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Bronchitis-Ratgeber

Wenn der Husten tief aus der Brust kommt, kann es sich um eine akute Bronchitis handeln.

Vor allem im Herbst und Winter wird aus einer Erkältung, also einer Virusinfektion der oberen Atemwege, rasch eine akute Bronchitis. Zum viralen Infekt kommt meist eine bakterielle Infektion. Das führt zu verschleimten Atemwegen und quälendem Husten. Die Bronchitis ist lästig bis schmerzhaft, heilt aber in der Regel mit ein wenig Ruhe und der Anwendung von Hausmitteln gut wieder aus. Nur selten entwickelt sich eine ernsthafte Erkrankung.

Kurzfassung

  • Die Bronchitis ist ein meist viraler Infekt der unteren Atemwege.
  • Zu den Symptomen gehören Husten, Schmerzen in der Brust, oft auch Fieber.
  • Eine akute Bronchitis kann mit Hausmitteln behandelt werden.
  • Hält der Husten länger als acht Wochen an, sollten Betroffene nach Abklingen der akuten Phase den Arzt hinzuziehen.

Die Bronchien: Verästelungen der unteren Luftwege

An ihrem unteren Ende teilt sich die Luftröhre und geht in die beiden Bronchien über. Diese transportieren die Atemluft zu und von den Lungenbläschen. Sie sorgen also dafür, dass die mit Sauerstoff versetzte Frischluft nach dem Einatmen an ihren Bestimmungsort gelangt, und befördern die CO2-haltige Luft, die im Austausch von der Lunge abgegeben wird, beim Ausatmen nach draußen.

Die rechte und linke Bronchie teilen sich innerhalb der Lungenflügel weiter auf und bedienen auf diese Weise die Lungenlappen, in diesen dann mit immer feineren Verzweigungen einzelne Segmente der Lungen.

Wie kommt es zu einer akuten Bronchitis?

Eine akute Bronchitis ist meist die Folge einer Virusinfektion – vor allem in den kalten Monaten schlagen Erkältungsviren zu. Was mit einem anfänglichen Kratzen im Hals beginnt, breitet sich weiter aus in die Bronchien. Doch nicht nur die eher harmlosen Adenoviren sorgen für verschleimte Bronchien und Husten. Zu den möglichen Verursachern zählen auch Rhinoviren, echte Grippeviren und das Coronavirus.

Eine bakteriell verursachte Bronchitis ist eher die Ausnahme, sie kann insbesondere immungeschwächte Patienten befallen. Normal hingegen ist die sogenannte bakterielle Superinfektion, die sich auf den ohnehin gereizten Schleimhäuten der Bronchien ausbreitet. „Super“ ist hier kein Qualitätsbegriff, sondern bezieht sich darauf, dass die bakterielle Infektion zur viral verursachten Bronchitis hinzukommt, sie überlagert.

Typische Symptome

Eine Bronchitis kommt selten allein – sie wird oft von Erkältungssymptomen eingeleitet: Schnupfen, Schmerzen in Hals und Kopf. Sind die Bronchien ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, stellen sich weitere Symptome ein:

  • Zu Beginn trockener Reizhusten
  • Fieber als Folge der Ausbreitung der Viren im Körper
  • Wundgefühl im Brustkorb
  • Gliederschmerzen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Husten mit Auswurf, sobald sich nach einigen Tagen Schleim in den Bronchien löst

Da der Husten bei vielen Betroffenen die Nachtruhe stört und die verschleimten Bronchien die Atmung erschweren, ist eine Bronchitis eine zwar meist unkompliziert verlaufende, aber sehr erschöpfende Erkrankung. Daher ist bei einer Bronchitis eine Krankschreibung oft erforderlich. Die akute Phase dauert 10 bis 14 Tage, der Husten kann danach für weitere sechs bis acht Wochen anhalten.

Wann zum Arzt? Komplikationen bei einer akuten Bronchitis

Bisweilen kann sich der Krankheitsverlauf bei einer Bronchitis verkomplizieren, sodass die Schleimhäute der Bronchien stark anschwellen, die Atemwege verengen und die Atmung deutlich behindern. In diesem Fall ist eine Untersuchung durch den Hausarzt und möglicherweise durch den Lungenfacharzt ratsam, denn bei besonders schweren Verläufen kann die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung übergehen.

