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Als Privatversicherter erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Bei Bedarf können Ihnen unsere Ärzte Privatrezepte, sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Diese sind rechtsgültig und werden von Arbeitgebern und Apotheken anerkannt. Bitte beachten Sie, dass eine private AU nicht zur Beantragung von Krankentagegeld gültig ist und Sie bei einem Privatrezept die Kosten für das verschriebene Medikament selbst tragen müssen.

Nachdem der Arzt das digitale Rezept für Sie ausgestellt hat, können Sie es direkt in der App einlösen. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie Ihr Medikament bei einer Partner-Apotheke vor Ort abholen wollen oder ob Sie sich das Medikament kostenlos und bequem nach Hause liefern lassen. Das Medikament zahlen Sie entweder vor Ort oder auf Rechnung der Versandapotheke.

Im Schnitt können Sie bei uns innerhalb von 2 Stunden einen Arzt sprechen. Je nach Auslastung und Tageszeit kann dieser Wert etwas variieren.

Zunächst übermitteln Sie Ihr Anliegen via Online-Formular oder in der App an unsere medizinischen Assistenten. Diese nehmen Ihre Anfrage auf und vermitteln Sie an den richtigen Arzt weiter. Zum vereinbarten Termin müssen Sie dann die App öffnen und der Online-Sprechstunde beitreten. Die Verbindung mit dem Arzt wird sofort hergestellt, sobald dieser ebenfalls der Online-Sprechstunde beigetreten ist. Im Gespräch nimmt sich der Arzt für Ihr Anliegen so lange Zeit bis alle wichtigen Fragen geklärt sind und stellt Ihnen im Anschluss alle wichtigen Dokumente in der App aus.

Unsere Patienten lieben TeleClinic

Dieter Wagner
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Eine tolle Idee. (...) Außerdem: wer sitzt schon gerne lange in einem Wartezimmer herum? Die meisten jedenfalls nicht. Ich finde diesen Service hervorragend!
Juia499
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Super Hilfe für Mamas! Als Mama ist diese App genial, weil ich super schnell an Kinderärzte rankomme, und dem Arzt bsp Ausschläge oder geschwollenen Füße nach Wespenstiche zeigen kann. (...)
Philipp Kroiss
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Ich habe mit Teleclinic eine tolle Möglichkeit gefunden mir unkomliziert ein Rezept verschreiben zu lassen. Ich erspare mir lange Wartezeiten bei einem lokalen Arztbesuch. (...)
Marie Wickie
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Ich finde diese App sehr praktisch. Die Angabe meiner Daten ging sehr unkompliziert und das Ergebnis war top.
Mara Drotziger
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Coole Idee. Wird Zeit, dass HealthCare auch mehr digital wird. Ein Schritt in die richtige Richtung.
Nicola Pantelias
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Endlich gibt es ein digitales Angebot zum Arztbesuch!! Hier wird der Patient schnell und kundenorientiert bedient und ärztlich gut versorgt. Und das alles ohne Fahrtweg und Ansteckung!! (...)
RandaN1982
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Sehr innovativ Ich habe heute die App zum ersten Mal genutzt. Ich war positiv überrascht. Die Handhabung ist sehr easy und intuitiv. (...) So geht Arzt 2019!
seiste10
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Nach einiger Skepsis hatte ich mich doch entschieden, die App auszuprobieren. (..) Ich kann die App nur weiterempfehlen!
Sven Trabusch
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Sehr gut! Ich war mit dem gesamten Ablauf sehr zufrieden. Auch die Kommunikation mit TeleClinic (...) Ich war wirklich sehr positiv überrascht. Werde den Service bestimmt wieder nutzen.
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Ratgeber zu Urologen & zum Fachgebiet

Die Urologie ist das Fach innerhalb der Medizin, das sich mit der Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Erkrankungen der Niere und Harnwege bei Frauen, Männern und Kindern sowie mit den männlichen Geschlechtsorganen beschäftigt. Urologen behandeln auch Probleme bei der Fortpflanzung und der Sexualität. Da sich das Fachgebiet aus der Chirurgie entwickelt hat, gehören sämtliche operative Therapien in diesem Bereich ebenfalls zu den Aufgaben von Urologen.

