Ihr Ratgeber zu Penisentzündung

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Ratgeber zur Penisentzündung

Wie eine Balanitis oder Posthitis entsteht, wer davon betroffen sein kann und wie Penisentzündungen behandelt werden, erfahren Sie hier.

Eine Penisentzündung ist eine Erkrankung, über die viele Männer ungern reden. Dabei ist es wichtig, dass der Hausarzt oder ein Urologe davon erfährt, bevor die Infektion verschleppt wird. Die Erkrankung ist in den meisten Fällen problemlos zu therapieren und zu kurieren. Wer zu lange zögert, riskiert, dass der unangenehme Zustand chronisch wird oder sich im Organismus ausbreitet. Hier erfahren Sie, wie es zum Infektion im Intimbereich kommen kann und wie der Arzt Penisentzündungen behandelt.

Kurzfassung

  • Abhängig vom Ort der Entzündung unterscheiden Ärzte drei Varianten der Penisentzündung: Balanitis, Posthitis und Balanoposthitis.
  • Auslöser für die Penisentzündung sind meist Pilze oder Bakterien. Es gibt außerdem nicht-infektiöse Ursachen.
  • Penisentzündungen äußern sich außer durch schmerzende Rötung und Schwellung manchmal durch Ausfluss und Fieber.
  • Zur Therapie werden in der Regel Salben verordnet; sehr selten sind operative Eingriffe nötig.

Was ist eine Penisentzündung?

Bei einer Penisentzündung reagieren die Schleimhäute von Eichel oder Vorhaut mit einer Abwehrreaktion auf unterschiedliche schädliche Reize oder Erreger. Sichtbar sind organische Veränderungen der Haut, dazu kommen Schmerzen am Glied und Sekretabsonderungen.

Welche Formen der Penisentzündungen gibt es?

Je nachdem, welche Region des Penis angegriffen ist, unterscheiden Urologen verschiedene Varianten der Penisentzündung.

  • Balanitis benennt eine auf die Eichel begrenzte Entzündung.
  • Posthitis ist der Fachbegriff für eine isolierte Vorhautentzündung.
  • Balanoposthitis bezeichnet eine kombinierte Entzündung von Eichel und Penis.

Natürlich können auch andere Stellen des Gliedes betroffen sein, etwa durch allgemeine Hautentzündungen am Penisschaft. Solche Fälle werden jedoch nicht den Penisentzündungen im medizinischen Sinn zugeordnet.

Welche Ursachen hat eine Penisentzündung?

Als Auslöser für Balanitis, Posthitis und Balanoposthitis kommen unterschiedliche Faktoren infrage.

UrsachenErregerBeispiele

Infektionen

Pilze

Candida-Pilze

Bakterien

  • Staphylokokken, Mykobakterien
  • Gardnerella
  • Enddarm-Keime

Viren

Nicht-infektiöse Ursachen

Chemikalien

z. B. Spermizide, Gleitgels

Übertriebene Hygiene

Zerstörung natürlicher Schutzfilme, etwa durch Seife

Verklebungen

z. B. durch Vaginalsekret

Übergeordnete Erkrankungen

z. B. Lichen sclerosus (Schuppenflechte)

Hauterkrankung, auch im Genitalbereich

z. B. Morbus Reiter

Autoimmunerkrankung

z. B. Tripper (Gonorrhö)

Allergien

z. B. Latex-Unverträglichkeit (Kondome)

Krebs

Tumore am Penis

Mechanische Irritation

Verletzungen

z. B. Missgeschicke beim Geschlechtsverkehr

Anatomische Faktoren

z. B. zu kurzes Vorhautbändchen, zu enge Vorhaut

Ein häufiger Auslöser für die Penisentzündung ist mangelnde oder unsachgemäße Intimhygiene. Ablagerungen von Sekreten und Talg (Smegma) zwischen Vorhaut und Eichel stellen einen idealen Nährboden für infektiöse Erreger dar.

Eine besondere Form der chronischen Eichelentzündung gibt Medizinern noch Rätsel auf. Die sogenannte Zoon-Balanitis betrifft meist Senioren. Bei der Diagnose sind keine Erreger ermittelbar. Trotzdem produziert der Körper Plasmazellen, die Antikörper zur Krankheitsbekämpfung absondern.

Wie sehen die Symptome aus?

Wie bei jeder Entzündung zeigen sich organische Veränderungen an der betroffenen Körperpartie. Der Penis ist überhitzt, brennt, schmerzt und zeigt funktionelle Einschränkungen.

Charakteristische Symptome der Penisentzündung sind:

  • Rötung und Schwellung der Eichel
  • Straffe, glänzende Haut
  • Unangenehmer Geruch
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Ausfluss
  • Schwellung der Lymphknoten am Penis
  • Unbeweglichkeit der Vorhaut
  • Juckreiz
  • Eiterbläschen
  • Fleckiger Ausschlag

Dabei ist zu beachten, dass diese Krankheitszeichen nicht unbedingt alle und nicht zugleich auftreten.

Gibt es Risikogruppen für eine Penisentzündung?

Ein begünstigender Faktor für Entzündungen am Penis ist Diabetes als Begleiterkrankung. Außerdem sind Männer mit Phimose gefährdet. Das ist der medizinische Begriff für eine nicht verschiebbare Vorhaut, die ihrerseits die Hygiene des männlichen Intimbereichs beeinträchtigen kann. Auch der häufige Wechsel der Geschlechtspartner kann einer infektiösen Penisentzündung Vorschub leisten.

