Harnsäure Laborwerte – Normalwerte, Ursachen & Folgen

In unserem Harnsäure-Ratgeber finden Sie hilfreiche Informationen rund um das Thema. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, sich in wenigen Minuten von einem Facharzt per Video beraten zu lassen.

Lesen Sie hier nach, was sich hinter Ihrem Harnsäure Laborwert verbirgt!

Der Harnsäure-Laborwert gibt Auskunft über die Funktionsfähigkeit der Nieren. Ist dieser Wert erhöht, kann dies einen Hinweis auf eine Nierenfunktionsstörung oder auch einen genetischen Defekt darstellen. Eine stark fleischhaltige Ernährung kann ebenso wie Alkoholmissbrauch zu einer hohen Harnsäure-Konzentration führen.

Kurzfassung

  • Bei Verdacht auf Gicht (starke Schmerzen und Rötungen an den Gelenken, insbesondere im Fuß) erfolgt regelmäßig eine Ermittlung der Harnsäurekonzentration.
  • Der Wert wird in Millimol je Liter (μmol/l) oder häufig auch in Milligramm je Deziliter (mg/dl) angegeben. Ein Wert von 7,2 mg/dl (Männer) beziehungsweise 6 mg/dl (Frauen) gilt als normal.​​​
  • Ungesunde Ernährung und Krebsbehandlungen sind häufige Ursachen für einen zu hohen Harnsäure-Spiegel.

Was ist Harnsäure?

Harnsäure ist ein Purin-Abbauprodukt. Bei Purin handelt es sich um Bestandteile der Nukleinsäuren, in denen die Erbinformationen eines Organismus gespeichert sind. Bei der Verarbeitung von Nahrung sowie bei der Entsorgung abgestorbener, eigener Körperzellen erfolgt die Verwandlung der beiden Nukleinsäuren Desoxyribonukleinsäure (DNA) und Ribonukleinsäure (RNA) in Harnsäure.

Welche Harnsäure-Werte gelten als normal?

Bei Männern wird ein Laborwert von bis 7,2 mg/dl beziehungsweise bis 428 μmol/l im Blutplasma als unbedenklich eingestuft, bei Frauen bis 6 mg/dl beziehungsweise bis 357 μmol/l. In sehr seltenen Fällen treten auch zu niedrige Harnsäurekonzentrationen (weniger als 3,6 mg/dl bei Männer, unter 2,3 mg/dl bei Frauen), meist als Nebenwirkung bestimmter Medikamente, auf.

Welche Ursachen können zu hohe Harnsäure-Werte haben?

Der Verzehr von purinreichen Nahrungsmitteln bewirkt regelmäßig einen Anstieg des Harnsäure-Spiegels. Fleisch enthält eine große Menge an Purinen. Den gleichen Effekt hat ein übermäßiger Alkoholkonsum. Genauso steigt die Harnsäure-Konzentration im Blut bei verschiedenen Nierenfunktionsstörungen an, insbesondere bei Gicht. Durch eine Krebsbehandlung kommt es häufig zur verstärkten Bildung von Harnsäure, da im Rahmen der Therapie eine große Anzahl von Körperzellen abstirbt.

Wie lässt sich der ernährungsbedingte Harnsäure-Spiegel senken?

Mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten lässt sich in der Regel zuverlässig eine Normalisierung des Harnsäure-Werts erreichen. Dies umfasst:

  • Reduzierung des Verzehrs von stark purinhaltigen Lebensmitteln
  • Weitgehenden Verzicht auf Alkohol
  • Abbau von Übergewicht

Quellen

  • https://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/harnsaeure
  • https://www.apotheken-umschau.de/Gicht
  • https://cdn.aerzteblatt.de/pdf/106/34/m549.pdf?ts=25%2E08%2E2009+15%3A21%3A19
  • https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=16&aid=65764&s=Harns%E4ure&s=Purin
  • https://www.apotheken-umschau.de/Gicht/Richtig-essen-bei-Gicht-409363.html
  • https://www.internisten-im-netz.de/mediathek/blutbild-erklaerung/harnsaeure.html

Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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