Einfach bequem von zu Hause mit dem Kinderarzt sprechen?

So funktioniert der Kinderarztbesuch online

Dank Telemedizin haben Sie nun die Möglichkeit direkt online per Videogespräch oder Telefon mit einem Kinderarzt zu sprechen.

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Deutsche Facharztzulassung

 Alle TeleClinic-Kinderärzte besitzen eine Zulassung als Facharzt in Deutschland und werden durch einen medizinischen Beirat geprüft.

Langjährige Erfahrung

Unsere Ärzte besitzen mindestens 5 Jahre Erfahrung und werden durch regelmäßige Schulungen ideal auf telemedizinische Beratungen vorbereitet.

Kinderarzt-Ratgeber

Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin untersucht und behandelt Kinder aller Altersklassen. Dabei kommt dem Kinderarzt eine besondere Verantwortung in der Vorsorge und Früherkennung zu.

Kurzfassung

  • Der Kinderarzt behandelt nicht nur akute Erkrankungen, sondern nimmt auch Vorsorgeuntersuchungen vor und führt Impfungen durch.
  • Nicht nur die kleinen Patienten, sondern auch deren Eltern werden durch den Facharzt für Kinderheilkunde unterstützt und beraten.
  • Ein Kinderarzt muss neben seiner fachlichen Qualifikation ein hohes Maß an Empathie und Kommunikationsvermögen mitbringen.

Die Zuständigkeit und Tätigkeiten des Kinderarztes

Der Kinderarzt beschäftigt sich als Neonatologe mit der Neugeborenenmedizin und ist darüber hinaus ein Facharzt für Kinder-, aber auch für Jugendmedizin. Seine Tätigkeiten umfassen die Erkennung, Behandlung und Rehabilitation bei körperlichen Erkrankungen junger Menschen vom Säuglingsalter bis zum Jugendlichen. Dazu gehören:

  • Störungen der körperlichen und/oder seelischen Entwicklung
  • Behinderungen
  • Psychosomatische und psychische Erkrankungen

Spezialisierungen in der Kinderheilkunde sind die Erkennung und Behandlung vorgeburtlicher Erkrankungen, ebenso die Neugeborenenmedizin. Auch die Sozialpädiatrie ist eine mögliche Spezialisierung für Kinderärzte – und nicht zuletzt der sehr fordernde Bereich der Kinderonkologie.

Untersuchungsmethoden und Diagnosen beim Kinderarzt

Genau wie bei erwachsenen Patienten beginnt die Untersuchung beim Facharzt für Kinderheilkunde mit dem Anamnesegespräch. Da allerdings die Patienten selbst, abhängig von ihrem Alter, ihre Beschwerden oft entweder gar nicht oder nicht eindeutig beschreiben können, ist der Facharzt für Kinderheilkunde bei der Diagnose auch auf das Gespräch mit den Eltern angewiesen. Sie beschreiben aus ihrer Sicht die Symptome, die sie veranlasst haben, mit dem Kind zum Arzt zu gehen.

Die physische Untersuchung richtet sich nach den geäußerten Beschwerden oder den vorliegenden Symptomen.

  • In der Regel umfasst sie das Abhören der Herztöne, der Bronchien und Lungen mit dem Stethoskop.
  • Durch visuelle Begutachtung von Rachen und Nasenmuscheln kann der Kinderarzt recht schnell erkennen, ob entzündliche Erkrankungen der Schleimhäute, der Rachenmandeln oder Polypen vorliegen.
  • Klagen Kinder über Bauchschmerzen, liefert das Abtasten des Bauches dem Kinderarzt erste Erkenntnisse zu den möglichen Ursachen.
  • Auch Tests des Sehsinns und des Gehörs kann ein Kinderarzt durchführen.

Impfprogramm und Früherkennung mit dem Kinderarzt

Der Kinderarzt ist der Ansprechpartner für das vollständige Impfprogramm – dazu gehören die Impfberatung und die Ausführung der Impfungen in den vorgesehenen Zeiträumen. Ein umfassender Impfschutz ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorgemaßnahmen, die ein Facharzt für Kinderheilkunde durchführen sollte. Denn Impfungen schützen im Kindesalter und darüber hinaus vor Erkrankungen. Auch die insgesamt zehn frühkindlichen Früherkennungsuntersuchungen von der Geburt bis zum Erreichen der Schulreife führt der Kinderarzt durch. Die kostenlosen Untersuchungen dienen der Überprüfung des Gesundheitszustandes und erlauben die rechtzeitige Diagnose von Entwicklungsstörungen.

