Ihr Ratgeber zu Endometriose

Unser Endometriose-Ratgeber liefert Ihnen hilfreiche Informationen rund um die Krankheit. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Ihre Fragen einfach & schnell in einem Online-Arztgespräch per Video zu klären. Bei Bedarf erhalten Sie dabei das passende Rezept oder eine Krankschreibung direkt aufs Handy. Ganz ohne Terminprobleme oder langem Warten.

So einfach funktioniert es:

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Häufige Fragen

Als gesetzlich Versicherter werden die Kosten für den Online-Arztbesuch, wie in der Praxis vor Ort, von Montag bis Samstag zwischen 7:00 – 19:00 Uhr von Ihrer Krankenkasse übernommen. Da wir aktuell nur Privatrezepte ausstellen dürfen, müssen Sie lediglich die Kosten für Ihr Medikament selbst tragen. Außerhalb dieser Zeiten können Sie jederzeit auf eigene Rechnung einen Arzt sprechen. Eine Kostenübersicht dazu finden Sie hier.

Als Privatversicherter erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Bei Bedarf können Ihnen unsere Ärzte Privatrezepte, sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Diese sind rechtsgültig und werden von Arbeitgebern und Apotheken anerkannt. Bitte beachten Sie, dass eine private AU nicht zur Beantragung von Krankentagegeld gültig ist und Sie bei einem Privatrezept die Kosten für das verschriebene Medikament selbst tragen müssen.

Nachdem der Arzt das digitale Rezept für Sie ausgestellt hat, können Sie es direkt in der App einlösen. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie Ihr Medikament bei einer Partner-Apotheke vor Ort abholen wollen oder ob Sie sich das Medikament kostenlos und bequem nach Hause liefern lassen. Das Medikament zahlen Sie entweder vor Ort oder auf Rechnung der Versandapotheke.

Im Schnitt können Sie bei uns innerhalb von 2 Stunden einen Arzt sprechen. Je nach Auslastung und Tageszeit kann dieser Wert etwas variieren.

Zunächst übermitteln Sie Ihr Anliegen via Online-Formular oder in der App an unsere medizinischen Assistenten. Diese nehmen Ihre Anfrage auf und vermitteln Sie an den richtigen Arzt weiter. Zum vereinbarten Termin müssen Sie dann die App öffnen und der Online-Sprechstunde beitreten. Die Verbindung mit dem Arzt wird sofort hergestellt, sobald dieser ebenfalls der Online-Sprechstunde beigetreten ist. Im Gespräch nimmt sich der Arzt für Ihr Anliegen so lange Zeit bis alle wichtigen Fragen geklärt sind und stellt Ihnen im Anschluss alle wichtigen Dokumente in der App aus.

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Endometriose zählt zu den häufigsten Unterleibserkrankungen von Frauen. Sie betrifft rund 10 Prozent der geschlechtsreifen Frauen. Es handelt sich hierbei um gutartige Gewebewucherungen außerhalb der Gebärmutterhöhle. Die Krankheit wirkt sich von Betroffener zu Betroffener sehr unterschiedlich aus: Sie kann nahezu beschwerdefrei verlaufen oder zu starken Schmerzen führen. Auch eine Verminderung der Fruchtbarkeit ist möglich.

Endometriose-Ratgeber

Kurzfassung

  • Die Unterleibserkrankung Endometriose kann vielfältige Auswirkungen haben.
  • Auslöser und Risikofaktoren sind bislang nicht vollständig geklärt.
  • Die Symptome lassen sich medikamentös und chirurgisch behandeln.
  • Heilbar ist Endometriose bislang nicht.

Was ist Endometriose?

Bei einer Endometriose wuchert gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Dieses verhält sich im Zyklusverlauf ebenso wie die Gebärmutterschleimhaut: Es baut sich in der ersten Zyklushälfte auf und löst sich ab, wenn es nicht zu einer Befruchtung kommt.

Anders als die Schleimhaut in der Gebärmutter, die mit der Regelblutung ausgeschwemmt wird, kann das Gewebe außerhalb nicht einfach abfließen. Stattdessen kann es sich verwachsen und zu Zystenbildung und Entzündungen führen, üblicherweise am Bauchfell, den Eierstöcken und/oder der Gebärmutterwand.

Wichtig: Bei manchen Betroffenen baut sich das Gewebe unbemerkt und symptomfrei von selbst ab. Bei anderen wachsen Endometrioseherde invasiv, ins Innere, und hinterlassen bleibende Schäden auch an angrenzenden Organen, wie am Darm oder an den Eileitern. Hier spricht man von einer tief-infiltrierenden Endometriose.

Ursachen der Endometriose

Die Ursachen einer Endometriose sind bis dato nicht abschließend geklärt. Es gibt verschiedene Theorien, wie die gutartigen Wucherungen entstehen.

Verschleppungs- /Transplantationstheorie nach John Albert Sampson

Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut gelangen durch den Blutkreislauf oder das Menstruationsblut über den Eileiter in andere Körperbereiche (retrograde Menstruation) und siedeln sich dort an. Zusätzlich wird ein Zusammenspiel der Hormone und/oder des Immunsystems als ursächlich betrachtet.

Metaplasietheorie

Bestimmte Gebärmutterschleimhautzellen wandeln sich in Endometriose-Zellen um. Die möglichen Ursachen für die Umwandlung sind bislang nicht erforscht.

Genetik

Auf genetische Ursachen weisen gehäufte Erkrankungen innerhalb einer Familie hin; ein „Endometriose-Gen“ wurde bisher noch nicht identifiziert.

Aromatase-Theorie

Die Zellwucherungen werden durch bestimmte hormonelle Veränderungen ausgelöst. Darauf weist etwa eine verstärkte Östrogenbildung in Endometriosezellen hin.