Kurzfassung

  • In der Urologie werden Krankheiten des Urogenitalsystems behandelt. Dieser Begriff fasst die Harn- und Geschlechtsorgane zusammen. 
  • Das Urogenitalsystem (auch: Urogenitaltrakt) fällt in die Fachgebiete der Urologie und Gynäkologie. Urologen sind auf Erkrankungen des männlichen Genitaltrakts spezialisiert.
  • Blase, Nieren, Prostata und Co.: Beispiele für häufige urologische Erkrankungen sind Nieren- und Harnsteine, die gutartige Vergrößerung der Prostata, Störungen beim Wasserlassen, Infektionen.
  • Wichtig ist die Urologie auch für das Erkennen und Behandeln von Tumoren im Urogenitaltrakt, denn unter den zehn häufigsten bösartigen Krebsdiagnosen finden sich vier aus dem Gebiet der Urologie.
  • Der häufigste bösartige Tumor des Mannes ist Prostatakrebs.
  • Potenzstörungen bis hin zur Impotenz (erektile Dysfunktion) ist ebenfalls eine sensible urologische Erkrankung, die häufig tabuisiert wird und unbehandelt bleibt.
  • Vielen urologischen Erkrankungen kann über den Lebensstil vorgebeugt werden, selbst 40 Prozent der Krebserkrankungen gelten als vermeidbar.

Steckbrief Urologie

Anders als vielfach angenommen, sind urologische Erkrankungen zahlreich und weit verbreitet. Alt und jung, Männer, Frauen und Kinder – alle können betroffen sein. Urologinnen und Urologen sind Fachärzte für sämtliche Erkrankungen und Funktionsstörungen der Harn- und Geschlechtsorgane, kurz: für das Urogenitalsystem/den Urogenitaltrakt. Spezialisiert sind sie indes auf Erkrankungen des männlichen Genitaltrakts, deshalb werden sie häufig als „Männerarzt” bezeichnet. Zum Urogenitalsystem gehören:

Die Harnorgane

  • Nieren
  • Harnleiter
  • Harnblase
  • Harnröhre

Die Geschlechtsorgane – hier: des Mannes

  • Penis
  • Hodensack, Hoden und Nebenhoden
  • Prostata
  • Samenleiter und Samenbläschen

Weiterbildung zum Facharzt für Urologie

Nach dem Medizinstudium dauert die Facharztweiterbildung in Urologie fünf Jahre. Gemäß der Musterweiterbildungsordnung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) findet die Ausbildung seit 2021 schwerpunktmäßig im ambulanten Bereich statt, nach wie vor natürlich auch im stationären Bereich. In diesen 60 Monaten wird bereits häufig selbstständig operiert. Da sich das Fachgebiet aus der Chirurgie entwickelt hat, gehören sämtliche operative Therapien in dem Bereich ebenfalls zu den Aufgaben von Urologen. Abgeschlossen wird die Ausbildung zum urologischen Facharzt/zur urologischen Fachärztin durch eine Prüfung vor der zuständigen Landesärztekammer. 

Während der Ausbildung sind weitere Spezialisierungen möglich, zum Beispiel: 

  • Zusatzbezeichnung Andrologie: Der Spezialist für männliche Sexualität und Fortpflanzung – das Gegenstück zum Gynäkologen – heißt Androloge.
  • Zusatzbezeichnung Proktologie: Proktologen oder auch Darmspezialisten beschäftigen sich mit den an die Harnwege angrenzenden Strukturen, dem Enddarm – also Mastdarm und Analkanal – und Beckenboden.

