Einfach bequem von zu Hause mit dem Gastroenterologen sprechen?

So funktioniert der Gastroenterologen-Besuch online

Dank Telemedizin haben Sie nun die Möglichkeit direkt online per Videogespräch oder Telefon mit einem Arzt zu sprechen.

Vereinbaren Sie ganz einfach Ihren Wunschtermin – von zu Hause oder unterwegs.

Deutsche Facharztzulassung

 Alle TeleClinic-Gastroenterologen besitzen eine Zulassung als Facharzt in Deutschland und werden durch einen medizinischen Beirat geprüft.

Langjährige Erfahrung

Unsere Ärzte besitzen mindestens 5 Jahre Erfahrung und werden durch regelmäßige Schulungen ideal auf telemedizinische Beratungen vorbereitet.

Ratgeber zu Gastroenterologen

Der Arzt für Gastroenterologie ist ein spezialisierter Facharzt für Innere Medizin. Er diagnostiziert und behandelt Erkrankungen der komplex zusammenwirkenden Bauchorgane und des Verdauungstraktes. Außerdem berät er vorsorglich und führt entsprechende Untersuchungen aus, beispielsweise Darmspiegelungen.

Kurzfassung

  • Ein Arzt für Gastroenterologie behandelt Erkrankungen aller Organe des Verdauungstraktes im weitesten Sinn.
  • Der Gastroenterologe ist außerdem Spezialist für Stoffwechselerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
  • Als ausgebildeter Internist hat er eine zweijährige Zusatzausbildung absolviert.

Was leistet Gastroenterologie?

Ein Gastroenterologe ist nicht nur Arzt für Darm und Magen. Das Fachgebiet ist facettenreich und schließt die Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen von Speiseröhre, Leber, Gallenblase und Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse ein. Spezialisierungen sind Endoskopie (Organspiegelung), Onkologie (Krebserkrankungen), Hepatologie (Erkrankungen der Leber) oder die Behandlung entzündlicher Erkrankungen.

Häufige Krankheiten in der Gastroenterologie

Zu den Krankheiten in der Praxis des Gastroenterologen gehören unter anderem:

ErkrankungErläuterungBehandlung

Sodbrennen und Aufstoßen

Rückfluss von Mageninhalt aufgrund einer Fehlfunktion der Schließmuskeln und/oder verzögerter Entleerung des Magens

Symptomlinderung durch:

  • Gewichtsreduktion
  • Mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Verzicht auf Nikotin

Geschwüre des Magens und/oder Zwölffingerdarms

Zu den Ursachen gehören:

  • Gestörtes Gleichgewicht des Säurehaushalts im Magen
  • Stress
  • Bakterium Helicobacter pylori

Zunehmende Schmerzen steigern sich bis zum akuten Durchbruch des Geschwürs.

  • Säurereduzierende Medikamente
  • Antibiotika bei Nachweis von Heliobacter-Befall
  • Nur noch selten: operative Eingriffe

Reizdarm-Syndrom

Funktionelle Erkrankung durch u. a.

  • Stress
  • Genetische Veranlagung
  • Darmbakterien

Zu den Symptomen gehören schmerzhafte Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, Krämpfe o. Ä.

  • Mitunter Medikamententherapie mit Antibiotika
  • Umstellung der Ernährung

Colitis ulcerosa

Schubweise auftretende, chronisch entzündliche Erkrankung von Mastdarm und Dickdarm mit

Teilweise aufgrund genetischer Vorbelastung

  • Anpassung der Lebensweise/Ernährung
  • Behandlung mit dem Wirkstoff Mesalazin in Schaum- oder Zäpfchenform
  • Kortisonpräparate
  • Azathioprin

Morbus Crohn

Chronisch entzündliche Erkrankung des gesamten Verdauungsapparates einschließlich Speiseröhre und Magen, aufgrund einer Störung des Immunsystems

  • Aminosalizylate
  • Kortikoid-Präparate
  • Immunsuppressiva
  • Biotechnologisch hergestellte Medikamente
  • Operative Eingriffe

Zöliakie

Autoimmunerkrankung durch Gluten-Unverträglichkeit

  • Lebenslang vollkommen glutenfreie Ernährung

Fettleber

Verfettung der Leber durch

  • Alkoholkonsum
  • Ernährung
  • Diabetes
  • Medikamente
  • Umstellung der Lebensweise

Gastroenterologie: So diagnostiziert der Arzt

Wenn der Verdauungstrakt Probleme bereitet, überweist der Hausarzt an den Gastroenterologen. Er ist der Spezialist für Magen-Darm-Erkrankungen. Wie alle Mediziner verschafft sich der Arzt für Magen und Darm zunächst im Patientengespräch einen Eindruck von den Beschwerden, fragt nach der Krankheitsgeschichte und versucht, erste Hinweise für die spätere Diagnose zu erhalten.

