Ihr digitaler Arztbesuch – Beratung zu Kopfschmerzen erhalten

Ratgeber zu Kopfschmerzen

Wie Kopfschmerzen entstehen, wann Sie zum Arzt sollten und wie sich die Beschwerden lindern lassen

Hinter Kopfschmerzen verbirgt sich keine eindeutige Diagnose, vielmehr sind die möglichen Ausprägungen und Ursachen vielfältig. Zu den häufigsten Kopfschmerzarten zählen Spannungskopfschmerz, Cluster-Kopfschmerz und Migräne. Hier bei der TeleClinic können Sie bei Kopfschmerzen eine Krankschreibung anfordern und ein Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel erhalten.

Kurzfassung

  • Unter Kopfschmerzen fallen sämtliche Schmerzempfindungen im Bereich des Kopfes.
  • Der Mediziner unterscheidet dabei in primären Kopfschmerz (als Erkrankung) und sekundären Kopfschmerz (als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit).
  • Kopfschmerzen können infolge von Stress, Flüssigkeitsmangel, bestimmten Nahrungsmitteln, verspannten Muskeln, eines hormonellen Ungleichgewichts oder auch durch andere Ursachen entstehen.
  • Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen sollten möglichst frühzeitig eingenommen werden, allerdings nicht an mehr als zehn Tagen im Monat.

Definition

Unter die Diagnose Kopfschmerzen fallen über 180 verschiedene Kopfschmerzarten. Das Gehirn selbst ist vom Kopfschmerz aber nicht betroffen, da es über keine eigenen Schmerzrezeptoren verfügt.

Was schmerzt, sind:

  • Blutgefäße im Kopf
  • Schädeldecke
  • Hirnnerven und -häute
  • Oberen Spinalnerven

Wenn es zu einer Reizung dieser Strukturen kommt, löst dies den Kopfschmerz aus.

Ursachen

Oftmals ist es nicht möglich, die Ursache von Kopfschmerzen einzugrenzen. Mitunter ist es auch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Hinzu kommen einige Krankheiten, die Kopfschmerzen sekundär auslösen können.

Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

  • Neurologische Faktoren wie ein Schädel-Hirn-Trauma oder Epilepsie
  • HNO betreffende Faktoren wie Sinusitis
  • Psychogene Faktoren wie Stress und Schlafmangel
  • Substanzen oder Belastungen wie Alkohol, Lärm, Medikamente und bestimmte Nahrungsmittel
  • Internistische Faktoren wie hormonelle Störungen und Allergien
  • Orthopädische Faktoren wie eine verspannte Nacken- und Halsmuskulatur

Symptome

Welche Symptome im Einzelnen beim Patienten auftreten, ist abhängig von der Art des Kopfschmerzes.

Die folgende Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick zu den typischen Symptomen der bekanntesten Kopfschmerzarten:

KopfschmerzartSymptome

Spannungskopfschmerz

  • Milde bis moderate Schmerzempfindungen
  • Den gesamten Kopf betreffend (beidseitiger Schmerz)
  • Gelegentliches bis tägliches Auftreten
  • Dumpfer, drückender Schmerz mit konstantem Druck
  • Häufig gemeinsam mit weiteren Begleiterscheinungen wie Nackensteifigkeit

Migräne

  • Sehr intensiver Schmerz
  • Meist nur eine Kopfseite betreffend
  • Periodisch auftretender Kopfschmerz
  • Dauer von Stunden bis mehrere Tage
  • Begleiterscheinungen: Übelkeit mit Erbrechen, Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen und Lärm
  • Mögliche neurologische Ausfälle wie Sehstörungen

Cluster-Kopfschmerzen

  • Stark stechender Schmerz
  • Halbseitig auftretender Schmerz im Bereich der Augen und Schläfen
  • Episodisch
  • Dauer von 15 bis 180 Minuten
  • Vermehrter Tränenfluss als häufige Begleiterscheinung
  • Mitunter jahrelanges Leiden

Zervikogener Kopfschmerz
(ausgehend von der Halswirbelsäule)

  • Kopfschmerz von leichter bis starker Intensität
  • Einseitiges Auftreten
  • Unterschiedliche Dauer von Anfall zu Anfall
  • Begleiterscheinungen: Übelkeit, Schwindel und Sehstörungen

Diagnose

Hinsichtlich der Diagnose ist in erster Linie zu unterscheiden, ob es sich um Spannungskopfschmerz oder Migräne handelt.