Arbeitsgebiete

Urologen und Urologinnen sind in eigener Praxis niedergelassen oder als Fachärzte in einer Klinik angestellt. Besonders wichtig ist für sie das Erkennen und die Therapie von Tumoren im Urogenitaltrakt, denn unter den zehn häufigsten bösartigen Krebsformen finden sich vier aus dem Gebiet der Urologie. Allen voran das Prostatakarzinom, gefolgt von Blasenkrebs, Nierenkrebs und Hodentumoren bei jüngeren Männern.

Auch Steinleiden, die gutartige Prostatavergrößerung und Harninkontinenz sind millionenfach verbreitet. Und bis zu acht Millionen Männer haben Erektionsprobleme. Hier gilt es noch immer viele Tabus zu überwinden, denn trotz des hohen Leidensdrucks schweigen viele Betroffene aus Scham.

Zum Arbeitsgebiet der Urologen gehören ebenfalls männliche Unfruchtbarkeit, Nierenerkrankungen oder
-transplantationen sowie bei Kindern die Vorhautverengung (Phimose), Hodenhochstand und nächtliches Einnässen, die Lokalanästhesie und die Untersuchung von Keimzellen, Blut, Urin etc. im Labor. Nicht zuletzt beschäftigen sich Urologen auch mit der Männergesundheit (Andrologie) und medikamentösen Tumortherapie.

In der Urologie werden Krankheiten des Urogenitalsystems behandelt. Dieser Begriff fasst die Harn- und Geschlechtsorgane zusammen. 

Häufige urologische Erkrankungen

Probleme mit der Potenz und Zeugungsfähigkeit sowie Prostata- und Blasenerkrankungen sind Themen, mit denen Männer sich leider meist erst beschäftigen, wenn sich Beschwerden bemerkbar machen. Zu den häufigsten Erkrankungen in der Urologie gehören:

Prostatakarzinom

Es ist ein Krebs des Alters und nicht harmlos: Das Prostatakarzinom betrifft vorwiegend Männer um die 70, ist mit 23 Prozent oder 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr (Stand: 2019) der häufigste maligne, sprich bösartige, Tumor und mit knapp 12 Prozent die dritthäufigste Krebs­todesursache bei Männern in Deutschland. Doch bei frühem Erkennen ist Prostatakrebs zu über 70 Prozent heilbar. Für diesen wie für alle Krebsarten gilt: Gerade im Frühstadium besteht noch eine ausgezeichnete Behandlungschance und die Lebenserwartung wird nicht zwingend beeinträchtigt. Zu spät erkannt und zu spät behandelt, kann diese Krebsart jedoch rasch zum Tod führen.

Gutartige Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Wenn beim Wasserlassen Probleme auftreten, kann eine vergrößerte Prostata den Harnabfluss behindern. Ausgangspunkt ist jener Teil der Prostata, der die Harnröhre unmittelbar umschließt. Nach und nach wird die Harnröhre eingeengt, so dass es zu Beschwerden kommen kann: Der Harnstrahl wird schwächer und der Harndrang häufiger. Ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt, kann nur der Urologe überprüfen.

Steinleiden

Harnsteine sind Ablagerungen von Kristallen, die im gesamten Harntrakt vorkommen können. Je nach Lokalisation heißen sie Harnleiter-, Nieren- oder Blasensteine. Nierensteine gehören zu den zehn häufigsten Anlässen für eine Aufnahme im Krankenhaus. 

Gründe für die Entstehung sind ein Lebensstil mit suboptimalen Gewohnheiten (Diäten, viel Alkohol, Flüssigkeits-, Bewegungsmangel), Stoffwechselstörungen, wiederkehrende Harnwegsinfekte, angeborene und erworbene Veränderungen der Nieren und Harnwege (Verengungen, Fehlbildungen, Schwangerschaft, Nervenschädigungen). 

