Ihr Ratgeber zum Lendenwirbelsäulen-Syndrom

Ein dumpfer Schmerz im unteren Rückenbereich – Bis zu 70% der Menschen in Deutschland erleiden einmal in ihrem Leben Rückenprobleme, 10 %  dieser Fälle verlaufen chronisch.

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Lendenwirbelsäulen-Syndrom

Kurzfassung:

  • LWS-Syndrom ist ein Krankheitsbild für sämtliche Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Die Ursache liegt zu 90% bei verspannten Muskeln
  • Ein Arztbesuch klärt die Ursache, danach kann eine entsprechende Therapie angefangen werden
  • Medikamente, Wärmebehandlung oder Akupunktur sind gängige Behandlungsformen
  • Sport und vor allem die Stärkung der Rückenmuskulatur sind die wirksamsten präventiven Maßnahmen

Was ist LWS?

Das Lendenwirbelsäulen-Syndrom ist:

  • Eine Bezeichnung für jegliche Art Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit weiteren, damit verbundenen Beschwerden
  • Keine spezielle Krankheit, sondern ein Überbegriff für verschiedene Beschwerde- oder Krankheitsbilder, die mit Schmerzen in diesem Bereich zu verstehen sind

Die Lendenwirbelsäule wird von Sehnen und Muskeln gestützt. Zwischen zwei Wirbelkörpern befindet sich jeweils eine Bandscheibe. Diese besteht aus Knorpel, die bei Bewegungen eine dämpfende Wirkung hat.

Symptome

Bei einem LWS-Syndrom treten folgende Symptome auf:

  • Lokale, dumpfe Schmerzen im unteren Rückenbereich, die über den Po bis in die Beine strahlen können
  • Bei Husten oder Niesen verschlimmert sich der Schmerz
  • Leichtes Kribbeln, Taubheitsgefühle, Kraftminderung, Lähmungserscheinungen weisen meist auf einen Bandscheibenvorfall hin

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Ursachen

Die Beschwerden können plötzlich auftreten oder sich über einen längeren Zeitraum hin entwickeln. Je nachdem ob eine akute oder eine chronische Erkrankung vorliegt, kommen  unterschiedliche Ursachen in Frage.

akute Beschwerden
  • Bandscheibenvorfall
  • Plötzliche, falsche Bewegung, die zu Wirbelverschiebung oder Muskelzerrung führt
chronische Beschwerden
  • Muskuläre Dysbalancen, Muskelschwäche und verkürzte Muskeln des Rückens führen zu einer Fehlhaltung
  • Degenerative Veränderungen – durch Alter oder Verschleiß ausgelöst

Bewegungsmangel begünstigt sowohl chronische als auch akute Beschwerden.

Therapie

Bei chronischen Beschwerden sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn in erster Linie ist es wichtig herauszufinden, was die Ursache für die Beschwerden ist. Durch Gespräche bezüglich der Dauer der Beschwerden oder auch der Lebensumstände – Büroarbeit und Co. – und einer Inspektion zum Beispiel bezüglich der Körperhaltung, wird eine erste Diagnose gestellt.

Rückenmassage
Massagen durch den Physiotherapeuten können helfen die Schmerzen zu lindern.

Bildgebende Verfahren werden im nächsten Schritt angewendet:

  • Röntgen
  • Computertomographie
  • Kernspintomographie

Dadurch können mögliche Knochen- oder Gewebsveränderungen festgestellt werden, die als Ursache für die Schmerzen verantwortlich sind .

Die Operation als erste Option ist oft nicht erforderlich, außer die konservativen Maßnahmen versagen oder die Patienten zeigen neurologische Ausfallserscheinungen.

Konservative Behandlungen bilden die Grundlage einer Therapie. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Physiotherapie
  • Krankengymnastik
  • Osteopathie

In akuten Schmerzsituationen verschaffen folgende Optionen Linderung:

  • Schmerzmittel oder muskelentspannende Medikamente
  • Lokale Wärmebehandlung
  • Neuraltherapie
  • Akupunktur
  • Facettengelenksinfiltrationen
  • Dry Needling

Prävention

Die Hauptursache des LWS-Syndroms liegt bei den Muskeln. Einige Maßnahmen, um einer Überbelastung vorzubeugen sind:

  • Im Büro die Sitzhaltung des öfteren ändern, wenn möglich auch aufstehen oder gehen
  • Sport betreiben, vor allem Übungen, die die Rückenmuskulatur stärken zum Beispiel Schwimmen oder Yoga
  • Übergewicht reduzieren, um die Lendenwirbel zu entlasten – geht mit gesunder Ernährung und Sport einher
  • Beim Heben schwerer Dinge immer in die Knie gehen, gerader Rücken und aus der Oberschenkelmuskulatur die Kraft zum Hochheben aufbringen

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/61058/Rueckenschmerzen-Der-groesste-Teil-ist-myofaszial-bedingt
  • https://www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/kreuzschmerz/kreuzschmerz-2aufl-vers1-lang.pdf 
  • https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/Themenhefte/rueckenschmerzen_inhalt.htm

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