Ihr Ratgeber zu Dornwarzen

Unser Dornwarzen-Ratgeber liefert Ihnen hilfreiche Informationen rund um die Krankheit. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Ihre Fragen einfach & schnell in einem Online-Arztgespräch per Video zu klären. Bei Bedarf erhalten Sie dabei das passende Rezept oder eine Krankschreibung direkt aufs Handy. Ganz ohne Terminprobleme oder langem Warten.
Icon_62_Lexicon Created with Sketch.

Ratgeber zu Dornwarzen

Alles rund um Entstehung, Symptome und die Behandlung von Fußsohlenwarzen

Ihre umgangssprachlichen Namen Dornwarzen oder Stechwarzen haben die Wucherungen unter der Fußsohle nicht umsonst. Durch ihre besondere Struktur verursachen sie nicht unbeträchtliche Schmerzen beim Laufen. Dornwarzen lassen sich in den meisten Fällen therapieren. Hier gibt es weitere Informationen zu der verbreiteten Form der Fußsohlenwarze.

Kurzfassung

  • Dornwarzen werden durch Viren vom Typ der humanen Papillomviren ausgelöst.
  • An der Hautoberfläche erscheinen sie als kleine Hornschwiele. In der Tiefe erreichen sie einen wesentlich größeren Durchmesser.
  • Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und beim Aufenthalt an Orten mit günstigen Verbreitungsbedingungen, etwa in Schwimmbädern.
  • Der Vorbeugung dienen sorgfältige Hygiene und Desinfektion.
  • Die Therapie der Stechwarze erfolgt äußerlich-medikamentös oder durch chirurgische Eingriffe.

Was sind Dornwarzen?

Dornwarzen gehören zur Kategorie der Fußsohlenwarzen. Der medizinische Begriff lautet Plantarwarze (verrucae plantares). Dorn- oder Stechwarzen entstehen primär an Zehen, Fußballen und Fersen.

Im Gegensatz zu Warzen anderer Körperpartien dehnt sich die Dornwarze in die Tiefe aus. Die ständige Druckbelastung der Fußsohle begünstigt ihr kegelförmiges Wachsen in der Breite, da das Gewebe nicht frei oberhalb der Haut wuchern kann.

Treten Plantarwarzen gruppenweise auf, sprechen Ärzte von Mosaikwarzen.

Wie entstehen diese Warzen?

Stechwarzen werden durch eine Infektion mit sogenannten humanen Papillomviren (HPV) hervorgerufen. Das Virus wird dabei durch unmittelbaren Kontakt oder Schmierinfektionen über Gegenstände oder Fußböden von einem Träger zum nächsten weitergegeben.

Die Viren dringen über winzige Verletzungen in die oberste Hautschicht ein. Dort lösen sie durch Wucherung des Zellgewebes gutartige Tumore aus.

Die HP-Viren sind außerhalb des Wirtskörpers sehr langlebig und über Wochen an Gegenständen nachweisbar.

Welche Risikogruppen sind von Stechwarzen betroffen?

Das Virus ist weltweit verbreitet und springt unter günstigen Umständen von einem Wirt zum nächsten über. Vor einer Dornwarzen-Infektion ist niemand gefeit. Es gibt allerdings Faktoren, die das Ansteckungsrisiko erhöhen. Gefährdeter sind:

  • Kinder und Jugendliche
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem
  • Personen mit Durchblutungsstörungen
  • Menschen, die sich vermehrt in Barfußbereichen aufhalten

Symptome

Optisch erscheint die Plantarwarze als flache oder sogar plane Verhärtung. Durch ihre gelblich-weiße Farbe und körnig wirkende Oberfläche hebt sie sich meist deutlich von der sie umgebenden Hornhaut ab. Blutgefäße innerhalb der Warze erscheinen als dunkle Striche und Punkte; ein verdickter, heller Ring grenzt die Dornwarze ab.

Beim Stehen und Gehen äußert sich eine Stechwarze durch einen scharfen Schmerz, der umso intensiver wird, je größer die Warze beziehungsweise je stärker die Druckbelastung an betroffener Stelle ist.

So entwickeln sich Dornwarzen

Zwischen der Infektion und dem Erscheinen der ersten Warze können mehrere Monate vergehen. Dadurch wird es praktisch unmöglich, im Nachhinein die Ursache der Ansteckung zu ermitteln.

Im Anfangsstadium werden die Warzen selten bemerkt, da sie anfangs nur als winziges Pünktchen unter dem Fuß erscheinen. Erst leichtes Druckempfinden beim Laufen oder Juckreiz lenken die Aufmerksamkeit auf die wachsende Warze.

Breiten sich Dornwarzen an den Fußsohlen aus, sind die Gründe entweder erneute Infektionen oder eine Streuung der ursprünglichen Warze durch Selbstinfektion. Das Virus wird nicht über den Blutkreislauf im Organismus an andere Stellen weiter transportiert.

Dornwarzen in der Fersenregion können so weit in die Tiefe reichen, dass sie mit der Knochenhaut oder Nerven kollidieren. Das kann extrem schmerzhaft sein.

Dornwarzen bluten, wenn sie verletzt oder aufgekratzt werden. Durch das Blut wird wiederum das Virus weitergetragen, weshalb ein Kontakt damit dringend zu vermeiden ist.

Worauf beruht die Diagnose von Dornwarzen?

Der Dermatologe (Hautarzt) erkennt Plantarwarzen bereits per Blickdiagnose anhand ihrer typischen Optik. Sollten in seltenen Fällen Zweifel bestehen, gibt die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe Aufschluss.

