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Dr. Schmidt-Sibeth
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Häufige Fragen
Was ist Migräne?
Was ist eine stille Migräne?
Was hilft schnell gegen Migräne?
Wann sollte ich mit Migräne zum Arzt?
Wie kann TeleClinic bei Migräne helfen?
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Alle über TeleClinic behandelnden Ärztinnen und Ärzte sind in Deutschland niedergelassen und stehen für höchste Qualität. Sie stehen Ihnen bei allgemeinen und speziellen medizinischen Anfragen stets zur Seite.
Die abgebildeten Rezensionen wurden vor Veröffentlichung auf Ihre Echtheit durch die TeleClinic geprüft und stammen ausschließlich von Personen, die eine Behandlung über die TeleClinic-Plattform in Anspruch genommen haben. Die Bewertungen wurden im Rahmen einer Nutzerbefragung eingeholt und wurden basierend auf ihrer Aktualität zum Zeitpunkt der Auswertung ausgewählt.
Migräne verstehen: Mehr als nur Kopfschmerzen
Das Wichtigste in Kürze
Migräne ist eine weitverbreitete neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige, meist einseitige Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Begleitsymptome wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen (Aura) belasten Betroffene stark. Eine individuelle Therapie mit Medikamenten wie Triptanen sowie ärztliche Betreuung können die Lebensqualität verbessern.
Millionen Menschen in Deutschland kennen diesen Zustand: Ein pochender Schmerz, der den Alltag lahmlegt. Migräne ist dabei weit mehr als „nur“ Kopfschmerzen. Es handelt sich um eine komplexe neurologische Dysfunktion im Gehirn, bei der Botenstoffe und Nervenbahnen aus dem Takt geraten.
Was ist Migräne genau?
Migräne ist eine chronisch wiederkehrende, anfallsartige Funktionsstörung des Gehirns. Sie äußert sich typischerweise durch heftige, pulsierende Kopfschmerzen, die oft halbseitig auftreten und sich bei körperlicher Aktivität verschlimmern. Frauen sind statistisch gesehen häufiger betroffen als Männer. Die genauen Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt, doch genetische Faktoren spielen eine wesentliche Rolle.
Die Phasen einer Migräneattacke und typische Migräne Symptome
Ein Migräneanfall verläuft oft in mehreren Phasen, die nicht jeder Patient vollständig durchläuft. Das Erkennen dieser Phasen kann helfen, rechtzeitig gegenzusteuern.
- Prodromalphase (Vorboten): Stunden bis Tage vor dem Schmerz treten Warnsignale auf. Dazu gehören Heißhunger, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit oder ein steifer Nacken (oft fälschlicherweise der Halswirbelsäule zugeschrieben).
- Auraphase: Bei der Migräne mit Aura erleben Betroffene neurologische Ausfallerscheinungen. Typisch sind Sehstörungen (Flimmern, Blitze, Gesichtsfeldausfälle), Kribbeln in den Gliedmaßen oder Sprachstörungen. Diese Phase dauert meist 20 bis 60 Minuten.
- Kopfschmerzphase: Der eigentliche Schmerz setzt ein. Er ist meist pulsierend, pochend oder hämmernd. Begleitet wird er oft von Übelkeit, Erbrechen sowie extremer Lärm- und Lichtempfindlichkeit.
- Rückbildungsphase: Der Schmerz klingt ab, zurück bleiben oft Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit.
Sonderform: Migräne ohne Kopfschmerzen
Es gibt Fälle, in denen ausschließlich die Aura-Symptome auftreten, ohne dass darauf der typische Kopfschmerz folgt. Mediziner sprechen hier von einer „Migräne sans migraine“ oder einer stillen Migräne. Da die Symptome einem Schlaganfall ähneln können, sollte beim ersten Auftreten immer zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.
Migräne Ursachen und Trigger
Während die biologische Ursache in einer Übererregbarkeit bestimmter Nervenzellen liegt, werden akute Attacken oft durch sogenannte Trigger ausgelöst. Diese sind höchst individuell:
- Stress: Sowohl akuter Stress als auch der Abfall von Stress (Wochenendmigräne).
- Hormonschwankungen: Besonders bei Frauen während der Menstruation.
- Schlafrythmus: Zu viel oder zu wenig Schlaf.
- Ernährung: Alkohol (insb. Rotwein), Koffeinentzug oder unregelmäßige Mahlzeiten.