Harnsteine bilden sich durch erhöhte Konzentrationen von Kalzium, Harnsäure und anderen Substanzen im Urin; begünstigend wirken Lebensmittel mit viel Oxalsäure, zum Beispiel Rote Bete, Spinat, Mangold, Rhabarber, Kaffee, Cola, Schokolade, Erdnüsse. 

Symptome sind stechende Schmerzen oder Koliken, die in den Unterbauch, die Leisten und sogar in die Genitalien ausstrahlen können, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Vier von fünf Nierensteinen können mit dem Urin ausgeschieden werden, sofern genug getrunken und die Ernährung umgestellt wird.

Frauen erkranken ebenso wie Männer an Nieren- oder Blasensteinen, doch deutlich seltener, da ihre Harnröhre kürzer ist und Bakterien schneller in die Blase aufsteigen. Daher haben Frauen häufiger eine Blasenentzündung.

Harninkontinenz

Blasenschwäche und zunehmende Harninkontinenz ist bei vielen Patienten altersbedingt und bei Frauen häufige Folge von Stress, Geburt oder Schäden an der Harnröhre. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Inkontinenz keine eigenständige Krankheit ist, sondern immer Folge vorhandener Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen gehört geringer Urinabgang bei körperlicher Belastung (Belastungs- bzw. Stressinkontinenz) und starker Harndrang mit unwillkürlichem Urinabgang (Dranginkontinenz bzw. Urge Inkontinenz). Es gibt weitere Inkontinenzarten, die nach bestimmten Kriterien unterschieden werden.

Niereninsuffizienz

Die Nieren entgiften das Blut und sorgen dafür, dass ausgefilterte Schadstoffe mit dem Urin ausgeschieden werden. Wenn beide Nieren ihre Filterfunktion nicht mehr ausreichend ausüben können, bedeutet dies für den gesamten Organismus langfristig eine erhöhte Belastung: „Körpermüll” wird über den Urin nicht mehr abtransportiert und sammelt sich im Blut an; das Blut wird nicht mehr genügend gereinigt. Treiber eines solchen Prozesses sind Erkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Bluthochdruck, aber auch Medikamente. 

Urologen unterscheiden fünf Stadien der Niereninsuffizenz, anfänglich ist sie nicht wahrnehmbar oder schmerzhaft. Betroffene leiden allerdings unter verstärktem Durst und möglicherweise Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Wer nicht frühzeitig einen Urologen konsultiert, erhält die Diagnose mitunter erst, wenn die Nieren stark geschädigt sind.

Blasenentzündung

Wenn Bakterien die Harnwege infizieren und schlimmstenfalls zur Harnblase aufsteigen, können sie eine Blasenentzündung (Zystitis) auslösen. Aufgrund ihrer Anatomie – kurze Harnröhre – sind Frauen häufiger betroffen. Blasenentzündungen sind ansteckend, insbesondere für im selben Haushalt lebende Personen. Zu den Symptomen gehören häufiger Harndrang bei unzureichend empfundener Entleerung, bis in die Nieren ausstrahlende Schmerzen, Brennen beim Wasserlassen, Blut im Urin. Eine verschleppte, sprich unbehandelte Zystitis kann sich auf die Nieren ausdehnen und dort eine Entzündung auslösen; erleichternd können winzige Verletzungen durch Nierensteine wirken.

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)

Eine erektile Dysfunktion kann durch Gefäßveränderungen hervorgerufen werden, aber auch durch Hormonstörungen. Wenn Potenzmittel wirken, ist eine Ursache in den kleinen Gefäßen wahrscheinlich. Verantwortlich hierfür sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Die müssen ebenso abgeklärt werden wie die Frage, ob ein Diabetes besteht und/oder eine Gefäßverengung im Becken, die im Urogenitaltrakt nicht genügend Blut zur Verfügung stellt, um eine Erektion zu erreichen.

