Einfach bequem von zu Hause mit dem Neurologe sprechen?

So funktioniert der Neurologen-Besuch online

Dank Telemedizin haben Sie nun die Möglichkeit direkt online per Videogespräch oder Telefon mit einem Arzt zu sprechen.

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Deutsche Facharztzulassung

 Alle TeleClinic-Neurologen besitzen eine Zulassung als Facharzt in Deutschland und werden durch einen medizinischen Beirat geprüft.

Langjährige Erfahrung

Unsere Ärzte besitzen mindestens 5 Jahre Erfahrung und werden durch regelmäßige Schulungen ideal auf telemedizinische Beratungen vorbereitet.

Ratgeber zu Neurologen

Die Neurologie ist eine medizinische Fachrichtung, die sich der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur widmet. Die Krankheitsbilder sind denkbar vielfältig und reichen von Kopfschmerzen über Schlaganfall und Parkinson bis zu Multipler Sklerose und Hirnhautentzündung.

Kurzfassung

  • Der Facharzt für Neurologie ist ein Nervenarzt, aber kein Psychiater, auch wenn die Übergänge fließend sind.
  • Der Neurologe geht bei der Untersuchung besonders differenziert vor.
  • Das Nervensystem ist die „Schaltzentrale“ für Steuerung und Ablauf der körperlichen Funktionen und Aktionen.

Der Arzt für Neurologie und sein Tätigkeitsfeld

Der Arzt für Nervenheilkunde ist nicht einfach ein Arzt für Nerven. Er ist ein Spezialist für Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark, deren umgebenden Strukturen und Blutversorgung. Auch für die Behandlung von Muskulatur und der peripheren (äußeren) Nerven ist er zuständig.

Wie läuft die neurologische Untersuchung ab?

Eine neurologische Untersuchung ist ein umfassender Prozess. Dies liegt an den teilweise komplexen Krankheitsbildern. Der Ablauf der Untersuchung kann in der Reihenfolge variieren, je nach Anfangsverdacht können einzelne Schritte weggelassen und andere hinzugefügt werden. Im Allgemeinen geht der Neurologe folgendermaßen vor:

  • Anamnese: Das Patientengespräch gibt dem Arzt für Neurologie anhand der Krankengeschichte und der geschilderten Beschwerden diagnostische Hinweise für weitere Untersuchungen.
  • Inspektion: Mithilfe der Inspektion erkennt der Nervenarzt, ob Haltung, Gang oder Gleichgewicht gestört ist und möglicherweise Hautveränderungen vorliegen.
  • Internistische Untersuchung: Im Rahmen der Untersuchung wird die Funktion des Herzens und insbesondere der Blutgefäße im Halsbereich sowie der Puls in Hand- und Fußgelenken geprüft.
  • Untersuchung der Hirnnerven: Die Untersuchung der zwölf Hirnnerven umfasst Tests der Mimik, der Augenbewegungen, des Schluckens und Sprechens, aber auch der sinnlichen Wahrnehmungen wie Riechen oder Schmecken. Störungen geben Rückschlüsse über mutmaßliche Erkrankungen oder Fehlfunktionen.
  • Reflextests: Reflexe sind nicht gesteuerte Reaktionen auf äußere Reize, die der Neurologe mit einem Hammer oder durch Muskeldehnung auslöst. Hier wird besonders darauf geachtet, dass Reflexe auf beiden Seiten des Körpers gleich oder ähnlich ausfallen.
  • Prüfung des motorischen Systems: Die Untersuchung gilt der Wirbelsäule, den Gelenken und Muskeln, um Lähmungen oder verminderte Muskelkraft erkennen zu können. Nicht nur Kraft, sondern auch Muskeltonus und Feinmotorik werden geprüft.
  • Koordinationstest: Im Rahmen der Untersuchung wird getestet, wie gut der Patient zielgerichtete Bewegungsabläufe ausführen kann. Unter anderem wird auch das Sprechen und Schreiben geprüft.
  • Sensibilitätstest: Der Test konzentriert sich auf die Wahrnehmung von Berührung, Druck, Temperatur und Schmerz.
  • Überprüfung der vegetativen Funktionen: Das vegetative Nervensystem steuert körperliche Funktionen wie Atmung und Verdauung. Der Neurologe misst den Puls und Blutdruck, fragt nach der Funktion von Blase und Darm. Zudem testet er die Reaktion der Haut auf Kratzreize oder Kälte.
  • Kognitive Funktionen: Die kognitiven Leistungen werden durch einen Test des Sprachverständnisses geprüft.
  • Psychischer Befund: Aufgrund verminderter Leistungsfähigkeit des Nervensystems kann das psychische Befinden beeinträchtigt sein. Dies kann sich auf Konzentration, Wachsamkeit und die Stimmung auswirken.

Weiterführende Untersuchungen können zusätzlich veranlasst werden, wenn der Neurologe eine Diagnose überprüfen will. Zu den verfügbaren diagnostischen Technologien gehören unter anderem Labortests von Blut, Urin und Hirnwasser, Ultraschall und Computertomografie, Magnetresonanztomografie und EEG.

Die häufigsten Erkrankungen in der neurologischen Praxis

ErkrankungErläuterungBehandlung

Schlaganfall

Schlaganfälle werden meist durch Bluthochdruck und/oder Engstellen bzw. Verschluss wichtiger Blutgefäße verursacht. Es kommt zu Taubheits- oder Lähmungsgefühlen, Kopfschmerz, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit.