Die wichtigsten empfohlenen Impfungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die folgenden Impfungen. Die Kosten für die genannten Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Kinder bis zum 12. Lebensjahr

Jugendliche zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr

  • Diphtherie
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis
  • Influenza
  • Hepatitis B
  • Hib (Haemophilus influenzae Typ b)
  • Humane Papillomaviren
  • Keuchhusten
  • Masern
  • Meningokokken
  • Mumps
  • Pneumokokken
  • Kinderlähmung
  • Rotaviren
  • Röteln
  • Tetanus
  • Windpocken
  • Diphtherie
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis
  • Influenza
  • Hepatitis B
  • Humane Papillomaviren
  • Keuchhusten
  • Masern
  • Mumps
  • Pneumokokken
  • Kinderlähmung
  • Rotaviren
  • Röteln
  • Tetanus
  • Windpocken

Krankheiten, die der Kinderarzt häufig behandelt

Halsentzündungen: Halsschmerzen können bei Kindern verschiedene Ursachen haben – sie können den Rachen und Kehlkopf betreffen, aber auch die Rachenmandeln. Bei wiederkehrenden Mandelentzündungen, die mit schnell einsetzendem hohem Fieber einhergehen können, wird als letztes Mittel eine Entfernung der Mandeln empfohlen.

Infektionskrankheiten: Kinder, insbesondere Kleinkinder, erkranken häufiger als Erwachsene an bakteriellen oder viralen Infektionen – bis zu einmal im Monat, teilweise bedingt durch den engen Kontakt mit Spielgefährten im Hort, im Kindergarten oder in der Schule. Husten, Schnupfen und Fieber sind die geläufigen Symptome, der Kinderarzt verschreibt zunächst lindernde Medikamente und Hausmittel wie Inhalationen oder Fenchelhonig gegen Husten. So lässt sich der Einsatz von Antibiotika reduzieren bzw. vermeiden.

Keuchhusten: Typisch für Keuchhusten ist das abgehackte Husten, das oft bis zur Erschöpfung anhält. Den Hustenanfällen geht eine Frühphase voraus, die einer normalen Erkältung ähnelt. Bei Pertussis handelt es sich um eine hochansteckende und deshalb meldepflichtige bakterielle Erkrankung. Vorbeugen können Eltern gegen Keuchhusten durch Impfungen im Rahmen des regulären Impfprogramms. Der Kinderarzt berät hierzu. Ist ein Kind an Keuchhusten erkrankt, lässt sich der Verlauf durch Antibiotika mildern. Die Erholungsphase kann dennoch bis zu zehn Wochen dauern.

Mumps: Wenn kleine Patienten unter dem „Ziegenpeter“ leiden, fühlen sie sich zunächst matt und abgeschlagen. Hinzu kommen innerhalb von drei Tagen Fieber und das Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, die den „Hamsterbacken-Effekt“ verursachen. Die Krankheit wird durch Viren ausgelöst, verläuft bei Kindern harmlos, kann aber das Gehör schädigen. Auch gegen Mumps kann vorbeugend geimpft werden. Erkrankte Kinder werden mit fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamenten behandelt, bis die Erkrankung abklingt.

Scharlach: Das Scharlachfieber wird durch Streptokokken verursacht und ist hochansteckend. Eine Impfung gibt es nicht. Scharlach beginnt mit Husten und Halsentzündungen, charakteristisch ist die leuchtend rote Zunge der Erkrankten. Verbreitet werden die Bakterien durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen. Zu den ersten Symptomen kommen Abgeschlagenheit, oft auch Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen sowie Erbrechen. Hautausschläge – am ganzen Körper – können die Krankheit begleiten. Auch weißliche Papeln an der Mundschleimhaut gehören zu den Symptomen. Scharlach wird mit Antibiotikagaben behandelt. Setzt die Therapie nicht rechtzeitig ein, kann sich eine eitrige Mandelentzündung einstellen. Auch Lungenentzündungen oder eitrige Mittelohrentzündungen als Folge verschleppter Scharlachinfektionen sind nicht selten. Spätfolgen wie Schwerhörigkeit können nicht ausgeschlossen werden.

