In wenigen Klicks online zur Krankschreibung

  • Krankschreibung in Minuten online anfordern
  • Beratung durch Facharzt per Videogespräch
  • Bequem von Zuhause & unterwegs
Aktuell kostenfrei nutzbar

Um kostenfrei einen Online-Arzt zu sprechen, buchen Sie jetzt zwischen 6:00 und 23:00 Uhr einen Termin und Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten für Ihren Online-Arztbesuch.

Über 1.000 5-Sterne-Bewertungen

So funktioniert’s

1

Wunschtermin wählen

2

Krankschreibung erhalten

Nach Anruf des Arztes via Videocall erhalten Sie Ihre Krankschreibung direkt aufs Handy.

3

Weiterleitung an den Arbeitgeber

In der App können Sie die Krankschreibung per E-Mail an Ihren Arbeitgeber senden.

Deutschlands führende Telemedizin-Plattform

24 Stunden
am Tag

Diskret und vertraulich

Apotheken
vor Ort

Kostenloser Versand

Fachärzte aus Deutschland

Über 100.000 Patienten

So kann TeleClinic helfen

Bei vielen Erkrankungen ist es ratsam im Bett zu bleiben und sich zu Hause zu erholen. Mit einer Online-Krankschreibung erhalten Sie Ihre AU bequem per App. So müssen Sie sich nicht in überfüllte Wartezimmer quälen und laufen nicht Gefahr sich bei anderen Patienten anzustecken.

In einem Online-Gespräch berät Sie ein Arzt darüber hinaus einfach & schnell zu Ihrem Anliegen und unterstützt sie bei Bedarf mit dem richtigen Rezept. Im Anschluss erhalten Sie Ihre Krankschreibung digital per App und können diese an Ihren Arbeitgeber weiterleiten.

Häufige Fragen

Als gesetzlich Versicherter werden die Kosten für den Online-Arztbesuch täglich zwischen 6:00 – 23:00 Uhr von Ihrer Krankenkasse übernommen. Außerhalb dieser Zeiten können Sie jederzeit auf eigene Rechnung einen Arzt sprechen. Eine Kostenübersicht dazu finden Sie hier.

Als Privatversicherter erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Bei Bedarf können Ihnen unsere Ärzte Privatrezepte, sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Diese sind rechtsgültig und werden von Arbeitgebern und Apotheken anerkannt. Bitte beachten Sie, dass eine private AU nicht zur Beantragung von Krankentagegeld gültig ist und Sie bei einem Privatrezept die Kosten für das verschriebene Medikament selbst tragen müssen.

TeleClinic ermöglicht die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mit einer maximalen Dauer von je 7 Tagen.

Im Schnitt können Sie bei uns innerhalb von 2 Stunden einen Arzt sprechen. Je nach Auslastung und Tageszeit kann dieser Wert etwas variieren.

Um die Sicherheit Ihrer Daten bei der Übertragung zu schützen, verwenden wir dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Verschlüsselungsverfahren (z. B. SSL) über https. Des Weiteren sind Ihre Daten durch regelmäßige Backups unserer deutschen Server vor Verlusten geschützt.