Schlaganfälle werden in leichterer Form vielfach nicht oder nicht sofort als solche wahrgenommen!

Der Erfolg der Behandlung hängt in hohem Maß von der frühen Diagnose und einer raschen Behandlung ab. So können Folgeschäden in ihrer Schwere reduziert werden.

  • Medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln bei Schlaganfall durch Mangeldurchblutung
  • Operation am offenen Gehirn bei Schlaganfall infolge einer Hirnblutung

Hirnblutungen

Blutungen im Gehirn, die aus verschiedenen Gründen und in verschiedenen Arealen des Hirns auftreten können

  • Lokalisierung der Blutung
  • Bestimmung der Ursache
  • Überwachung
  • Ggf. operativer Eingriff

Schädel-Hirn-Trauma

Verletzungen des Kopfes, die mit Schädigungen des Hirns einhergehen

  • Überwachung und Ruhigstellung
  • Kontrolle auf Hirnblutungen in schweren Fällen

Parkinson-Syndrom

Bewegungsstörungen, Muskelstarre und Zittern aufgrund mangelnder Dopaminproduktion, oft bei älteren Patienten

Medikamententherapie

Multiple Sklerose

Schädigung von Nervenzellen meist durch fehlerhafte Immunreaktion. Die Folge sind schubweise zunehmende Lähmungen.

Medikamententherapie zur Reduzierung der Schubhäufigkeit und -heftigkeit

Hirnhautentzündung

Bakterielle Meningitis, ausgelöst durch Pneumokokken, oder virale Meningitis. Die Erkrankung geht mit Kopfschmerzen, hohem Fieber, Übelkeit und Licht- oder Lärmempfindlichkeit einher und kann in Einzelfällen zum Tode führen.

  • Eine rasche Diagnose ist von größter Wichtigkeit.
  • Die Behandlung erfolgt durch Medikamente entsprechend dem Auslöser (Viren oder Bakterien).

Epilepsie

Funktionsstörung des Gehirns, die Anfälle von unterschiedlicher Häufigkeit und Heftigkeit verursacht

  • Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Ausprägung und nach den vorwiegend betroffenen Regionen im Gehirn.
  • Oft medikamentöse Behandlung

Kopfschmerzen/

  • Chronische Kopfschmerzen mit deutlicher Minderung der Lebensqualität aus verschiedenen Ursachen, beispielsweise in Form von Spannungskopfschmerzen
  • Kopfschmerzen infolge von Medikamenten- oder Substanzmissbrauch bzw. Entzug
  • Migräne als anfallsartig auftretender, einseitiger Kopfschmerz mit ausgeprägten Begleitsymptomen wie Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit

Die Therapie ergibt sich aus dem Befinden des Patienten und der individuellen Situation.

Polyneuropathie

Erkrankungen des sogenannten peripheren Nervensystems, die sich in Fehlfunktionen der motorischen und sinnlichen Nerven äußern

Die Therapie richtet sich nach der Ausprägung der Symptome. Schmerzlinderung ist möglich durch:

  • Acetylsalicylsäure-Präparate
  • Thioctsäure oder Alphaliponsäure
  • Antidepressiva
  • Krampflösende Medikamente
  • Unter Umständen Opioide
  • Elektrische Nervenstimulation zur Linderung von Schmerzimpulsen
  • Krankengymnastik, Bäder, Elektrostimulation zur Verbesserung von Durchblutung und Muskeltonus

Hirntumore

Tumorbildung im Gehirn, aber auch im Rückenmark, oft aus hirneigenem Gewebe

Die Behandlung hängt von Größe, Lage und Beschaffenheit des Tumors ab und kann konservativ und/oder operativ erfolgen.

Wie lange dauert es, einen Termin beim Neurologen zu erhalten?

Ein Neurologe kann als niedergelassener Arzt praktizieren, häufiger aber an einer Klinik. Wie lange Sie auf einen Termin warten müssen, hängt ein wenig von Ihrem Wohnort ab. Alternativ können Sie einen Termin mit einem Neurologen online bei der TeleClinic vereinbaren.

Fragen und Antworten

Was unterscheidet den Neurologen vom Psychiater?

Während der Psychiater sich mit seelischen Störungen oder Erkrankungen befasst, die körperliche Ursachen haben (können), ist das Fachgebiet des Neurologen die Fehlfunktion des Nervensystems – die durchaus den seelischen Zustand beeinflussen kann.

Kann der Neurologe online ein Rezept ausstellen?

Einer der Neurologen der TeleClinic kann online ein Rezept ausstellen, aber als Privatrezept. Allerdings sollten Sie sich bereits in Behandlung befinden und eine neurologische Untersuchung durchlaufen haben.

Kann ein Facharzt für Neurologie mich krankschreiben?

Der Neurologe schreibt Patienten krank, wenn akute Erkrankungen wie Schlaganfall oder Hirnhautentzündung vorliegen. Bei Migräne kann ein extrem starker Verlauf den Patienten zeitweise arbeitsunfähig machen. Degenerative Erkrankungen hingegen führen schleichend zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/fachgebiete/Neurologie
  • https://www.aerzteblatt.de/fachgebiete/neurologie/studien?nid=103379
  • https://www.aerzteblatt.de/fachgebiete/neurologie/studien?nid=103358
  • https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/diagnostik/diagnostik/anamnese-und-untersuchung/
  • https://www.junge-neurologen.de/neurologie/die-zehn-haeufigsten-neurologischen-erkrankungen