Ihr Ratgeber zu Brennen beim Wasserlassen

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Ratgeber zu Brennen beim Wasserlassen

Schmerzhaftes Brennen beim Urinieren kann Männer und Frauen betreffen

Brennen beim Wasserlassen ist ein häufiges Problem, das besonders bei Frauen oft mehrmals im Leben auftritt. Männer können ebenfalls unter diesen Symptomen leiden, allerdings liegen hier meist andere Ursachen zugrunde. Erfahren Sie mehr über diese Beschwerden.

Kurzfassung

  • Brennen beim Wasserlassen trifft beide Geschlechter und kann in jedem Lebensalter auftreten.
  • Häufige Ursachen für die Beschwerden sind Blasenentzündungen (Zystitis) und Entzündungen der Harnröhre (Urethritis).
  • Auch verschiedene sexuell übertragbare Krankheiten äußern sich durch Brennen beim Wasserlassen.

Was ist Brennen beim Wasserlassen?

Beim gesunden Menschen erfolgt das Absetzen von Urin ohne Schmerzen. Leiden Patienten während des Urinierens unter brennenden Schmerzen, zeigt das, dass eine Erkrankung vorliegt. Häufig kommen einige der folgenden Symptome dazu:

  • Starker Harndrang
  • Leichte Inkontinenz (Harnträufeln)
  • Eitriger Ausfluss aus der Harnröhre (Mann und Frau)
  • Scheidenausfluss und Juckreiz im Intimbereich bei Frauen
  • Fieber
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Schmerzen im Unterbauch oberhalb des Schambeins

Welche Ursachen hat Brennen beim Wasserlassen?

Die häufigste Ursache für brennende Schmerzen beim Urinieren ist eine Blasenentzündung. Diese entsteht, wenn Keime über die Harnröhre in die Blase aufsteigen und sich dort vermehren. Ebenso ist eine Entzündung der Harnröhre ohne Beteiligung der Blase oder eine Harnröhrenverengung möglich.

Brennen beim Wasserlassen trifft Frauen häufiger, da die weibliche Harnröhre anatomisch bedingt kürzer ist als die männliche. Erreger gelangen so leichter bis zur Harnblase.

Auch Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe oder Chlamydien verursachen unter anderem Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen. Dazu gibt es einige geschlechtsspezifische Erkrankungen, auf die dieses Symptom zutrifft.

Brennen beim Wasserlassen bei Frauen

Schmerzen beim Gang auf das WC kommen bei Frauen auch aus folgenden Gründen vor:

  • Infektion mit Scheidenpilz
  • Entzündungen der Vagina und der Vulva (Kolpitis, Vulvitis) durch Bakterien oder Trichomonaden (einzellige Parasiten)
  • Interstitiellen Zystitis (chronische, nicht-bakterielle Blasenentzündung)
  • Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
  • Hauterkrankungen an den Schleimhäuten im Intimbereich (z. B. Schuppenflechte, Ekzeme)
  • Dranginkontinenz (überaktive Blase)

Zusätzlich können Veränderungen durch die Wechseljahre Brennen beim Wasserlassen begünstigen. Häufig bilden sich die Schleimhäute der Vulva, der Vagina und der Harnröhre durch den Abfall des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen zurück. Die dünnere und weniger feuchte Haut ist anfälliger und reagiert schnell schmerzhaft.

Brennen beim Wasserlassen beim Mann

Neben den allgemeinen Ursachen für Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen gibt es auch einige Erkrankungen, die nur bei Männern auftreten. Dazu gehören:

  • Entzündungen der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
  • Entzündungen der Eichel
  • Gutartige Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse)

Während Brennen beim Wasserlassen bei älteren Patienten meist auf Probleme an der Prostata hinweist, leiden jüngere eher an einer bei Männern seltenen Blasenentzündung. Diese darf nicht verschleppt werden, da die Bakterien sonst in die Fortpflanzungsorgane gelangen können.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Klagt ein Patient in der Sprechstunde über Brennen beim Wasserlassen, hat der Arzt bereits die wichtigste Information erhalten. Er wird weitere Fragen stellen wie:

  • Ist der Urin klar, trüb, blutig oder riecht er ungewohnt?
  • Tritt zusätzlich Ausfluss auf?
  • Gab es ungeschützten Geschlechtsverkehr?

Außerdem untersucht der Arzt eine Urinprobe auf das Vorhandensein von Erregern. Weitere Untersuchungen richten sich nach dem Geschlecht des Patienten.

  • Bei Frauen ist eine gynäkologische Untersuchung sinnvoll.
  • Bei Männern tastet der Arzt bei Bedarf die Prostata ab.