Bei diesen Symptomen können wir beispielsweise helfen

Unsere Patienten lieben TeleClinic

Dieter Wagner
Google Bewertung
Read More
Eine tolle Idee. (...) Außerdem: wer sitzt schon gerne lange in einem Wartezimmer herum? Die meisten jedenfalls nicht. Ich finde diesen Service hervorragend!
Juia499
AppStore Bewertung
Read More
Super Hilfe für Mamas! Als Mama ist diese App genial, weil ich super schnell an Kinderärzte rankomme, und dem Arzt bsp Ausschläge oder geschwollenen Füße nach Wespenstiche zeigen kann. (...)
Philipp Kroiss
Play Store Bewertung
Read More
Ich habe mit Teleclinic eine tolle Möglichkeit gefunden mir unkomliziert ein Rezept verschreiben zu lassen. Ich erspare mir lange Wartezeiten bei einem lokalen Arztbesuch. (...)
Marie Wickie
Play Store Bewertung
Read More
Ich finde diese App sehr praktisch. Die Angabe meiner Daten ging sehr unkompliziert und das Ergebnis war top.
Mara Drotziger
Google Bewertung
Read More
Coole Idee. Wird Zeit, dass HealthCare auch mehr digital wird. Ein Schritt in die richtige Richtung.
Nicola Pantelias
Google Bewertung
Read More
Endlich gibt es ein digitales Angebot zum Arztbesuch!! Hier wird der Patient schnell und kundenorientiert bedient und ärztlich gut versorgt. Und das alles ohne Fahrtweg und Ansteckung!! (...)
RandaN1982
AppStore Bewertung
Read More
Sehr innovativ Ich habe heute die App zum ersten Mal genutzt. Ich war positiv überrascht. Die Handhabung ist sehr easy und intuitiv. (...) So geht Arzt 2019!
seiste10
AppStore Bewertung
Read More
Nach einiger Skepsis hatte ich mich doch entschieden, die App auszuprobieren. (..) Ich kann die App nur weiterempfehlen!
Sven Trabusch
Google Bewertung
Read More
Sehr gut! Ich war mit dem gesamten Ablauf sehr zufrieden. Auch die Kommunikation mit TeleClinic (...) Ich war wirklich sehr positiv überrascht. Werde den Service bestimmt wieder nutzen.
IconGeneral_51_PrescriptionCreated with Sketch.

Ratgeber zur Online-Krankschreibung und AU

Über Nacht krank geworden? Was gesetzlich krankenversicherte, festangestellte Arbeitnehmer zur Online-Krankschreibung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wissen sollten.

Kurzfassung

  • Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – kurz AU – bestätigt die Krankschreibung durch einen Arzt und setzt den Zeitraum für den Anspruch auf Krankengeld fest.
  • Die AU besteht aus vier Exemplaren, jeweils eines geht an den Arbeitgeber, die Krankenkasse, den Patienten, der Behandler behält sein Exemplar direkt bei sich in der Praxis.
  • Eine AU kann von Ärzten und Zahnärzten ausgestellt werden.
  • Eine Krankheit wird umgehend dem Arbeitgeber gemeldet.
  • Am dritten Tag der Erkrankung wird eine AU benötigt. Sonderregelungen sind möglich und werden vertraglich festgehalten.
  • Krankengeld wird üblicherweise mit Ende des 42. Tages der Krankmeldung gezahlt, solange diese korrekt erfolgt ist.

Online-Krankschreibung

Seit der Lockerung des Fernbehandlungsverbots 2018 können Sie sich auch online krankschreiben lassen. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden durch Telemedizin-Anbieter wie TeleClinic digital ausgestellt und via eMail verschickt (eAU).

Elektronische AU bei der TeleClinic

Zunächst übermitteln Sie Ihr Anliegen an eine medizinische Assistenz. Diese nimmt alles Nötige auf und vermittelt Sie nach einer ersten Einschätzung an einen zu Ihnen passenden Arzt. Dieser meldet sich zum vereinbarten Termin und nimmt sich Zeit für Sie. Im Anschluss kümmert sich TeleClinic um alle relevanten Dokumente wie die eAU und gegebenenfalls Rezepte und sendet Ihnen diese per eMail zu.

Vorteile des digitalen Arztbesuchs

  • Symptome wie Durchfall, Erbrechen, starker Husten oder Schwindel erschweren den physischen Weg zur Arztpraxis, und ist für die Genesung nicht sonderlich hilfreich.
  • Zeitaufwändige und beschwerliche Wege zum Arzt entfallen.
  • Die Terminvergabe erfolgt schnell.
  • Der telemedizinische Service ist unabhängig von Praxis-Öffnungszeiten 24/7 verfügbar und von überall zu erreichen.

Eine Krankschreibung online erhalten

Über die TeleClinic können Sie eine Krankschreibung bequem von Zuhause aus erhalten. Die Ärztinnen und Ärzte der TeleClinic stellen Ihnen diese nach einem Video-Gespräch aus. Sich telefonisch vom Arzt krankschreiben zu lassen, war nur während der Corona-Pandemie erlaubt, diese Ausnahmeregelung gilt nicht mehr.

Wird die elektronische AU vom Arbeitgeber anerkannt?

Sofern sie alle formalen Vorschriften erfüllt, sollte die eAU problemlos von den Arbeitgebern anerkannt werden.