Diagnostik

Wie jeder Arzt beginnt auch ein Urologe mit einem Anamnesegespräch. Denn nicht alle in seinen Bereich fallende Krankheiten äußern sich durch lokale Symptome. Im Gespräch kann der allgemeine Gesundheitszustand ebenso abgeklärt werden wie die aktuellen Beschwerden.

In Rahmen der Untersuchung werden dann verschiedene Verfahren genutzt. Bei Frauen wird auf die Anwesenheit von Assistenzpersonal geachtet.

  • Abtasten (Palpation): Äußere Geschlechtsorgane des Mannes und ggf. der Frau, Harnblase, Bauchhöhle (Lebergröße, Milz, Leistenbruch, Druckschmerz, Loslassschmerz), Nieren 
  • Betrachten (Inspektion): Bauchhöhle, Anus, außere Geschlechtsorgane des Mannes und ggf. der Frau
  • Abhorchen (Auskultation): Darmgeräusche, Nieren 
  • Abklopfen (Perkussion): Harnblase
  • Rektale Untersuchung (digital-rektale Untersuchung, DRU): Anus und Prostata
  • Ultraschall (Sonographie): Erfolgt bei urologischen Patienten häufig, zum Beispiel bei Bauch- und Leistenschmerzen, Beschwerden beim Wasserlassen, jeder Art von Nierenproblemen, Harnwegsinfekten, Schmerzen in der Bauchhöhle, erektiler Dysfunktion, Penisbruch, Harnröhrensteinen, Penistumoren, chronischen Beckenschmerzen, Entzündung der Prostata, Lymphknotenmetastasen bei Hodentumoren, nicht zuletzt zur Vorbereitung von Operationen
  • Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) für labormedizinische Untersuchungen
  • Urinanalysen
  • Blutuntersuchungen: Elektrolyte, Entzündungswerte, Blutgerinnung, Nieren-, Herz-, Leberparameter, Tumormarker, Hormone
  • Bildgebende Verfahren (CT/MRT): Bei vielen Fragestellungen zu Bauch- und Beckenraum, Nieren, Harntrakt
  • Funktionsuntersuchungen (Urodynamische Untersuchungen): Gegebenenfalls Harnstrahlmessungen, Harnblasendruckmessung

Je nach Diagnose kann es nötig werden, dass der Urologe einen Kollegen/eine Kollegin aus einem anderem Fachgebiet hinzuzieht oder Patienten entsprechend überweist.

Behandlungen

In der Urologie stehen moderne Möglichkeiten zur Verfügung, die abhängig von der Erkrankung und der Dringlichkeit zum Einsatz kommen. Viele urologische Diagnosen können ambulant behandelt werden, die Einweisung in eine Klinik wird vom niedergelassenden Urologen veranlasst. Beispiele:

Ambulant

  • Entzündungen der Harnwege, Blase, Nieren, Nierenbecken werden meist medikamentös mit Antibiotika versorgt.
  • Physiologisch bedingte Potenzstörungen können ebenfals medikamentös behandelt werden, etwa bei schlechter Durchblutung der Penisschwellkörper. 
  • Mit einer Belastungsinkontinenz – eine typische Fraueninkontinenz – muss sich niemand abfinden. Sofern keine organische Erkrankung vorliegt, kann mit kräftigenden Gymnastikübungen, Pilates und Schwimmen die Beckenbodenmuskulatur gestärkt werden. Über ein gezieltes physiotherapeutisches Beckenbodentraining hinaus hilft gegebenenfalls auch eine Gewichtsreduktion.
  • Eine frühzeitig erkannte Niereninsuffizienz, kann mit verschiedenen Verfahren konservativ behandelt werden. Bei Diabetikern muss der Blutzucker optimal eingestellt werden. Bluthochdruck-Patienten erhalten Blutdrucksenker. Unterstützend wirkt eine Umstellung des Lebensstils, dazu gehört auch der Verzicht auf Nikotin und Schmerzmittel (Analgetika).