Masern: Das Masernvirus verursacht zunächst Symptome, die einem grippalen Infekt ähneln, dann folgt eine Phase, in der der typische rötliche Hautausschlag auftritt. Jede Phase wird von einem starken Fieberanstieg begleitet. Auch Müdigkeit, Kopf- und Leibschmerzen, Schnupfen und Bindehautentzündungen können die Krankheit begleiten, ebenso weißliche Flecken an der Mundschleimhaut (Koplik-Flecken). Masern sind hochansteckend und meldepflichtig. Einen Wirkstoff gegen die Viren gibt es nicht. Therapien können nur symptomatisch lindern, bis die Erkrankung abklingt. Bei den Masern handelt es sich nicht um eine „harmlose“ Kinderkrankheit, in Einzelfällen kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Die Masernimpfung als Teil des frühkindlichen Impfprogramms bietet einen vollständigen Schutz.

Windpocken: Windpocken sind ein rötlicher, juckender und nässender Hautausschlag, der hochgradig ansteckend ist und von Viren verursacht wird. Zu den Begleitsymptomen der typischen Kinderkrankheit gehören Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und Müdigkeit. Das Aufkratzen des Ausschlags sollte verhindert werden, um eine Sepsis zu vermeiden. Bei unkompliziertem Verlauf werden Lotionen gegen den Juckreiz und eventuell fiebersenkende Mittel verschrieben. Vorbeugend sollten Kleinkinder durch eine zweimalige Impfung gegen die Varizellen immunisiert werden. Einmal an Windpocken erkrankte Kinder haben in der Regel ebenfalls eine lebenslange Immunität.

Übergewicht: Die tiefgreifende Veränderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten bewirkt, dass Kinderärzte immer häufiger Übergewicht oder Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen diagnostizieren. Hier empfiehlt der Arzt nicht nur eine Umstellung des Speiseplans, sondern ein gezieltes Bewegungsprogramm, um nachhaltige Gewichtsreduktion zu erzielen und spätere Folgeschäden zu vermeiden.

Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS): Von Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivität, kurz ADHS, sind schätzungsweise eine halbe Million Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen. Zwei Drittel von ihnen tragen die Störung auch ins Erwachsenenalter weiter. Die organischen Ursachen von ADHS sind nicht genau bekannt, auch eine genetische Veranlagung wird angenommen. Einig sind sich Fachleute darin, dass die Betroffenen unter einer eingeschränkten Weiterleitung der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin leiden. Für die Patienten, aber auch die Familie und das schulische oder berufliche Umfeld bedeutet ADHS eine starke Beeinträchtigung. Die Krankheit wird mit einer Therapie, Elternschulungen und im Extremfall mit Medikamentengabe (in der Regel Ritalin) begleitet. Heilbar ist ADHS nicht – die Therapie kann nur die Symptome mildern.

ADHS – wie stellt der Kinderarzt die Diagnose?

In der Regel stellt der Kinderarzt eine erste Diagnose auf ADHS. Eine sichere Feststellung ist jedoch erst ab dem dritten Lebensjahr möglich. Neben Patienten- und Elterngesprächen sind physische und neurologische Untersuchungen, Intelligenz- und Aufmerksamkeitstests sowie Verhaltensbewertungen Bestandteile der Diagnose. Weitere Tests, wie Hirnstrommessungen und Blutuntersuchen, können ebenfalls durchgeführt werden, damit sich der Kinderarzt ein Bild von der allgemeinen Entwicklung und dem Verhalten des Kindes machen kann.

Wie bereite ich mein Kind auf den Besuch beim Kinderarzt vor?

Eltern, die ihr – meist bereits erkranktes – Kind zum Facharzt für Kinderheilkunde bringen, sind oft selbst besorgt und aufgeregt. Ganz besonders, wenn es das erste Kind ist. Allerdings ist auch der kleine Patient aufgeregt und ängstlich. Die fremden Personen flößen Furcht ein, vor allem während einer Fremdelphase. Eltern können ihr Kind aber auf den Arztbesuch vorbereiten. Beispielsweise kann ein Lieblings-Stofftier oder eine Kuscheldecke mitgenommen werden. Bewährt hat sich auch, wenn der Teddy oder die Puppe zuerst untersucht wird. Grundsätzlich gilt daher: Wenn Sie Ihr Kind nicht beruhigen können, etwa bei hohem Fieber oder starkem Husten, bewahren Sie selbst die Ruhe. Denn die Aufregung der Eltern projiziert sich auf den Nachwuchs.