Kosten für die elektronische AU bei TeleClinic

Als gesetzlich Versicherter werden die Kosten für den Online-Arztbesuch täglich zwischen 6:00 – 23:00 Uhr von Ihrer Krankenkasse übernommen. Außerhalb dieser Zeiten können Sie jederzeit auf eigene Rechnung einen Arzt sprechen. Eine Kostenübersicht dazu finden Sie hier. Als Privatversicherter erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. 

Verlauf und Fristen

Wer erkrankt und nicht arbeiten kann, hat einiges zu beachten:
  • Der Arbeitnehmer ist gesetzlich verpflichtet, am ersten Tag der krankheitsbedingten Abwesenheit den Arbeitgeber darüber zu informieren – am besten telefonisch. Zudem wird dem Arbeitgeber die Dauer der Abwesenheit mitgeteilt. Diese Prognose stellt ein Arzt und verlängert die Krankschreibung gegebenenfalls.
  • Dauert eine Krankheit länger an, legt der Arbeitnehmer am dritten Tag der Abwesenheit eine AU vor; diese stellt ein Arzt nach der Untersuchung aus.
  • Der Arbeitgeber kann bei begründetem Verdacht eine AU schon am ersten oder zweiten Tag der Abwesenheit verlangen. Dies muss im Arbeitsvertrag jedoch festgehalten sein. Die Personalabteilung kann darüber Auskunft geben.
Eine Höchstdauer für die Zeit der Krankschreibung gibt es nicht. Für die ersten sechs Wochen übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung. Ab der siebten Woche zahlt die Krankenkasse 70 Prozent des Gehalts weiter. Das gilt für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für eine Erkrankung. Entwickelt sich in diesem Zeitraum eine weitere neue Erkrankung, beginnen die genannten Fristen von vorn.

Nach einer Krankheit wieder arbeiten

  • Wer genesen ist, kann wieder arbeiten – auch wenn man noch krankgeschrieben ist.
  • Bei ansteckenden Erkrankungen – z. B. Infektionen – sollten die Symptome vollständig abgeklungen sein, bevor wieder gearbeitet wird. Bei Verstoß drohen hohe Geldstrafen, insbesondere in der Gastronomie.

Die Folgebescheinigung

Wer nach Ablauf der ersten AU noch krank ist, sollte rechtzeitig einen Arzt konsultieren und sich eine weitere AU ausstellen lassen.
Beispiel: Sie sind bis einschließlich Dienstag krankgeschrieben und stellen am Dienstag fest, dass Sie noch nicht wieder arbeiten können. Am nächsten Werktag muss dem Arbeitgeber eine sogenannte Folgebescheinigung vorliegen. Zu dem Zweck suchen Sie Ihren Arzt am Dienstag auf und lassen sich eine neue AU ausstellen, die dann für Mittwoch und gegebenenfalls für die folgenden Tage dem Arbeitgeber vorliegt. Eine lückenlose Bescheinigung ist für das Thema Krankengeld wichtig.
Wie schon die erste AU wird auch die Folgebescheinigung nicht nur dem Arbeitgeber geschickt. Jedes der vier Blätter ist an den jeweiligen Empfänger adressiert:
  • Zur Vorlage beim Arbeitgeber – enthält keine Diagnose
  • Zur Vorlage bei der Krankenkasse
  • Ausfertigung für Versicherte – ist verschlüsselt und für den Patienten mit dem  ICD-Diagnoseschlüssel zu lesen
  • Ausfertigung zum Verbleib beim Arzt – enthält die Diagnose

Rückwirkende Krankschreibung

Eine Krankschreibung darf zwei Tage rückwirkend und nur dann ausgestellt werden, wenn für den Arzt klar erkennbar ist, dass der Patient die zwei Tage nicht arbeitsfähig war.
TeleClinic ermöglicht die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mit einer maximalen Dauer von je 7 Tagen.

Gründe für eine Krankschreibung

Die zehn häufigsten Anlässe für eine Krankschreibung sind
  • Psychische Erkrankungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Krankheiten des Verdauungssystems
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Neurologische Erkrankungen
  • Krankheiten des Muskel-Skelettsystems
  • Infektionen
  • Verletzungen und Vergiftungen
  • Krebserkrankungen
  • Erkrankungen der Augen und Ohren
 

Unbezahlte Freistellung

Ein krankes Kind zu Hause ist kein Grund für eine Krankschreibung. Erwerbstätige haben jedoch gesetzlichen Anspruch auf unbezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber und auf Krankengeld, wenn
  • keine andere Person aus dem Haushalt das Kind betreuen kann
  • das Kind unter 12 Jahre ist
  • eine ärztliche Bescheinigung für die Notwendigkeit vorliegt
  • kein Anspruch auf bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber vorliegt
Die Eltern und das Kind müssen bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein. Die TeleClinic stellt keine Krankschreibung für die Eltern kranker Kinder aus.