Stationär

  • Steine, die in der Niere oder in den Harnwegen festsitzen, sind schmerzhaft und gefährlich, da es zu einem Harnstau kommen kann. Kliniken, die sich auf operative Steinentfernung spezialisiert haben, arbeiten mit modernen und endoskopischen Verfahren und zertrümmern Steine zum Beispiel mit Laser, Ultraschall oder Stoßwellen. Um “Wiederholungstätern” vorzubeugen, werden gegebenenfalls  Stoffwechselstörungen und Infektionen medikamentös behandelt. Sinnvoll ist auch eine Ernährungsform, die arm ist an tierischen Fetten, Purinen, Zucker, Salz und Oxalsäure.
  • Tumoren oder Fehlbildungen, die die Funktion der Organe oder des Körpers beeinflussen oder die sich aufgrund von Schmerzen und seelischen Belastungen negativ auf die Lebensqualität auswirken, können chirurgisch behandelt werden. 
  • Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata wird eine Operation notwendig, wenn medikamentöse Maßnahmen die Beschwerden nicht zufriedenstellend lindern oder Probleme wie Restharn, wiederkehrende Harnwegsinfekte, Blutungen oder Blasensteine auftreten.
  • Nieren und Blase können von Tumoren und Zysten besiedelt sein. Je nach Ausgangsbefund kann die Behandlung konservativ erfolgen, bei größeren Tumoren kann eine operative Entfernung nötig werden, selbst wenn sie gutartig sind. Unter Umständen muss eine Niere entfernt werden.
  • Bei einer Niereninsuffizienz im Spätstadium hilft nur eine Spenderniere oder die Dialyse.

Vorsorgeuntersuchung der Prostata

Neben der Behandlung widmen sich Urologen der Vorsorge: der Früherkennung von Prostatakrebs und der Beratung von Patienten, die anfällig sind für Blasen- oder Nierensteine.

Ob es sich bei einer Vergrößerung der Prostata um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt, kann nur der Urologe überprüfen. Krebse wachsen in der äußeren Zone der Drüse – weit weg von der Harnröhre, deshalb lösen sie häufig lange Zeit keine Symptome aus. Wenn sich erste Anzeichen einstellen: Schwierigkeiten beim Wasserlassen, schmerzende Knochen und Gewichtsverlust, ist Tumor bereits groß und hat sich ausgedehnt. Ein Viertel der Patienten sterben infolge der Erkrankung.

Dagegen lässt sich der Tumor gut behandeln, wenn er früh erkannt wird. Männer im Alter ab 45 haben Anspruch auf eine jährliche Untersuchung der Prostata und der äußeren Genitalien als Kassenleistung. Im Verlauf der Untersuchung inspiziert der Urologe das äußere Genital und tastet die Prostata, die äußeren Geschlechtsorgane und die Lymphknoten ab. Bei Verdacht auf ein krankhaftes Geschehen wird eine ultraschallgestützte Gewebeentnahme (Biopsie) aus der Prostata durchgeführt und labormedizinisch untersucht.

Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen bieten die beste Chance, einen Tumor im behandelbaren Stadium rechtzeitig zu erkennen.

Prävention

Vielen urologischen Erkrankungen kann mit einem entsprechenden Lebensstil vorgebeugt werden, selbst 40 Prozent der Krebsdiagnosen gelten als vermeidbar. Klar ist inzwischen, dass mangelnde Bewegung und Überernährung auch zu urologischen Leiden führen kann: zu Harnsteinen und Potenzstörungen, zu Testosteronmangel, Harninkontinenz und Niereninsuffizienz. Lauter Krankheiten, die Lebensqualität mindern, Leben verkürzen und das Gesundheitssystem Milliarden kosten. Deshalb: Nicht nur Früherkennung kann retten, sondern auch gezielte Prävention für Blase, Niere,  Prostata und Co. Wie sieht die aus? Zum Beispiel so: 