Behandlung: Das unternimmt der Dermatologe

Zur Therapie von Dornwarzen können Hautärzte sowohl medikamentöse als auch operative Methoden anwenden. Nach Möglichkeit wird dabei ein chirurgischer Eingriff erst erfolgen, wenn andere Vorgehensweisen nicht fruchten. Die Wahl der Behandlungsmittel hängt unter anderem vom Ausmaß und der Lokalisation der Warze ab.

Medikamentöse Behandlung

Sind die Dornwarzen noch nicht allzu groß, sind Therapien mit äußerlich angewendeten medizinischen Lösungen (Keratolytika) probat. Dabei wird eine schwach ätzende Flüssigkeit lokal auf die Warze aufgetragen oder durch ein spezielles Pflaster aufgebracht. Auf diese Weise wird durch mehrmalige Anwendungen schrittweise die jeweils obere Warzenschicht aufgelöst.

Ferner gibt es verschiedene Präparate als Salbe oder Essenz, die die Zellteilung (Zytostatika) und Vermehrung von Viren (Virustatika; auch Virostatika) hemmen.

Behandlung per Eingriff

Alternativ kann die Dornwarze etwa unter Einsatz von Flüssigstickstoff vereist werden (Kryotherapie). Dabei wird die Warze lokal mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt behandelt. Durch die begrenzte Erfrierung veröden die Blutgefäße in ihrem Inneren. Damit bricht die Sauerstoffversorgung der Viren ab.

Dornwarzen können als letztes Mittel operativ unter lokaler Betäubung entfernt werden. Bei dieser Maßnahme kommt es allerdings zu Narbenbildung; auch ist die Wundheilung unter der Fußsohle verhältnismäßig langwierig. Die Operation erfolgt entweder mechanisch mit einem chirurgischen Instrument beziehungsweise durch Verödung per Laser oder Elektroimpulse.

Nach der operativen Entfernung einer Dornwarze ist meist eine Krankschreibung nötig.

Hausmittel

Zu den bekannten Hausmitteln, die bei Dornwarzen im Anfangsstadium angewendet werden können, gehören traditionell das Auftragen von Saft aus dem Schöllkraut oder Knoblauch, alternativ das Aufbringen von Bananenschale. Auch ein Ersticken der Warze unter Klebefilm ist populär, geht aber meist mit Hautirritationen einher.

Vorsorge

Obwohl Dornwarzen durch Viren ausgelöst werden, gibt es noch keinen prophylaktischen Impfstoff. Das Risiko mindern kann die Einhaltung der Hygienestandards wie sorgfältiges Händewaschen und vor allem das Tragen von Badeschuhen in Bereichen mit feuchtem und gleichzeitig warmem Klima, etwa in der Sauna und im Schwimmbad.

Wann sollte ein Arzt Dornwarzen behandeln?

Während Warzen in anderen Körperregionen in der Regel kaum Beschwerden verursachen, kann eine Dornwarze unter dem Fuß die Lebensqualität deutlich einschränken. Als Nebeneffekte einer Dornwarze können sich zudem Körperfehlhaltungen einschleifen. Betroffene gewöhnen sich diese an, um den Schmerz unter dem Fuß zu mindern. Die Warze kann somit zu Spätfolgen wie Haltungs- und Nervenschäden führen. Es ist daher sinnvoll, mit Dornwarzen zum Arzt zu gehen.

Diabetiker sollten Dornwarzen in jedem Fall von einem Arzt behandeln lassen und auch keine Eigentherapie mit freiverkäuflichen Mitteln durchführen.

Fragen und Antworten

Welche Schuhe kommen bei Dornwarzen infrage?

Während der Therapie der Dornwarze sollte weiches, bequemes Schuhwerk getragen und auf hohe Absätze verzichtet werden. Spezielle Druckpflaster entlasten den Fuß ebenfalls.

Warum werden Dornwarzen schwarz?

Die schwarzen Punkte an einer Dornwarze sind eingeschlossene Blutkörperchen und kleine Blutergüsse. Während der Therapie mit Tinkturen treten diese mit jeder abgetragenen Hautschicht deutlicher hervor.

Wann verschwinden Dornwarzen?

Die Plantarwarzen können sich spontan zurückbilden. Allerdings kann diese Selbstheilung monate- oder gar jahrelang dauern.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/121104/Kryotherapie-und-Lokalanaesthesie-der-Haut-mittels-Kaelteapplikation
  • https://www.wortie-hennig.de/ratgeber/dornwarzen-am-fuss-laestig-oder-gefaehrlich/
  • https://www.gesundheit.de/krankheiten/haut-und-haare/warzen/dornwarzen-entfernen
  • https://www.leading-medicine-guide.de/erkrankungen/infektionen/dornwarzen
  • https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Dornwarzen
  • https://www.dornwarze.net/
  • https://www.onmeda.de/krankheiten/dornwarzen.html
  • https://www.medpertise.de/warzen/chirurgisch-entfernen/
Icon_03_DoctorMale Created with Sketch.

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

Inhaltsverzeichnis

Willkommen bei TeleClinic

Arztgespräch, Rezept und Krankschreibung in Minuten per App.

Benötigen Sie ärztlichen Rat zu Dornwarzen?

Unsere Fachärzte sind rund um die Uhr für Sie da. Bequem von zu Hause per Video oder Telefon

Icon_26_24-7Created with Sketch.
24 Stunden am Tag
Icon_70_BirthControlPill Created with Sketch.
Rezept & AU per App
Icon_Facharzt_07_Hausarzt Created with Sketch.
Erfahrene Fachärzte