Der Diagnoseschlüssel ICD-10-GM

Die Diagnose wird auf der Krankschreibung codiert dargestellt: Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM), herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland. Seit 1. Januar 2021 gibt es die ICD-10-GM in der Version 2021. Die ICD-10-GM unterteilt Krankheiten in 22 Hauptkategorien. Die der ersten drei Ziffern des Codes auf dem Attest bestimmen die Hauptkategorie, zum Beispiel:
A00 – B99Bestimmte infektiöse oder parasitäre Erkrankungen
D50 – D90Blutkrankheiten, Krankheiten der blutbildenden Organe, bestimmte Störungen mit Beteiligung des Immunsystems
E00 – E90Hormon-, Ernährungs-, Stoffwechselerkrankungen
F00 – F99Psychische Störungen oder Verhaltensstörungen
G00 – G99Erkrankungen des Nervensystems
H00 – H59Augenerkrankungen
H60 – H95Ohrenerkrankungen
I00 – I99Erkrankungen des Kreislaufsystems
J00 – J99Erkrankung des Atmungssystems
K00 – K93Erkrankungen des Verdauungssystems
L00 – L99Haut- und Unterhauterkrankungen
O00 – O99Schwangerschaft, Geburt
S00 – T98Verletzungen, Vergiftungen
A00 – B99
Bestimmte infektiöse oder parasitäre Erkrankungen
D50 – D90
Blutkrankheiten, Krankheiten der blutbildenden Organe, bestimmte Störungen mit Beteiligung des Immunsystems
E00 – E90
Hormon-, Ernährungs-, Stoffwechselerkrankungen
F00 – F99
Psychische Störungen und Verhaltensstörungen
G00 – G99
Erkrankungen des Nervensystems
H00 – H59
Augenerkrankungen
H60 – H95
Ohrenerkrankungen
I00 – I99
Erkrankungen des Kreislaufsystems
J00 – J99
Erkrankung des Atmungssystems
K00 – K93
Erkrankungen des Verdauungssystems
L00 – L99
Erkrankungen der Haut und Unterhaut
O00 – O99
Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
S00 – T98
Verletzungen und Vergiftungen
Die Website des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation bietet die ganze ICD-10-GM an.