Unter Umständen, insbesondere wenn die angeratene Behandlung das Brennen beim Wasserlassen nicht verbessert, sind weitere Untersuchungen wie eine Spiegelung der Harnröhre oder der Blase sinnvoll.

Wie behandelt der Arzt Brennen beim Wasserlassen?

Ein Arzt kann gegen Brennen beim Wasserlassen Medikamente verordnen, die die Beschwerden schnell lindern. Dabei richtet sich die Behandlung nach der Krankheitsursache. Folgende Therapien sind üblich:

  • Blasenentzündung: Wirkstoffe, die den Urin ansäuern und das Anheften der Erreger an die Blasenwand erschweren, oder Antibiotika
  • Pilzinfektion: Cremes und Vaginaltabletten mit fungiziden (pilztötenden) Wirkstoffen
  • Prostataentzündung: Antibiotika und Mittel zur Entspannung der Muskulatur, um den Harndrang zu mindern

Das Team der TeleClinic berät Sie gern ausführlich.

Lässt sich dem schmerzhaften Brennen vorbeugen?

Da eine unkomplizierte Blasenentzündung zu den häufigsten Ursachen für die unangenehmen Beschwerden gehört, liegt der Schlüssel in einer ausreichend großen Trinkmenge. Insbesondere Frauen, die regelmäßig unter der Krankheit leiden, sollten darauf achten, jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken. Die daraus resultierende Urinmenge spült Erreger aus, bevor sie sich festsetzen können.

Unterwäsche aus Baumwolle ist atmungsaktiv und lässt sich bei 60° Celsius waschen. So werden alle Keime entfernt. Patientinnen sollten nach dem Toilettengang von vorn nach hinten wischen, um keine Darmkeime in den Intimbereich zu „verschleppen“.

Kondome schützen vor schmerzhaften und gefährlichen Geschlechtskrankheiten. Insbesondere bei neuen oder wechselnden Geschlechtspartnern sollte großer Wert auf Schutz gelegt werden. Frauen wird empfohlen, nach dem Akt innerhalb von wenigen Minuten die Blase zu entleeren, um Keime aus der Harnröhre zu entfernen.

Gibt es Hausmittel gegen Brennen beim Wasserlassen?

Verursacht eine Blasenentzündung das quälende Brennen, können Betroffene einiges tun, um die Beschwerden zu lindern:

  • Erhöhung der Trinkmenge auf zwei bis drei Liter pro Tag, um die Bakterien auszuschwemmen.
  • Mannose (bestimmte Zuckerart) kann das Bakterienwachstum verringern.
  • Extrakte aus Bärentraubenblättern kommen traditionell gegen Blasenentzündungen zum Einsatz.
  • Warme Füße wirken positiv auf die Durchblutung der Beckenregion.

Fragen und Antworten

Brennen beim Wasserlassen: Wann muss ich zum Arzt?

Viele Patientinnen leiden häufiger unter Blasenentzündungen und können die Lage gut einschätzen. Generell gilt: Klingen die Beschwerden innerhalb von drei bis fünf Tagen mit Selbstbehandlung nicht ab, oder treten zusätzlich Symptome wie starke Rücken- oder Flankenschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Ausfluss oder sichtbares Blut im Urin auf, sollte zeitnah ein Arzt konsultiert werden.

Was bedeutet Brennen nach dem Wasserlassen?

Treten die Beschwerden erst nach dem Urinabsatz auf, spricht das für eine Reizung oder Entzündung der Schleimhäute im äußeren Intimbereich der Frau oder an der Eichel des Mannes. Während des Urinierens über diesen Bereich gegossenes Wasser verdünnt den Urin und lindert das Brennen. Klingen die Beschwerden nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen ab, ist ein Arzt zurate zu ziehen.

Gibt es eine chronische Blasenentzündung?

Insbesondere Frauen leiden häufig unter Brennen beim Wasserlassen, ohne dass der Arzt Bakterien nachweisen kann. Ursache hierfür ist meist eine Reizblase oder eine überaktive Blase. In diesem Fall ist die Behandlung langwierig und erfordert Geduld. Allerdings lassen sich die Beschwerden auf Dauer deutlich lindern.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/181206/Unkomplizierte-Harnwegsinfekte-Neuer-Therapieansatz
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/75307/Diagnose-des-Harnwegsinfekts
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/nieren-und-harnwegserkrankungen/symptome-von-erkrankungen-der-nieren-und-harnwege/wasserlassen-schmerzen-oder-brennen-beim
  • https://deximed.de/home/b/niere-harnwege/patienteninformationen/was-kann-das-sein/wasserlassen-schmerzhaftes-bei-frauen/
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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