Das bedeuten Ihre Lymphozyten-Laborwerte

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Hat Ihnen Ihr Arzt Ihre Lymphozyten-Laborwerte? Hier erfahren Sie, worauf Abweichungen hinweisen können.

Zu hohe oder zu niedrige Laborwerte bei Lymphozyten können zahlreiche Ursachen haben. Dies beginnt bei bestimmten Medikamenten und Behandlungsmethoden wie Radiotherapie und endet bei schweren Krankheiten wie Leukämie und AIDS.

Kurzfassung

  • Lymphozyten sind Teil der weißen Blutkörperchen.
  • Zu ihnen gehören B-Zellen, T-Zellen und NK-Zellen.
  • Als Teil des Immunsystems erkennen und bekämpfen sie Krankheitserreger.

Was sind Lymphozyten?

Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) bestehen aus verschiedenen Bestandteilen. Etwa 25-40 Prozent der weißen Blutkörperchen sind die sogenannten Lymphozyten. Sie werden vom Knochenmark gebildet und sind Teil des adaptiven Immunsystems. Dies bedeutet, dass sie erst zwischen körpereigenen „guten“ Stoffen und „bösen“ Fremdstoffen unterscheiden lernen müssen.

Die Lymphozyten werden in drei große Gruppen unterteilt:

  • T-Zellen
  • B-Zellen
  • NK-Zellen (Natürliche Killerzellen)

Normwerte für Lymphozyten

Die Medizin unterscheidet bei den Laborwerten zwischen zwei verschiedenen Optionen:

  • Der prozentuale Anteil (relativer Wert) an den weißen Blutkörperchen
  • Der absolute Wert (Anzahl der Lymphozyten pro Nanoliter)
Alter Relativer Wert Absoluter Wert
< 2 Jahre 40-70 % 2 – 17 /nl
2-5 Jahre 20-70 % 1,7 – 5,9 /nl
6-16 Jahre 20-50 % 1 – 5,3 /nl
Ab 17 20-45 % 1 – 3,6 /nl

Sind die Laborwerte der Lymphozyten erhöht, liegt eine Lymphozytose vor. Bei zu niedrigen Werten spricht die Medizin von Lymphopenie.

Ursachen für niedrige Laborwerte

Ein Mangel an Lymphozyten kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Stresssituationen
  • Therapie mit Kortikoiden (Kortison), Stahlen – und Chemotherapie (Zytostatika)
  • Morbus Hodgkin (bösartige Knochenmarksveränderungen)
  • Masern
  • Gelbfieber
  • HIV-Infektionen/AIDS
  • Influenza-Virus N1N1
  • Lupus erythematodes

Ursachen für hohe Laborwerte

Eine Lymphozytose wird Lymphozytose genannt und tritt vor allem bei viralen und bakteriellen Infektionen auf, da der Körper dann seine gesamten Abwehrkräfte zur Bekämpfung der Erreger mobilisiert. Mögliche Infektionen sind:

  • Mumps
  • Masern
  • Keuchhusten
  • Tuberkulose
  • Syphilis

Außerdem können nicht erreger-bedingte Erkrankungen zu einem erhöhten Lymphozyten-Wert führen:

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Gefäßentzündungen (Vaskulitiden)
  • Serumkrankheiten (schwer allergische Reaktion des Immunsystems)
  • Hormonelle Störungen (Morbus Addison, Schilddrüsenüberfunktion)

Daneben kann ein erhöhter Laborwert auf eine akute oder chronische lymphathische Leukämie (CLL) hindeuten. Diese Form der Leukämie wird durch entartete bösartige Lymphozyten verursacht.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Da zu hohe oder zu niedrige Laborwerte bei Lymphozyten stets Teil eines Krankheitsbildes sind, wird der Arzt die entsprechende zugrunde liegende Krankheit behandeln. Wurden die zu niedrigen Werte durch Medikamente wie Zytostatika oder Cortisol verursacht, wird er nach Möglichkeit eine Alternative verordnen.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/127349/Die-bunte-Palette-der-Lymphozyten
  • https://www.kompetenznetz-leukaemie.de/content/patienten/leukaemien/all/
  • https://www.kinderkrebsinfo.de/erkrankungen/lymphome/pohpatinfomh120060715/allgemeine_informationen/aufbau_und_funktion_des_lymphatischen_systems/lymphozyten/index_ger.html
  • https://www.netdoktor.de/laborwerte/lymphozyten/#:~:text=Lymphozyten%20sind%20eine%20Untergruppe%20der,dem%20Thymus%20und%20dem%20Knochenmark.

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