Welche Unterlagen mitnehmen zum Kinderarzt?

Egal, ob Sie mit einem Säugling zur Vorsorgeuntersuchung gehen oder mit einem älteren Kind wegen einer akuten Erkrankung den Kinderarzt aufsuchen: Nehmen Sie den Impfpass Ihres Kindes mit, das Vorsorgeheft der Früherkennungsuntersuchungen und natürlich die Versichertenkarte Ihrer Krankenkasse.

Krankes Kind – und nun? Krankschreibung für Eltern

Ein Elternteil kann für die Betreuung eines erkrankten Kindes freigestellt werden, wenn der Nachwuchs nachweislich zu krank ist, um eine Betreuungseinrichtung zu besuchen.

  • Für die Betreuung eines Kindes stehen Arbeitnehmern pro Jahr zehn Krankheitstage zu.
  • Bei zwei Kindern sind es insgesamt 25 Tage.
  • Bei mehr als zwei Kindern kann sich diese Zahl auf bis zu 50 Tage pro Jahr erhöhen.

Ein entsprechendes Attest stellt der Kinderarzt aus.

Kinderkrankengeld: Sollte die bezahlte Freistellungsfrist nicht ausreichen und ein Elternteil unbezahlten Urlaub nehmen müssen, um ein oder mehrere Kinder zu pflegen, greift das Kinderkrankengeld. Die Krankenversicherung zahlt nach § 45 im Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch (SGB V), während dieser Zeit 70 Prozent des Bruttogehalts, maximal 90 Prozent des Nettogehalts.

Termin beim Kinderarzt: Wie lange muss ich warten?

Die flächendeckende Versorgung durch Fachärzte für Kinderheilkunde ist zumindest in städtischen Regionen in Deutschland gut. Allerdings konsultieren Eltern oft nicht den nächstgelegenen Kinderarzt, sondern einen Mediziner, der empfohlen oder gut bewertet wird. Für reguläre Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sollten Sie einen Termin machen. Bei Notfällen werden Sie mit Ihrem Kind noch am selben Tag in der Sprechstunde berücksichtigt. Während der Nacht und am Wochenende gibt es einen entsprechenden kinderärztlichen Notdienst.

Wichtige Fragen & Antworten

Mein Kind ist krank! Was tun?

Wenn Ihr Kind fiebrig ist, die ganze Nacht gehustet hat oder unter Krämpfen leidet, behalten Sie die Ruhe. Prüfen Sie die Symptome und messen Sie das Fieber. Rufen Sie Ihren Kinderarzt an und schildern Sie Ihre Beobachtungen. Wenn der Arzt den Verdacht hat, dass Ihr Kind an einer hochansteckenden Erkrankung leidet, bekommen Sie schnell einen Termin. Der Kinderarzt wird außerdem Sorge tragen, dass Ihr Kind in der Praxis keine Gelegenheit zum Kontakt mit anderen kleinen Patienten bekommt. Wenn Sie einen Behandlungsvertrag abschließen, machen Kinderärzte auch Hausbesuche.

Behandelt der Kinderarzt auch Verletzungen?

Kleine Wunden wie Prellungen oder Schürfwunden können Sie kühlen bzw. desinfizieren. Bei größeren Verletzungen, wie Verbrühungen, Schnittwunden oder sogar Knochenbrüchen, hingegen sollten Sie Ihr Kind sofort in die Ambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses bringen. Gleiches gilt für akute und besorgniserregende Krankheitssymptome während der Nacht und am Wochenende.

Bis wann gehen Kinder zum Kinderarzt?

Theoretisch behandeln Kinderärzte ihre kleinen Patienten bis zum Abschluss der körperlichen Entwicklung. Korrekterweise sollte man von Kinder- und Jugendärzten sprechen. Allerdings wechseln Teenager im elften oder zwölften Lebensjahr in der Regel zum Hausarzt. Junge Mädchen sollten mit dem Einsetzen der Menstruation beginnen, den Facharzt für Frauenheilkunde zu konsultieren.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=101496&s=Kinderarzt
  • https://de.statista.com/statistik/daten/studie/284044/umfrage/gesundheitsprobleme-von-kindern-haeufigkeit-in-deutschland-nach-alter-2013/
  • https://www.impfen-info.de/wissenswertes/wie-impfempfehlungen-zustande-kommen/

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