  • Danach wird eine körperliche Untersuchung vorgenommen, bei der das Hauptaugenmerk des Arztes natürlich den Verdauungsorganen gilt. Neben dem Abhören mit dem Stethoskop und dem Abklopfen gehört dazu auch eine rektale Untersuchung, also das Abtasten des Enddarms.
  • Im Labor können Blut und Stuhlproben auf Entzündungen oder mögliche Infektionen untersucht werden. Auch der Enzymlevel der Leber und der Blutspiegel in Gallensäuren können so geprüft werden, ebenso verborgenes („okkultes“) Blut im Stuhl.
  • Darüber hinaus nutzt der Gastroenterologe Ultraschalluntersuchungen der Organe im Bauchraum in der Diagnostik.
  • Die Magenspiegelung ist ein endoskopisches Verfahren, bei dem mithilfe einer speziellen Sonde die Schleimhaut von Magen, Speiseröhre und Zwölffingerdarm betrachtet werden kann. Die Entnahme von Gewebeproben ist ebenfalls möglich.
  • Als Arzt für den Enddarm kann der Gastroenterologe mit einer Spiegelung bis zu einer Tiefe von 20 bzw. 30 cm in einem schmerzlosen Verfahren Hämorrhoiden, Polypen o. Ä. kontrollieren.

Weitere Verfahren gehören zur sogenannten Funktionsdiagnostik:

  • Ein Test des Atems ist unter anderem angezeigt, um eine Infektion mit Helicobacter pylori nachzuweisen.
  • Ein Wasserstoffatemtest kann Laktoseintoleranz, Teilabsorptionsstörungen von Fruktose oder Fehlfunktionen der Dünndarmflora nachweisen.
  • Die Druckmessung in Speiseröhre und Enddarm erlaubt den Nachweis von Bewegungsstörungen.
  • Die Messung des pH-Wertes an verschiedenen Positionen in der Speiseröhre schafft Klarheit darüber, ob ein Rückfluss von Magensäure oder -inhalt vorliegt.
  • Die Leberpunktion zeigt Veränderungen im Gewebe der Leber an.

Wichtig: Zu Unrecht gefürchtet ist die endoskopische Untersuchung des Dickdarms: die Darmspiegelung. Das Verfahren gehört für Männer ab 50 Jahren und für Frauen ab 55 Jahren zu den von den Krankenkassen getragenen Vorsorgeuntersuchungen. Mithilfe einer dünnen, biegsamen Sonde wird der Dickdarm untersucht. Am Vortag muss der Darm entleert werden. Das Verfahren ist nicht schmerzhaft, auf Wunsch erhalten Patienten ein Betäubungsmittel. Die Heilungschancen bei rechtzeitiger Erkennung einer Darmkrebs-Erkrankung sind beträchtlich!

Behandlungsmethoden in der Gastroenterologie

Die Therapien in der Behandlung von Erkrankungen des Verdauungssystems sind sehr differenziert, abhängig von der Erkrankung und Lebenssituation des Patienten. Dabei kann der Facharzt präventiv beraten oder gegebenenfalls eine Änderung der Lebensweise empfehlen, um Symptome zu mildern. Darüber hinaus stehen dem Gastroenterologen alle therapeutischen Mittel der Inneren Medizin, spezielle pharmazeutische Produkte, Endoskopien und operative Eingriffe bei der Behandlung zur Verfügung.

Wie lange muss ich auf einen Termin beim Gastroenterologen warten?

Wie lange es dauert, bis Ihnen ein Gastroenterologe in Ihrer Nähe einen Termin gibt, hängt unter anderem davon ab, wie ernsthaft oder schmerzhaft Ihre Beschwerden sind. In dringenden Fällen notiert der Hausarzt dies bei der Überweisung. Kliniken verfügen unter Umständen über eine gastroenterologische Ambulanz. Alternativ können Sie über die TeleClinic einen Gastroenterologen online konsultieren.

Fragen und Antworten

Wann zum Facharzt für Magen und Darm?

Leichte Bauchschmerzen nach einer üppigen Mahlzeit sind noch kein Grund zur Sorge. Anhaltende Magenschmerzen, Verdauungsstörungen wie ständiger Durchfall oder Verstopfung, auf jeden Fall Blut im Stuhl sind ein Grund, den Facharzt aufzusuchen. Der Gastroenterologe ist ebenfalls der richtige Ansprechpartner, wenn der Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Reizdarm besteht.

Kann ich vom Gastroenterologen online ein Rezept ausstellen lassen?

Einer der Fachärzte für Gastroenterologie bei der TeleClinic kann Ihnen online ein Rezept ausstellen, wenn auch als Privatrezept. Dies allerdings nur, wenn Sie bereits in Behandlung sind und ein entsprechendes früheres Rezept vorweisen können, oder wenn es sich um vergleichsweise leichte Beschwerden handelt.

Wann kann ein Facharzt für Gastroenterologie mich krankschreiben?

Ein Facharzt für die Verdauungsorgane wird Sie krankschreiben, wenn eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Das ist der Fall, wenn Sie unter Durchfall, Fieber oder ähnlichen Symptomen leiden, die es Ihnen unmöglich machen, eine Tätigkeit auszuüben. Auch bei ansteckenden Erkrankungen wird der Gastroenterologe Sie – nicht zuletzt im Interesse Ihrer KollegInnen – krankschreiben.

Quellen

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/175788/Gastroenterologie-Ein-Fach-viele-Facetten
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/180827/Klug-entscheiden-in-der-Gastroenterologie
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76067/Gastroenterologen-legen-erstmals-Weissbuch-zu-Erkrankung-des-Verdauungssystems-vor
  • http://dasgastroenterologieportal.de/Taetigkeiten_des_Gastroenterologen.html
  • https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/magen-darm/haeufige-erkrankungen.html
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76067/Gastroenterologen-legen-erstmals-Weissbuch-zu-Erkrankung-des-Verdauungssystems-vor
  • http://dasgastroenterologieportal.de/Taetigkeiten_des_Gastroenterologen.html
  • https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/magen-darm/haeufige-erkrankungen.html