Risikofaktoren – wer ist von einer Endometriose betroffen?

Vollständig geklärt ist es bislang nicht, wer ein erhöhtes Endometriose-Risiko aufweist. Die Wissenschaft nimmt unter anderem eine genetische Disposition an. Es gibt darüber hinaus Beobachtungen, dass die Häufigkeit der Regelblutung als Risikofaktor für eine Endometriose in Betracht kommt. Frauen mit einem kurzen Zyklus und früh eingesetzter Blutung haben mehr Menstruationstage als Frauen mit einem längeren Zyklus. Das verdoppelt Forschungen zufolge das Endometrioserisiko.

Wichtig: Eine US-Studie weist ebenfalls darauf hin, dass stillende Frauen ein geringeres Risiko haben, an Endometriose zu erkranken. Je länger die Stillzeit, desto besser die Aussichten: Das Erkrankungsrisiko ließe sich der Health Study II vom Brigham and Women’s Hospital in Boston zufolge um 40 Prozent senken.

Symptome

Diese typischen Symptome können bei einer Endometriose auftreten:

  • Starke, krampfartige Schmerzen während der Regelblutung
  • Schmerzen im Unterbauch, vor allem während der zweiten Zyklushälfte
  • Zwischenblutungen
  • Starke Regelblutungen
  • Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • Blutungen aus Darm oder Blase
  • Probleme und Schmerzen beim Wasserlassen

Welcher Arzt stellt die Diagnose – und wie?

Üblicherweise diagnostiziert der Gynäkologe die Endometriose. Die typischen Symptome der Krankheit können auch andere Ursachen haben. Der Arzt stellt daher zunächst einige Fragen zu Ihren Beschwerden, der Krankengeschichte und familiärer Vorbelastung.

Mit einer Ultraschalluntersuchung durch die Scheide kann er größere Endometrioseherde erkennen und eine eindeutige Diagnose treffen. Kleinere Ansammlungen sind durch Ultraschall jedoch meist nicht sichtbar. Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums oder eine Magnetresonanztomografie (Kernspinuntersuchung) können ebenfalls Aufschluss geben.

Eine eindeutige Diagnose selbst bei kleinen Endometrioseherden lässt sich durch eine Bauchspiegelung vornehmen. Im Zuge der Spiegelung entnimmt der Arzt Gewebeproben, die gesichert Aufschluss geben. Zusätzlich kann er die Durchlässigkeit der Eileiter überprüfen, um einem unerfüllten Kinderwunsch auf die Spur zu kommen.

Behandlung und Therapie

Gibt es ein Mittel gegen Endometriose auf Rezept?

So einfach ist es leider nicht. Endometriose ist nicht vollständig heilbar. Es lassen sich lediglich die Symptome lindern, in manchen Fällen verschwinden sie vollständig. Bei leichten Fällen ist eine Therapie oftmals nicht notwendig.

Wichtig: Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, sind nach einer Endometriose-Diagnose regelmäßige Arztbesuche für Kontrollen unbedingt angeraten.

Welche Therapie in Betracht gezogen wird, hängt zum einen vom Alter der Frau ab, zum anderen davon, ob Kinder geplant sind. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Symptome einer Endometriose zu behandeln: Medikamente und eine Operation.

Medikamentöse Behandlung

  • Schmerzmittel zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden
  • Hormonbehandlung mit Ovulationshemmern (Antibabypille) oder Gestagenen
  • Einsatz einer gestagenhaltigen Spirale als unterstützende Therapie nach einer Operation

Operative Therapiemöglichkeiten

  • Bauchspiegelung als schonende Methode, Endometrioseherde durch Laser oder Hitze zu entfernen
  • Entfernung von Gebärmutter und/oder Eierstöcken. Nur bei
    • Sehr starken Beschwerden
    • Frauen ohne Kinderwunsch
    • Wenn eine anschließende Schmerzlinderung indiziert ist

Wie langfristig sind die Therapieerfolge?

Bei medikamentöser Behandlung mit Schmerzmitteln und Hormonen treten die Beschwerden vielfach nach dem Absetzen wieder auf. Auch nach einer Operation bilden sich bei rund 20 Prozent der Frauen innerhalb von fünf Jahren erneute Endometrioseherde.

Wichtig: Viele Betroffene leiden vor und während der Regelblutung an starken Schmerzen. Dann kann Endometriose Grund für eine Krankschreibung sein. Auch nach einer Operation ist eine Krankschreibung notwendig: Nach einer endoskopischen für mindestens eine Woche, nach einem größeren Eingriff müssen Sie mit drei bis vier Wochen Krankschreibung rechnen.

Fragen und Antworten

Kann Endometriose die Fruchtbarkeit beeinflussen?

Endometriose kann Verklebungen und Verwachsungen an Eileiter und Eierstöcken verursachen und so eine Schwangerschaft verhindern. Die operative Entfernung des wuchernden Gewebes kann die Fruchtbarkeit verbessern. Eine hormonelle Therapie ist bei bestehendem Kinderwunsch dagegen nicht angesagt; gegen die Symptome helfen dann nur Schmerzmittel.

Welche Wirkstoffe helfen bei Endometriose?

Gegen Schmerzen und Krämpfe werden Ibuprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure empfohlen. Treten sehr starke Beschwerden auf, kann der Arzt Opioide verschreiben. Diese Mittel können zur Abhängigkeit führen und dürfen nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77976/Studie-Stillen-schuetzt-vor-Endometriose
  • https://www.apotheken-umschau.de/endometriose
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/77157/Diagnose-und-Therapie-der-tief-infiltrierenden-Endometriose
  • https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/endometriose/ursachen-und-risikofaktoren/
  • https://www.kbv.de/html/10590.php
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

Inhaltsverzeichnis

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