Beschäftigungsart und Krankmeldung

Abhängig von der Beschäftigung variiert der Ablauf der Krankmeldung:
Minijob, Teilzeit, Vollzeit, Werkstudentenjob
  • Unverzügliche, telefonische Krankmeldung beim Arbeitgeber ist Pflicht.
  • AU ist am vierten Tag der Abwesenheit erforderlich.
  • AU kann vom Arbeitgeber aber früher angefordert werden.
  • Anspruch auf Entgeltfortzahlung gilt bis zu sechs Wochen.
Hartz lV
  • AU für das Jobcenter ist erforderlich.
  • Die ärztliche Bescheinigung muss dem Jobcenter am vierten Tag der Krankheit vorliegen.
  • Bestehen Zweifel bezüglich der Arbeitsunfähigkeit, kann das Jobcenter die Krankmeldung ablehnen und eine Untersuchung beim medizinischen Dienst anfordern.
Öffentlicher Dienst
  • Unverzügliche Krankmeldung beim Arbeitgeber ist für Beamte Pflicht.
  • Die ungefähre Dauer der Abwesenheit muss dem Arbeitgeber mitgeteilt werden.
  • AU ist am vierten Tag der Abwesenheit erforderlich.
  • AU kann vom Arbeitgeber aber auch früher angefordert werden.
AU während Wiedereingliederung
    • Da man während der Wiedereingliederung arbeitsunfähig ist, benötigt man keine neue AU.
    • Der Arbeitgeber muss über die erneute Krankheit und den damit verbundenen Ausfall unverzüglich informiert werden.
    • Spätestens ab dem dritten Tag der Krankheit sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Situation abklären zu lassen.
    • Auch die Krankenkasse muss vom Patienten rechtzeitig informiert werden.
Minijob, Teilzeit, Vollzeit, Werkstudentenjob
  • Unverzügliche, telefonische Krankmeldung beim Arbeitgeber ist Pflicht.
  • AU ist am vierten Tag der Abwesenheit erforderlich.
  • Arbeitgeber kann AU früher anforden.
  • Anspruch auf Entgeltfortzahlung gilt bis zu sechs Wochen.
Arbeitslosengeld II
  • AU ist für das Jobcenter erforderlich.
  • Die ärztliche Bescheinigung muss dem Jobcenter am vierten Krankheitstag vorliegen.
  • Bestehen Zweifel bezüglich der Arbeitsunfähigkeit, kann das Jobcenter die Krankmeldung ablehnen und eine Untersuchung beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) anfordern.
Öffentlicher Dienst
  • Unverzügliche Krankmeldung beim Arbeitgeber ist für Beamte Pflicht.
  • Die ungefähre Dauer der Abwesenheit wird dem Arbeitgeber mitgeteilt.
  • AU ist am vierten Tag der Abwesenheit erforderlich.
  • Arbeitgeber kann AU auch früher anfordern.
AU während Wiedereingliederung
  • Da man während der Wiedereingliederung arbeitsunfähig ist, wird keine neue AU benötigt.
  • Der Arbeitgeber wird über die erneute Krankheit und den damit verbundenen Ausfall unverzüglich informiert.
  • Spätestens ab dem dritten Krankheitstag wird ein Arzt aufgesucht, um die Situation abklären zu lassen.
  • Auch die Krankenkasse wird vom Patienten rechtzeitig informiert.

Handlungsrahmen während der Krankschreibung

Wer krankgeschrieben ist, hat keinen Hausarrest. Alles, was die Gesundheit fördert, ist erlaubt. Je nach Erkrankung können dies unterschiedliche Tätigkeiten sein:
  • Sogenannte Versorgungsgänge sind immer gestattet, also Einkäufe, der Gang zur Post, zur Apotheke, zum Arzt.
  • Sport ist bei psychischen Erkrankungen legitim, da gesundheitsfördernd.
  • Kino- oder Restaurantbesuche sind mit gebrochenem Arm oder Bein durchaus in Ordnung.
  • Wer sich vor Ablauf der Krankschreibung gesund und fit fühlt, kann auch wieder arbeiten, solange der Grund keine ansteckende Krankheit ist.
Genesungsfördernde Aktivitäten einschließlich Urlaube sind nicht nur erlaubt, sondern gewünscht. Wenn Sie sich sich vor einem Urlaub krankschreiben lassen, können Sie dennoch reisen, solange es zur Genesung beiträgt. Möglich sind zum Beispiel Ferien im Wellness-Hotel bei Erschöpfungssyndromen, in den Bergen und an der Nordsee bei Erkrankungen der Atemwege, Reisen zur Familie oder zum Partner.

AU in besonderen Situationen

Schwangerschaft

Für werdende Mütter gilt das Mutterschutzgesetz. Darunter fällt unter anderem das Beschäftigungsverbot. Schwangere dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nur mit Einwilligung und bis zum Ablauf von acht Wochen (bei Früh- und Mehrlingsgeburten bis zum Ablauf von zwölf Wochen) nach der Entbindung gar nicht beschäftigt werden. Daher ist es ratsam, den Arbeitgeber zeitig – meist ab dem dritten Monat – über die Umstände zu informieren.

Individuelles Beschäftigungsverbot

Bei starken Schwangerschaftsbeschwerden vor diesen Fristen tritt das individuelle Beschäftigungsverbot in Kraft. Dazu gehören:
  • Risikoschwangerschaften
  • Frühgeburten
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Muttermundschwäche
  • Ausgeprägte Rückenschmerzen
  • Weitere schwangerschaftsbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen
In diesen Fällen kann der Arzt ein Beschäftigungsverbot anordnen, was der Schwangeren ermöglicht, verfrüht in den Mutterschutz zu gehen. Eine zusätzliche Krankschreibung ist nicht nötig. Werden die Bedingungen für ein individuelles Beschäftigungsverbot nicht erfüllt, können sich Schwangere jederzeit krankschreiben lassen. Dauert die Krankheit länger an als sechs Wochen und der reguläre Mutterschutz hat noch nicht begonnen, wird das Gehalt in Form von Krankengeld gezahlt – das sind 70 Prozent des Gehalts.