- Wetterwechsel: Starke Umschwünge in Temperatur oder Luftdruck.
- Sinnesreize: Flackerndes Licht, grelle Sonne oder starke Gerüche.
Ein Mythos hält sich hartnäckig: Probleme mit der Halswirbelsäule sind selten die primäre Ursache einer Migräne, auch wenn Nackenschmerzen oft als Vorbote auftreten. Verspannungen können jedoch Spannungskopfschmerzen auslösen, die wiederum eine Migräneattacke begünstigen können.
Behandlung: Was hilft gegen Migräne?
Die Therapie ruht auf zwei Säulen: der Akutbehandlung und der Vorbeugung (Prophylaxe). Ziel ist es, die Schmerzintensität zu senken und die Häufigkeit der Anfälle zu reduzieren.
Akuttherapie: Migräne Tabletten und Triptane
Bei leichten Attacken helfen oft klassische Schmerzmittel (Analgetika), Acetylsalicylsäure oder Paracetamol, oft in Kombination mit Mitteln gegen Übelkeit. Helfen diese nicht ausreichend, kommen spezifische Migräne Tabletten zum Einsatz:
Triptane bei Migräne: Diese Wirkstoffgruppe greift gezielt in den Serotoninhaushalt ein. Sie verengen die während der Attacke erweiterten Blutgefäße im Gehirn und hemmen die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen. Triptane gibt es als Tabletten, Nasenspray oder Injektionen.
Prophylaxe bei chronischer Migräne
Wenn Betroffene an mehr als 15 Tagen im Monat unter Kopfschmerzen leiden, spricht man von chronischer Migräne. Hier reichen Akutmedikamente nicht aus. Zur Vorbeugung setzen Ärztinnen und Ärzte verschiedene Strategien ein:
- Medikamentöse Prophylaxe: Betablocker, Antiepileptika oder Antidepressiva.
- Botox gegen Migräne: Botulinumtoxin wird an spezifischen Punkten in Kopf- und Nackenmuskulatur gespritzt, um die Schmerzweiterleitung zu hemmen. Dies ist eine zugelassene Therapie bei chronischer Migräne.
- Migräne Spritze (CGRP-Antikörper): Diese neueren Medikamente blockieren gezielt den Botenstoff CGRP, der bei Migräne eine Schlüsselrolle spielt. Sie werden in der Regel einmal monatlich injiziert.
Alternative Ansätze: Piercing gegen Migräne?
In sozialen Medien wird oft das sogenannte Daith-Piercing (im Knorpel der Ohrmuschel) als Wundermittel angepriesen. Die Theorie basiert auf Akupunkturpunkten. Wissenschaftlich belegt ist die Wirksamkeit eines Piercing gegen Migräne jedoch nicht. Ärztinnen und Ärzte raten eher zu validierten Entspannungsverfahren wie der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen.
Wie TeleClinic bei Migräne unterstützen kann
Der Weg in die Arztpraxis ist während einer akuten Migräneattacke für viele Patienten eine Qual. Helles Licht im Wartezimmer und Lärm sind kaum zu ertragen. Hier bietet die Telemedizin eine sinnvolle Ergänzung zur Versorgung vor Ort.
Über die TeleClinic-Plattform können Sie schnell und unkompliziert Kontakt zu qualifizierten Ärztinnen und Ärzten aufnehmen:
- Bequem von zu Hause: Ärztliche Beratung per Video-Sprechstunde in abgedunkelten Räumen.
- Rezepte: Falls medizinisch notwendig, können nach ärztlichem Ermessen Rezepte ausgestellt werden.
- Krankschreibung anfragen: Sollte arbeiten nicht möglich sein, können Sie eine Krankschreibung* anfragen.
Fazit: Wann zum Arzt?
Gelegentliche Kopfschmerzen lassen sich oft mit Hausmitteln behandeln. Bei Verdacht auf Migräne ist eine professionelle Diagnose jedoch wichtig, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf, wenn:
- Die Kopfschmerzen regelmäßig auftreten und den Alltag einschränken.
- Sie mehr als an 10 Tagen im Monat Schmerzmittel benötigen.
- Sich das Schmerzmuster plötzlich ändert oder neurologische Ausfälle (Aura) auftreten.
Quellen/Belege
Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformationen zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärztinnen und Ärzte weiterführend über TeleClinic. Es wird vorab geprüft, ob Ihr Anliegen für eine Videosprechstunde geeignet ist.
- Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026
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