Ihr Ratgeber zu Hornzipfel

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Hornzipfel-Ratgeber

Was Hornzipfel sind, was für Symptome es gibt und welche Ursache sie haben erfahren Sie hier.

Obwohl fast jeder dritte Mann davon betroffen ist, ist Hornzipfel meistens ein “Tabuthema”. Dabei handelt es sich hierbei um keine Geschlechtskrankheit, sondern um ein harmloses, körperliches Phänomen, das als evolutionäres Überbleibsel keine Funktion besitzt.

Kurzfassung

  • Bei Hornzipfel handelt es sich nicht um einen Erkrankung sondern um ein ungefährliches körperliches Phänomen.
  • Hornzipfel kommt meistens am Penis, am Rend des Eichel vor.
  • Hornzipfel ist bei den Betroffenen oftmals mit Scham verbunden.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten Hornzipfel entfernen zu lassen.

Definition

Als Hornzipfel (lat. Hirsuties papillaris penis oder Papillae coronae glandis) werden warzenartige Gebilde oder Papeln bezeichnet, die hauptsächlich am Penis, meist am Rand der Eichel, zum Teil auch bis zum Eichelbändchen, vorkommen. Es handelt sich dabei um kleine Hautknötchen aus Blutgefäßen, kleinen Nerven, Bindegewebe und Hornmaterial. Sie können in weißlicher, rötlicher oder hautfarbener Form auftreten und sind ringförmig oder in Reihen angeordnete, pickelähnliche, erhabene Hautknötchen. Das erste Mal treten sie häufig in der Pubertät auf und zeigen sich am Penis im erigierten Zustand. 

Hornzipfel können in seltenen Fällen auch bei Frauen an der Vagina auftreten. 

Es handelt sich dabei um ein harmloses, körperliches Phänomen von dem fast jeder dritte Mann betroffen ist. Hornzipfel ist keine Geschlechtskrankheit! Es bedarf daher aus medizinischer Sicht keiner Behandlung. 

Ursachen 

Hornzipfel treten das erste mal meistens in der Pubertät auf. Es handelt sich dabei um ein evolutionäres Überbleibsel (Atavismus) ohne Funktion. Die genauen Ursachen der Entstehung sind noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt, es werden jedoch erbliche Ursachen vermutet. Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen sexueller Reifung der Geschlechtsorgane und der Entstehung von Hornzipfel.

Symptome

Bei Hornzipfel handelt es sich um ein körperliches Phänomen, dass keine Symptome oder gesundheitliche Folgen hat. Oftmals wird Hornzipfel fälschlicherweise für eine Geschlechtskrankheit gehalten, was bei den Betroffenen zu Scham und Missverständnissen vor allem im Bereich der Sexualität führt. Zusätzlich entsteht bei manchen Männern ein Leidensdruck aus ästhetischen Gründen, da der Penis “nicht der Norm entspricht”.

Hornzipfel nicht keine Krankheit und demnach auch nicht ansteckend!

Diagnose

Hornzipfel ist allgemein ungefährlich. Um dennoch sicher zu gehen, dass es sich nicht um eine Erkrankung handelt, sollten Betroffene einen Facharzt (Hautarzt oder Urologe) aufsuchen und eine körperliche Untersuchung durchführen. 

Diese Erkrankungen gilt es auszuschließen:

  • Talgdrüsen auf der Penishaut (Fordyce-Drüsen)
  • Feigwarzen (ansteckend)
  • Dellwarzen am Penisschaft
  • Durch Syphilis ausgelöste Hautveränderungen

Behandlung 

Da es sich bei Hornzipfel nicht um eine Krankheit handelt, besteht kein zwingender Behandlungsbedarf. Dennoch stellen Hornzipfel für viele Betroffene eine psychische Belastung dar, die zu Störungen der Libido oder Erektionsstörungen führen kann. In diesem Fall können Hornzipfel professionell z.B. von einem Hausarzt entfernt werden. Dabei werden nach einer örtlichen Betäubung CO2-Laser Radiowellen angewendet um die Hautknötchen am Penis sanft zu entfernen.

Nach der abgeschlossenen Behandlung sollte der Patient mehrmals täglich eine Wundcreme auf die behandelten Bereiche auftragen und 14 Tage auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Danach sollte der Patient ein bis zwei Wochen ein Kondom verwenden.

Im Normalfall handelt es sich bei der Entfernung von Hornzipfel um einen unkomplizierten kleinen Eingriff. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer Empfindlichkeit der Eichel kommen, die nach einigen Tagen vergeht. In Ausnahmefällen kann es zu einer bleibenden Gefühlsstörung kommen. 

Obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, kommt es bei einigen Patienten zu einer Wiederkehr der Hornzipfel, die dann erneut behandelt werden müssen.

Von der Selbstbehandlung durch Hausmittel wie Teebaumöl, Rizinusöl oder Warzenentferner wird allgemein abgeraten. 

Quellen

  • https://www.gesund-vital.de/kompakt/hornzipfel
  • https://www.urodoctor.de/hornzipfel/
  • https://www.haut-mz.de/blog/was-sind-hornzipfel-669/
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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