Kopfschmerzen lassen sich von Migräne anhand der folgenden Merkmale abgrenzen:

  • Bewegung wirkt sich häufig förderlich auf Kopfschmerzen aus, Migräne verschlimmert sich dadurch.
  • Kopfschmerzen fühlen sich dumpf-drückend an, Migräne dagegen pochend-pulsierend.
  • Kopfschmerzen betreffen den gesamten Kopf, während Migräne meist nur halbseitig aufritt.

Kopfschmerztagebuch führen

Für die Diagnose ist es hilfreich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Darin tragen Sie Ihre Mahlzeiten, das Wetter, Ihre Befindlichkeit, Ihre Schlafzeiten und weitere Informationen ein. Anhand der Aufzeichnungen kann der Arzt leichter feststellen, ob bestimmte Trigger vorliegen.

Wichtig: Smartphone-Apps wie die „Migräne-App“ helfen dabei, alle wichtigen Daten dafür zu dokumentieren.

Behandlung

Gerade bei mittelstarken bis starken Kopfschmerzen lässt sich der Alltag ohne Behandlung kaum bewältigen. Patienten sind daher darauf angewiesen, mit den richtigen Mitteln den Kopfschmerz zu lindern. Viele Betroffene greifen in Eigenregie auf Schmerzmittel zurück.

Empfohlene Schmerzmittel bei Migräne und Kopfschmerzen

Laut Empfehlung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hilft bei Migräne und Kopfschmerzen in der Regel am besten ein kombiniertes Schmerzmittel aus:

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Paracetamol
  • Koffein

Zur Mittel der ersten Wahl gehören außerdem Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Auch hier zeigt sich eine stärkere und schnellere Wirkung in der Kombination mit Koffein.

Faustregeln für die Selbstmedikation

  1. Wenn Sie mit der Einnahme der Medikamente warten, schlagen die Schmerzmittel bei fortgeschrittenem Kopfschmerz meist weniger an. Infolgedessen ist es oftmals notwendig, die Dosis noch weiter zu erhöhen. Nehmen Sie daher Ihre Schmerzmittel ein, sobald sich die ersten Anzeichen bemerkbar machen.
  2. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat ein. Durch einen übermäßigen Gebrauch kann es zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz kommen.

Wann sollte ich mit Kopfschmerzen zum Arzt?

Die meisten Kopfschmerzpatienten behandeln ihre Beschwerden selbst mit Schmerzmitteln. Wenn diese aber nicht gut anschlagen oder Sie besonders häufig an Kopfschmerzen leiden, ist der Arztbesuch empfehlenswert.

Bei diesen Warnsignalen sollten Sie die Notaufnahme aufsuchen:

  • Bei plötzlich auftretenden Kopfschmerzen mit extremer Intensität
  • Wenn ein steifer Nacken, epileptische Anfälle, Taubheit in einer Körperhälfte und andere neurologische Ausfallerscheinungen oder hohes Fieber als Begleiterscheinungen hinzukommen

Fragen und Antworten

Ich habe Kopfschmerzen – welcher Arzt ist für mich zuständig?

Der erste Ansprechpartner für alle gesundheitlichen Fragen ist Ihr Hausarzt. Dieser kann dann entscheiden, ob Sie eine Überweisung zu einem Spezialisten benötigen. Dafür kommen unter anderem Neurologen und Schmerztherapeuten infrage.

Kann ich bei Kopfschmerzen eine Krankschreibung bekommen?

Wenn Sie sich aufgrund Ihrer akuten Kopfschmerzen nicht wohlfühlen, können Sie Ihren Arzt um eine Krankschreibung bitten. Die TeleClinic bietet Ihnen die Möglichkeit, online mit einem deutschen Arzt zu sprechen. Wir können Ihnen eine Krankschreibung mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Tagen ausstellen.

Wo erhalte ich bei Kopfschmerzen ein Rezept für Medikamente?

Ein Großteil der Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen und Migräne ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sollten Sie jedoch ein verschreibungspflichtiges Medikament benötigen, müssen Sie sich dafür an einen Arzt wenden. Hier bei der TeleClinic können Sie bequem per Telefon oder Video-Call mit einem unserer Ärzte in Kontakt treten.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=16&aid=201697&s=kopfschmerzen
  • https://www.kopfschmerzen.de/diagnose/wann-zum-arzt
  • https://www.kopfschmerzen.de/kopfschmerzen
  • https://www.kopfschmerzen.de/diagnose/unterschied-kopfschmerzen-und-migraene