Symptome einer komplizierten Bronchitis sind

  • Rasselnder oder pfeifender Atem
  • Krampfartige Hustenanfälle
  • Blut im abgehusteten Schleim
  • Atemnot
  • Fieber mit Schüttelfrost und starkem Nachtschweiß

Bronchitis-Diagnose durch den Facharzt

Ist der Gang zum Arzt notwendig, beispielsweise für eine Krankschreibung, dann ist entweder der Hausarzt oder ein HNO- bzw. Lungenfacharzt der richtige Ansprechpartner – abhängig von der Schwere der Symptome. Sofern es sich um eine unkomplizierte akute Bronchitis handelt, klärt der Arzt im Patientengespräch die Symptome und den allgemeinen Gesundheitszustand ab und hört den Brustkorb mit dem Stethoskop ab. In der Regel wird er auch einen Blick in die oberen Atemwege werfen und die Brust abklopfen. Bei schweren Verläufen können bildgebende Verfahren hinzugezogen werden.

Behandlung

Oft sind Hausmittel ausreichend

Eine unkompliziert verlaufende akute Bronchitis muss nicht mit Medikamenten behandelt werden. Insbesondere Antibiotika sind bei dieser Erkrankung zunächst nicht angesagt, denn die Verursacher sind meist Viren. Der Krankheitsverlauf lässt sich durch Medikamente kaum verkürzen. Die beste Therapie ist eine Kombination von möglichst viel Ruhe, der Verzicht auf körperlich anstrengende Tätigkeiten, reichliche Aufnahme von Flüssigkeit und Inhalationen mit einer Kochsalzlösung.

Erkrankte sollten sich nicht in stark geheizten Räumen aufhalten und trockene Luft meiden. Sind die Bronchien verschleimt, sorgt das Trinken dafür, dass sich der Schleim verflüssigt und abgehustet werden kann. Inhalationen haben den gleichen Zweck, auch behutsames Klopfen auf den Brustkorb wirkt schleimlösend. Weitere Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen können durch leichte fiebersenkende und schmerzstillende Mittel gelindert werden.

Hustenlöser, Hustenstiller und weitere „schwere Geschütze“ gegen Bronchitis

Die Effektivität sogenannter Hustenlöser ist nicht hinlänglich bewiesen. Auch zu Hustenstillern sollten Betroffene vor allem dann nicht greifen, wenn der Bronchialschleim abgehustet wird. Die Präparate können bei trockenem Reizhusten für ausreichenden Nachtschlaf sorgen, sollten aber in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Antibiotika verschreibt der behandelnde Arzt, wenn sich zur viralen Bronchitis eine schwer verlaufende bakterielle Infektion gesellt, die möglicherweise zu einer Lungenentzündung führen könnte. Mitunter wird die Wirkung der Antibiotika durch die Gabe von Kortison unterstützt, um den Genesungsprozess zu beschleunigen.

Fragen & Antworten

Wann sollte ich mit einer Bronchitis sofort den Arzt konsultieren?

Patienten mit angegriffenem Immunsystem, Allergiker und Asthmatiker sollten bereits bei den ersten Symptomen den Arzt aufsuchen, um einem schweren Verlauf möglichst vorzubeugen. Dasselbe gilt für Personen mit chronisch obstruktiver Erkrankung der Lungen (COPD).

Wie wird Bronchitis bei Kindern behandelt?

Bei den Kleinsten kann sich ein krampfartiger Husten mit ausgeprägter Atemnot entwickeln. Der Kinderarzt stellt nach der Diagnose der Bronchitis ein Rezept über Sprays oder Inhalationen aus, die die Symptome deutlich lindern und die Heilung beschleunigen.

Was tun, wenn ich als Schwangere eine Bronchitis bekomme?

Die Erkrankung sollte rechtzeitig diagnostiziert und durch den Facharzt mit geeigneten Medikamenten behandelt werden, da starke und anhaltende Hustenanfälle und hohes Fieber das ungeborene Kind gefährden können.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/studieren/archiv/133571/Die-Bronchitis
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/15517/Husten-und-Bronchitis-Thymianoel-wirkt-als-Bronchikum
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/137363/Bronchitis-bei-Kindern
  • https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/bronchitis-akut/krankheitsbild-verlauf/
  • https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/12/04/pneumonie-oder-bronchitis
  • https://www.pharmazeutische-zeitung.de/nach-der-ursache-therapieren/
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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