen.

Wie läuft das Telemonitoring ab?

Der Arzt wählt eine geeignete Telemonitoringlösung aus, die alle erforderlichen mobilen Messgeräte umfasst. Damit der Patient seine Vitalparameter richtig erfassen kann, bedarf es zudem einer Einweisung durch medizinisches Personal. Welche Messung zu welchem Zeitpunkt angezeigt ist, legt ein individueller Messplan fest.

Das Endgerät übersendet die gemessenen Daten mittels einer sicheren Internet-Verbindung an die telemedizinische Patientenakte. Der betreuende Arzt begutachtet diese Informationen und nimmt gegebenenfalls Interventionsmaßnahmen vor. Das Telemonitoringsystem hat die technischen Fähigkeiten, auffällige Werte zu erkennen und das ärztliche Personal darauf hinzuweisen. Neben Haus- und Fachärzten können auch Therapeuten und Ernährungsberater in die Betreuung eingebunden sein.

Fragen und Antworten

Was sind typische Einsatzgebiete von Telemonitoring?

Die Fernuntersuchung empfiehlt sich für eine Reihe von Beschwerdebildern. So kommt das Telemonitoring beispielsweise bei Diabetes, Bluthochdruck, Asthma und Herzrhythmusstörungen zum Einsatz.

Wie kann sich der Patient an seinen Arzt wenden?

Telemonitoring wird in der Praxis häufig mit anderen Diensten kombiniert. Dazu gehört die Telemedizin. Mittels Telefongespräch nimmt der Patient Kontakt mit seinem Arzt auf und erhält kompetente Antwort auf seine Fragen. Durch die Fernüberwachung lernt der Betroffene zudem, mit seiner Erkrankung optimal umzugehen. Patienten erkennen, wie wichtig die einzelnen Körperfunktionen sind und welche Daten auf mögliche gesundheitliche Probleme hinweisen. Durch gleichzeitige Rücksprache mit dem Mediziner lässt sich die Behandlung somit optimieren.

Brauche ich für Telemonitoring eine Internetverbindung?

Ja, ohne Internetverbindung können die Daten nicht übermittelt werden. Ein gut funktionierendes Fernuntersuchungssystem beruht auf einem flächendeckenden, schnellen und hochleistungsfähigen Internet.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/36858/Mobile-Health-Telemonitoring-im-Dienste-des-Patienten
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/50409/Telemonitoring-und-Electronic-Homecare-Therapie-im-Wohnzimmer
  • https://www.wzat.de/patienten/ueber-das-wzat/telemonitoring/
  • https://www.hcsg.de/program/?language=de
  • https://flexikon.doccheck.com/de/Telemonitoring
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80628/Langsames-Internet-bremst-Telemedizin-aus
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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