Probezeit

Für Krankheit innerhalb der Probezeit gilt das übliche Vorgehen:
  • Arbeitgeber schnellstmöglich informieren
  • Attest zum verlangten Zeitpunkt beim Arbeitgeber einreichen und gleichzeitig der Krankenversicherung zukommen lassen. Der Arztbesuch ist notwendig, da dieser die Krankschreibung ausstellt.
Bei unangenehmer Arbeitsatmosphäre oder autoritären Chefs ist es hilfreich, nach der Krankheit das Gespräch zu suchen. Bei längerer Abwesenheit kann es sinnvoll sein, eine verlängerte Probezeit anzubieten. Wer innerhalb der ersten vier Wochen der Probezeit krank wird, hat keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Stattdessen übernimmt die Krankenkasse und zahlt Krankengeld. Voraussetzung ist, dass der Versicherung innerhalb der ersten Woche der Abwesenheit eine Krankmeldung vorliegt.

Urlaub

Werden Sie im Urlaub krank, sollten Sie einen Arzt aufsuchen – egal, ob Sie im Ausland sind oder nicht. Denn wenn der Arbeitgeber eine AU vorliegen hat, können die verfallenen Urlaubstage nachträglich in Anspruch genommen werden. Der Grund: Urlaub soll der Erholung dienen; dies ist bei Krankheit – auch im Urlaub – naturgemäß nicht möglich. Eine Krankschreibung im Ausland verläuft äquivalent zu einer im Heimatland: Der Arbeitgeber muss informiert, ein Arzt aufgesucht, die AU dem Arbeitgeber und der Krankenversicherung vorgelegt werden. Im Ausland besteht die AU häufig nur aus einem Zettel. Ist das der Fall, fertigen Sie am besten Kopien für den Arbeitgeber, die Krankenkasse und sich selbst an.

Kündigung

Wer nach einer fristgerechten Kündigung krank wird, muss den Arbeitgeber umgehend informieren und nach spätestens drei Tagen ein ärztliches Attest vorlegen – bei anderer Vertragsbestimmung gegebenenfalls ab dem ersten oder zweiten Tag. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, auch in einem solchen Fall dem Arbeitnehmer sechs Wochen das Gehalt zu zahlen, außer das Arbeitsverhältnis endet früher. Hat der Arbeitgeber Zweifel an der Krankschreibung, kann er den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) beziehungsweise die private Krankenversicherung kontaktieren und eine neue Untersuchung anfordern. Der Arbeitnehmer muss diese wahrnehmen.
Der krankgeschriebene Arbeitnehmer kann alles tun, was seiner Gesundung dient. Nicht zulässig ist es, schon den neuen Job anzutreten, das widerspricht der eigentlichen Arbeitsunfähigkeit.

Reha

  • AU vor der Reha: Werden Sie vor Maßnahmen zur Rehabilitation krank, informieren Sie den Arbeitgeber und lassen sich ein Attest ausstellen. Der Arbeitgeber ist zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts bis zu sechs Wochen verpflichtet – auch wenn die Reha länger dauert.
  • AU nach der Reha: Werden Sie nach Maßnahmen zur Rehabilitation krank, gilt das übliche Prozedere. Arbeitgeber informieren, Arzt aufsuchen, Attest vorlegen. Der Arbeitgeber ist zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts bis zu sechs Wochen verpflichtet.
Hat die Reha nichts gebracht und Sie werden trotzdem als arbeitsfähig eingestuft, können Sie sich krankschreiben lassen. Allerdings muss der behandelnde Arzt ebenfalls dieser Auffassung sein.

Krankenhaus

Gesetzlich Versicherte, die im Krankenhaus behandelt werden, erhalten auf Anfrage ein ärztliches Attest für den Arbeitgeber. Es gilt für die Dauer des stationären Aufenthalts. Anschließend kann ein Kliniker bis zu maximal sieben Tagen krankschreiben.