  • Nichtrauchen ist der beste Schutz vor Blasenkrebs.
  • Hodenkrebs kann durch Selbstabtasten entdeckt werden und ist – früh erkannt – heilbar.
  • Genügend trinken, wenig bis kein Alkohol und Nikotin, das Körpergewicht normalisieren, Sport, gesunde und ausgewogene Ernährung (wenig Fleisch, viel Obst und Gemüse, selten Zucker, selten Salz) und Antistresstechniken reduzieren das Risiko für Prostata-, Nierenkrebs und Harnsteine, senken die Wahrscheinlichkeit für eine gutartige Prostatavergrößerung, für Erektionsschwächen und Impotenz.
  • Blasenentzündungen und Penisinfektionen lassen sich durch eine gute, nicht übertriebene Genitalhygiene, mit Safer Sex und einer Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis zwei Liter pro Tag verhindern.
  • Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr spült Krankheitserreger aus der Harnröhre.
  • Die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vorhaut (Zirkumzision) senkt wahrscheinlich das Risiko für sexuell übertragene Krankheiten und minimiert die Wahrscheinlichkeit für ein Peniskarzinom.
  • Der Missbrauch von Schmerzmitteln, auch ärztlich rezeptiert, ist mit Krankheiten der Niere und mit Nierenkrebs assoziiert.
  • Einer Belastungsinkontinenz kann mit Gymnastik, Sport und Gewichtsreduktion vorgebeugt werden.
  • Gegen eine hyperaktive Blase und Dranginkontinenz helfen bewusstes regelmäßiges Wasserlassen – vier bis sieben Mal pro Tag – und ballaststoffreiche Ernährung.
  • Safer Sex schützt vor sexuell übertragbare Krankheiten.
  • Ein gesunder Lebensstil hält auch die Spermien fit. 

Fragen und Antworten

Wann sollte ich einen Urologen aufsuchen?

Bei starken Schmerzen, etwa in der Nierengegend und in der Blase, bei Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlassen, aber auch bei Blut im Urin sollten Sie umgehend einen Urologen konsultieren.

Wie schnell bekommt man einen Termin beim Urologen?

Der Großteil der Patienten muss länger als 3 Tage auf einen Termin beim Urologen warten und ein Drittel der Patienten sogar länger als drei Wochen. Bei TeleClinic können Sie sich bequem innerhalb weniger Stunden von zu Hause von einem Facharzt beraten lassen.

Welche Krebsvorsorgeuntersuchungen führen Urologen durch?

Fachärzte für Urologie kümmern sich um die Früherkennungsuntersuchung für Prostatakrebs. Zusätzlich können sie auf okkultes Blut im Stuhl testen, um mögliche Hinweise auf ein Dickdarmkarzinom zu erhalten.

Ist der Urologe der richtige Ansprechpartner bei Kinderwunsch?

Als erster Ansprechpartner für Männer ist der Urologe sicherlich eine gute Wahl. Sofern er als Androloge zusätzlich qualifiziert ist, kann er Fragen zur Zeugungsfähigkeit und mögliche Therapien bei Eingeschränkungen vorschlagen und durchführen. Auch eine Sterilisation kann ambulant durchgeführt werden.

Quellen

  • https://de.statista.com/statistik/daten/studie/601975/umfrage/gesamtversorgungsgrade-der-urologen-nach-bundeslaendern/
  • https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=100556&s=urologen
  • https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/urologische-erkrankungen/
  • http://www.urologenportal.de/patienten/patienteninfo/patientenratgeber/nieren-und-harnwegsinfektionen.html
  • https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Prostatatkarzinom/Version_6/LL_Prostatakarzinom_Langversion_6.01.pdf
  • https://www.urologielehrbuch.de/was-ist-urologie.html
  • https://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/Praevention.pdf


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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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