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Windpocken-Ratgeber

Was Windpocken sind, wie sie übertragen werden und sie behandelt werden können, erfahren Sie hier.

Kurzfassung

  • Windpocken ist ein hochansteckendes Virus.
  • Die Krankheit tritt meistens bei Kindern bis zu 10 Jahren auf.
  • Sie äußern sich hauptsächlich durch einen juckenden Hautausschlag.
  • In der Regel werden nur die Symptome behandelt.
  • Es existiert eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen wird.

Was sind Windpocken?

Windpocken, auch Varizellen genannt, ist ein hochansteckendes Virus (Varizella-Zoster-Viren) und eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit, die sich durch Impfungen vermeiden lässt. Die Ansteckung erfolgt meistens im frühen Kindesalter bis 10 Jahre (Kindergarten- und Schulkindalter). Nachdem die Windpocken einmal überstanden sind, ist man in der Regel ein Leben lang immun. Trotzdem kann das Virus später im Leben erneut in Form von Gürtelrose ausbrechen, da der Virus in einer inaktiven Form im Körper bleibt. 

Wie werden Windpocken übertragen?

Wie der Name schon sagt, kann das Virus über größere Abstände durch den “Wind” übertragen werden. Die Ansteckung erfolgt über sog. Tröpfchen- und Schmierinfektion, also über Einatmen von Speicheltröpfchen, die von einer infizierten Person durch Husten, Niesen oder Sprechen ausgeatmet worden sind oder über Kontakt mit der virus-haltigen Flüssigkeit in den Hautbläschen. Fast jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten und einer infizierten Person führt zu einer Ansteckung.

Erkrankte Personen sind schon einige Tage vor dem Auftreten des typischen Ausschlags ansteckend.

Symptome

Die Krankheit bricht ca 8 bis 28 Tage nach der Ansteckung aus, jedoch nur aus wenn man die Windpocken noch nie hatte oder nicht geimpft worden ist. 

In den ersten paar Tagen tritt ein Krankheitsgefühl mit unspezifischen Symptomen wie Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber auf. Ab dann ist die erkrankte Person ansteckend. Nach 2-3 Tagen tritt der typische, juckende Hautausschlag auf und breitet von Kopf und Rumpf auf den ganzen Körper aus. Es bilden sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die nach 3-5 Tagen zu Krusten werden und abheilen. Durch starkes Kratzen können sich bleibende Narben bilden. 

Mögliche Komplikationen

  • Zusätzliche bakterielle Infektion der Bläschen
  • Lungenentzündung (Varizellenpneumonie) ausgelöst durch die Varizellen-Viren
  • Komplikationen im Bereich des zentralen Nervensystems z.B. Gleichgewichtsstörungen, Gehirnentzündung (Enzepahlitis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis)

Behandlung

In der Regel werden nur die Symptome behandelt.

  • Juckreizstillende Mittel und Salben 
  • Aufhalten in kühler Umgebung
  • Fingernägel kürzen um Aufkratzen der Bläschen zu verhindern
  • Pflege der Haut mit Bädern
  • Gegen Fieber: Ibuprofen oder Paracetamol

Antibiotika sind bei viralen Erkrankungen wirkungslos und kommen nur bei Komplikationen mit einer bakteriellen Infektion zum Einsatz. In seltenen Fällen, zum Beispiel bei Personen mit Immunschwäche, können Ärzte Virostatika (Medikamente zur Bekämpfung von Viren) wie z.B. Aciclovir verschreiben.

Impfung 

Die Impfung gegen Windpocken wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Durch diese sind Windpocken in Deutschland stark zurückgegangen.

Bei Kindern:

  • 1. Impfung im Alter von 11-14 Monaten 
  • 2. Impfung im Alter von 15-23 Monaten

Ungeimpfte oder unvollständig geimpfte Kinder und Jugendliche sollten die Impfung nachholen.

Ungeimpfte Erwachsene (vor allem Frauen mit Kinderwunsch), die Windpocken noch nicht durchgemacht haben, wird die Impfung empfohlen.

Was zu beachten ist

  • Erkrankte Personen sollten sich Zuhause auskurieren und den Kontakt zu Mitmenschen mit Immunschwächen vermeiden.
  • Windpocken sind meldepflichtig, das heißt, dass der Arzt (meist Kinderarzt) die Namen aller erkrankten Personen und Personen bei denen ein Verdacht besteht an das Gesundheitsamt weitergeben muss.
  • Wenn Schwangere an Windpocken erkranken, kann das Virus auch auf das ungeborene Kind übergehen (fetales Varizellen-Syndrom). Dies kann bei dem Ungeborenen zu Hautveränderungen, Geschwüren, Augenschäden oder schlimmeren Komplikationen führen.

Quellen

  • https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/windpocken-guertelrose/
  • https://www.netdoktor.de/krankheiten/windpocken/
  • https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/windpocken-varizellen/was-sind-windpocken-varizellen/
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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