Vorerkrankungen wie Gicht, HIV und Leukämie können ebenfalls das Risiko einer Penisentzündung erhöhen.

Sollte bei Penisentzündungen ein Arzt aufgesucht werden?

Eine Balanitis sollte unbedingt von einem Urologen untersucht werden. Es besteht stets das Risiko, dass sich ausgehend vom Entzündungsherd die Erreger ausbreiten. Das kann zu Blutvergiftungen oder der Streuung der Infektionen an andere Stellen im Körper führen. Zudem stellt die Harnröhre ein Einfallstor zum Körperinneren dar. Eine Penisentzündung kann sich so leicht auf Harntrakt, Prostata oder Hoden ausweiten.

Auch bei nichtinfektiös bedingter Balanitis oder Posthitis besteht das Risiko, dass sie bei Verschleppung chronisch wird.

Bei Verdacht auf eine Penisentzündung sollte sich ebenfalls der jeweilige Geschlechtspartner untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen. Im Fall infektiöser Ursachen kann so die wechselseitige Neuansteckung durchbrochen werden.

Wie diagnostiziert der Arzt die Entzündung des Penis?

Der Urologe wird die Entzündung zunächst per Blickdiagnose in Augenschein nehmen und dazu ein Anamnesegespräch führen. Dabei erfragt er nähere Details, etwa wann die Entzündung bemerkt wurde und wie das Allgemeinbefinden ist. Er erfährt, ob der Patient weitere Erkrankungen hat oder in Kontakt mit möglichen Auslösern gekommen ist. Bei der körperlichen Untersuchung werden auch die Lymphknoten im Leistenbereich abgetastet.

Wichtig für die Penis-Entzündungs-Diagnose sind weiterhin Laboruntersuchungen von Urin, Abstriche der Eichel oder die Entnahme von Eiter. In einigen Fällen ist möglicherweise zusätzlich die nähere Untersuchung einer Gewebeprobe angezeigt.

Welche Therapien gibt es?

Ist der Erreger der Penisentzündung identifiziert, kann der Urologe medikamentöse Gegenmaßnahmen einleiten. In den meisten Fällen wird dabei ein äußerlich und lokal anzuwendendes Mittel gewählt.

  • Pilzinfektion: pilztötende Cremes oder Salben (Antimykotika)
  • Bakterielle Infektion: antibiotische Salbe
  • Virusinfektionen: virenbekämpfende Salben (Virostatika)
  • Nicht-infektiöse Ursachen: kortison- oder steroidhaltige Creme

Alternativ oder zusätzlich zu den äußerlich anzuwendenden Mitteln können oral einzunehmende Präparate in Tablettenform verschrieben werden. Der beratende Arzt bei TeleClinic stellt bei einer Penis-Entzündung das Rezept für das notwendige Medikament aus.

In seltenen Einzelfällen sind auch chirurgische Eingriffe wie die Beschneidung eine mögliche Therapieform. Damit können organische Komplikationen wie Vorhautverengungen umgangen werden.

Wie läuft der Genesungsprozess ab?

Eine frühzeitig behandelte Penisentzündung heilt mit den passenden Medikamenten schnell aus. Von der Infektion betroffen sind vielfach nur die oberen Hautschichten. Gute Hygiene und ein tägliches Waschen mit warmem Wasser tragen zur Gesunderhaltung bei.

Ist die Entzündung allerdings ihrerseits Begleiterscheinung einer anderen Krankheit, wird der Behandlungserfolg auch maßgeblich von deren Therapie beeinflusst.

Solange die Penisentzündung noch nicht abgeheilt ist, sollte der Patient auf Geschlechtsverkehr verzichten. So schützt er seinen Partner vor Ansteckung und fördert zugleich die Regeneration des Gliedes.

Fragen und Antworten

Können schon Kinder Penisentzündungen haben?

Penisentzündungen sind eine häufige Erkrankung bei kleinen Jungen, was mit der kindlichen Anatomie zusammenhängt. Etwa bis zum dritten Lebensjahr ist die Vorhaut natürlicherweise noch mit ihrer Umgebung verklebt, was die Intimhygiene erschwert. Regelmäßige Sitzbäder helfen, eine Penisentzündung beim Kleinkind zu lindern.

Wie lange dauert eine Penisentzündung?

Abhängig von der Ursache, dem Schweregrad und der verordneten Therapie können bis zur Ausheilung einer akuten Penisentzündung bis zu vier Wochen vergehen.

Beeinflusst eine Penisentzündung das Aussehen des Gliedes?

Nach schweren Entzündungen können unter ungünstigen Umständen Narben und dauerhafte Hautveränderungen am Glied zurückbleiben.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/9003/Erkrankungen-des-kindlichen-aeusseren-Genitales
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/urogenitaltrakt/penile-und-skrotale-krankheiten/balanitis-posthitis-und-balanoposthitis
  • https://www.medpertise.de/balanitis/symptome/
  • https://www.netinbag.com/en/health/what-causes-penis-inflammation.html
  • https://www.praxisvita.de/schmerzhafte-jungs-sache-balanoposthitis-8638.html
  • https://www.apomio.de/blog/artikel/balanitis-entzuendung-der-eichel
  • https://flexikon.doccheck.com/de/Posthitis
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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