Krankmeldung und Finanzen

Grundsätzlich gilt

  • Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt Mitgliedern ein Krankengeld, wenn diese mehr als sechs Wochen wegen derselben Krankheit ausfallen und der Arbeitgeber die Entgeltzahlung eingestellt hat.
  • Anspruch auf Fortzahlung des Gehalts vom Arbeitgeber besteht nach mehr als vier Wochen Betriebszugehörigkeit. Andernfalls übernimmt die GKV.
  • Das Krankengeld beträgt 70 Prozent vom Bruttogehalt, jedoch nicht mehr als 90 Prozent vom Nettogehalt.
  • Für maximal 78 Wochen erhalten gesetzlich Versicherte Krankengeld wegen derselben Krankheit. Nach drei Jahren beginnt diese Frist neu.

Anspruch auf Krankengeld

  • Bei stationärer Behandlung im Krankenhaus, ohne dass der Arbeitgeber Gehalt zahlt.
  • Bei Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen aufgrund derselben Krankheit, ohne dass der Arbeitgeber Gehalt zahlt.
  • Bei Erkrankung innerhalb der ersten vier Wochen in einem neuen Job.
  • Bei Erhalt von Arbeitslosengeld I und Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Wochen.
  • Die AU muss binnen einer Woche nach dem Arztbesuch an die Krankenversicherung geschickt werden. Andernfalls wird kein Krankengeld gezahlt.

Fragen & Antworten

Krankschreibung an freien Tagen und Feiertagen?

Bei der Fristberechnung der Drei-Tage-Regelung gelten Kalendertage, nicht Werk- oder Arbeitstage. Wenn Sie beispielsweise an einem Freitag erkranken, werden Samstag und Sonntag sowie Feiertage bei der Abgabefrist eingerechnet. Würde der Abgabetag der Krankschreibung auf einen Samstag oder Sonntag fallen, reicht eine Abgabe am darauffolgenden Montag, da eine AU dem Arbeitgeber nur an Arbeitstagen vorliegen muss.

Krankschreibung verloren – was nun?

Wenn Sie Ihre Krankschreibung nicht finden, können Sie beim Arzt eine Zweitausfertigung anfordern. Sie können auch eine Kopie anfordern, dann ist der Krankheitsgrund aber auch für den Arbeitgeber sichtbar.

Folgekrankschreibung von einem anderen Arzt?

Wenn Ihr Hausarzt für eine Folgebescheinigung nicht erreichbar ist, können Sie auch zu einem anderen Arzt gehen, der nach der Untersuchung die Folgekrankschreibung ausstellen kann.

Arzt verweigert Krankschreibung?

Ein Arzt kann den Wunsch nach einer Krankschreibung ablehnen, wenn nach seiner Einschätzung keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Schreibt ein Arzt einen Patienten ohne nachvollziehbaren Grund krank, können ihm rechtliche Konsequenzen seitens des Arbeitgebers und der Krankenversicherung des Patienten drohen. Es steht jedoch jedem Patienten frei, einen anderen Arzt aufzusuchen und eine erneute Untersuchung durchführen zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen einer AU und einem Attest?

Die offizielle Bezeichnung für das Dokument zur Vorlage beim Arbeitgeber und der Krankenkasse lautet Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Umgangssprachlich werden jedoch Begriffe wie Krankschreibung, gelber Schein, AU oder Attest synonym verwendet.

Krankschreibung während der Kurzarbeit?

Hat die Arbeitsunfähigkeit und somit die Gültigkeit der AU vor Beginn der Kurzarbeit begonnen und wird während Kurzarbeit arbeitet, haben Arbeitnehmer die üblichen sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung für die verkürzte Arbeitszeit und bekommt Krankengeld in Höhe des Kurzarbeitergelds für die Ausfallstunden. Tritt die Arbeitsunfähigkeit während der Kurzarbeit auf und es wird gearbeitet, haben Arbeitnehmer das Recht auf Entgeltfortzahlungen (max. sechs Wochen) für die verkürzte Arbeitszeit und erhält das Kurzarbeitergeld für die Ausfallstunden. Wird während der Kurzarbeit nicht mehr arbeitet (Kurzarbeit Null), haben Arbeitnehmer im Falle einer Arbeitsunfähigkeit lediglich Anspruch auf Kurzarbeitergeld für die Ausfallstunden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen – unabhängig davon, wann diese begonnen hat –, besteht seitens der Arbeitnehmer ausschließlich Anspruch auf Krankengeld.
Icon_03_DoctorMale Created with Sketch.

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gern beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

Inhaltsverzeichnis