Ihr Ratgeber zu Sonnenstich

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Sommer, Sonne, 30° – das ruft nach einem Badetag. Doch Vorsicht ist geboten. Wer sich zu lange, ungeschützt in der Sonne aufhält und sich zusätzlich noch körperlich anstrengt, riskiert einen Sonnenstich. Welche Symptome auftreten, was Abhilfe verschafft und wann ärztlicher Rat unumgänglich wird, erfahren Sie im Folgenden.

Sonnenstich-Ratgeber

Kurzfassung

  • Bei einem Sonnenstich kommt es zu einer Reizung der Hirnhäute.
  • Typische Symptome sind neben einem hochroten, heißen Kopf, eine kühle Haut, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel.
  • Kinder sind besonders gefährdet, da ihre wenig ausgeprägte Kopfbehaarung sie kaum vor der Sonne  schützt und ihre Kopfhaut zudem noch sehr dünn ist.
  • Der Unterschied zu einem Hitzschlag besteht darin, dass bei diesem ein Wärmestau im Körper auftritt und die Körpertemperatur bis auf 44° ansteigen kann – unbehandelt, besteht Lebensgefahr. 
  • Den Betroffenen in einen kühlen Raum oder in den Schatten bringen, ihn mit kühlen, feuchten Tüchern bedecken und für ausreichend Flüssigkeit sorgen!
  • Ist der Betroffene nicht mehr bei Bewusstsein oder hat starke Bewusstseinsstörungen sollte dringend ein Arzt gerufen werden.
  • Kinder oder ältere Menschen sollten bei einem Sonnenstich immer zu einem Arzt gebracht werden.
  • Um einem Sonnenstich vorzubeugen, sollte man eine Kopf-/Nackenbedeckung tragen, ausreichend viel Wasser zu sich nehmen, keine anstrengenden Tätigkeiten ausführen und sich im Schatten aufhalten.

Was ist ein Sonnenstich?

Von einem Sonnenstich spricht man, wenn auf den Nacken oder den Kopf die Sonne zu lange scheint und als Folge eine Reizung der darunterliegenden Hirnhäute eintritt. 

Besondere Vorsicht gilt bei:
– Kindern
– Älteren Menschen
– Menschen mit wenig Kopfbehaarung
– Sehr hellhäutigen Menschen. 

Typische Symptome

Erleidet man einen Sonnenstich treten folgende, typische Symptome auf:

  • hochroter, heißer Kopf, während die restliche Haut kühl ist
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Unruhe 
  • Schwindel

In sehr schweren Fällen kann ein Sonnenstich auch zum Tod führen!

Unterschied zum Hitzschlag und der Hitzeerschöpfung

Sonnenstich, Hitzschlag und Hitzeerschöpfung zählen alle zu den sogenannten Hitzeschäden. 

Bei einem Hitzschlag ist der gesamte Körper überhitzt und gerötet.
– Die Haut ist heiß und trocken
– Der Gesichtsausdruck der Betroffenen ist meist dumpf. 
– Die Körpertemperatur ist extrem hoch (43°- 44°).
– Betroffene taumeln.
– Bewusstlosigkeit kann eintreten.
– Der Körper produziert keinen Schweiß mehr.

Ein Hitzschlag kann auch ohne Sonneneinstrahlung entstehen. Ist die Wärmeregulation des Körpers gestört aufgrund zu langer Wärmeeinwirkung entsteht ein Wärmestau, der zu den typischen Symptomen führt. Ein Hitzschlag ist daher auch wesentlich gefährlicher als ein Sonnenstich.
Wird ein Hitzschlag nicht behandelt, kann dies zum Tod führen!
Die Hitzeerschöpfung ist ein Übergangsstadium zwischen Sonnenstich und Hitzeschlag. Ein typisches Anzeichen ist eine blass-feuchte, kühle Haut. Die Körpertemperatur kann sowohl normal, als auch erhöht sein.

Was hilft bei und vor einem Sonnenstich?

  • Ist der Betroffene nicht mehr bei Bewusstsein oder liegen schwere Bewusstseinsstörungen vor, müssen umgehend ein Notarzt gerufen und Erste-Hilfe-Maßnahmen geleistet werden.
  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
    • Die Person unbedingt in den Schatten bringen oder in einen Raum leicht kühl ist.
    • Einengende Kleidungsstücke entfernen.
    • Die Person hinlegen ABER mit leicht erhöht gelagertem Oberkörper.
    • Kopf, Hals, Nacken mit feuchten, kühlen (nicht eiskalten) Tüchern bedecken.
    • Der Person Luft zufächern.
    • Die Person mit ausreichend Flüssigkeit versorgen.
    • Bei starken Kopfschmerzen können Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen.
    • Getränke, die mit Elektrolyten versetzt sind, gleichen einen möglichen Mineralverlust aus.
    • Sind die Beschwerden nach ein bis zwei Stunden noch nicht abgeklungen, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Um einem Sonnenstich vorzubeugen, sollte man sich nicht zu lange in der Sonne aufhalten. Zusätzlich sollte man den Kopf und den Nacken mit einem Tuch oder anderen Kopfbedeckungen vor Sonneneinstrahlung schützen und ausreichend viel Wasser trinken. Zudem sollten an heißen Tagen anstrengende, körperliche Tätigkeiten vermieden werden, insbesondere in der prallen Sonne. 

Sonnenstich bei Kindern und Älteren

Kinder, besonders Kleinkinder sind besonders anfällig für einen Sonnenstich, da ihre Kopfbehaarung meist nicht sonderlich ausgeprägt ist und die Kopfhaut noch sehr dünn ist. Das begünstigt eine schnelle Reizung der darunterliegenden Hirnhäute.

Erleidet ein (Klein-)Kind einen Sonnenstich sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Auch ältere Menschen erleiden schneller einen Sonnenstich, daher sollten schützende Maßnahmen vorbeugend ergriffen werden, um einem Sonnenstich vorzubeugen. 

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/209069/Gesundheitsgefahren-und-Interventionen-bei-anstrengungsbedingter-Ueberhitzung
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96809/Hitzewelle-macht-Frauen-staerker-zu-schaffen-als-Maennern
  • https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/sonnenstich/
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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