Rezept für Codipront zur Husten-Behandlung

Unser Codipront-Ratgeber liefert Ihnen hilfreiche Informationen rund um das Medikament. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit offene medizinische Fragen einfach & schnell in einem Online-Arztgespräch per Video zu klären, oder sich zu alternativen Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Unsere Ärzte stellen für dieses Medikament keine Rezepte aus.
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Ratgeber zu Codipront

Über lange Jahre war Codipront ein populäres Arzneimittel, das bei anhaltendem, quälendem Husten für Erleichterung sorgte. In Form von Saft oder Retard-Kapseln bisweilen sogar Kindern verabreicht, ermöglichte Codipront das Ein- und Durchschlafen. Nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei trockenem Reizhusten etwa bei Heuschnupfen war das Präparat beliebt. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Codipront wirkt und warum Sie heutzutage kein Codipront-Rezept mehr erhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Codipront war der Handelsname eines verschreibungspflichtigen Hustenmedikaments.
  • Das Präparat war als Saft oder in Form von Retard-Kapseln mit verzögerter Wirkung erhältlich.
  • Der enthaltene Wirkstoff Codein gehört zu den Opiaten.

Weshalb ist Codipront nicht mehr erhältlich?

Codipront verdankte seine Wirksamkeit dem Inhaltsstoff Codein. Das den Opiaten verwandte Codein setzt die Wahrnehmung von Schmerzen herab und lindert den Hustenreiz bei trockenem Husten, indem das Hustenzentrum im Gehirn blockiert wird. So wird nicht nur die Intensität, sondern auch die Anzahl von Hustenanfällen deutlich herabgesetzt. Mit der Einnahme sind verschiedene Risiken verbunden:

  • Verhinderung des Ausstoßes von Schleim in den Atemwegen und Risiko einer Verstopfung
  • körperliche Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen beim Absetzen
  • psychische Abhängigkeit aufgrund der beruhigenden Wirkung

Eine missbräuchliche Verwendung als Droge gehörte zu den Problematiken, obwohl das Arzneimittel verschreibungspflichtig war und nur gegen ein Codipront-Rezept bezogen werden konnte.

Wann wurde ein Codipront-Rezept ausgestellt?

Codeinhaltige Arzneimittel wie Codipront wurden in der Regel immer dann verschrieben, wenn ein anhaltender Husten oder Reizhusten und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Nachtruhe den Genesungsvorgang erheblich ausbremsten. Alternativen zu Codipront, darunter auch solche auf der Grundlage von Codein, sind nach wie vor verfügbar.

Frau mit Husten
Codipront war ein beliebtes Hustenpräparat mit hohem Abhängigkeitspotential.

Weshalb war ein Codipront-Rezept erforderlich?

Codein wirkt nicht lokal auf die Atemwege, sondern beeinflusst die Schmerzwahrnehmung und beruhigt. Das Risiko einer Abhängigkeit besteht auch bei heutzutage erhältlichen Codeinpräparaten. Der behandelnde Arzt stellt deshalb ein Rezept erst nach einem Arztgespräch und einer körperlichen Untersuchung aus.

Liegt eine Erstverschreibung für ein vergleichbares Präparat vor, kann ein Facharzt der TeleClinic ein Folgerezept ausstellen, das über die App eingelöst werden kann. Das Husten-Medikament als Alternative zu Codipront wird dann kostenfrei nach Hause geliefert oder in einer Partner-Apotheke in der Nähe abgeholt.

In welchen Packungsgrößen und Dosierungen war Codipront verfügbar?

Codipront wurde in zwei Darreichungsformen angeboten:

  • als Hustensaft
  • in Form von Kapseln mit verzögerter Freisetzung des Wirkstoffes (Retard-Kapseln) in Schachteln zu je 10 bzw. 20 Kapseln

Noch immer verfügbar sind Codeintropfen, die sich vergleichsweise gut dosieren lassen.

Welche Nebenwirkungen können bei Einnahme von Präparaten wie Codipront auftreten?

Zu den beobachteten Nebenwirkungen von Codipront gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Atemnot
  • Euphorie
  • Juckreiz der Haut
  • Sehstörungen

Aufgrund der beruhigenden Wirkung beeinflussen Codeinpräparate die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinerie zu bedienen.

Wer sollte Codipront und ähnliche Präparate nicht einnehmen?

Personen, die unter einer Lungenentzündung, Asthma oder einer obstruktiven Erkrankung der Atemwege leiden, dürfen Codipront und ähnliche Arzneien nicht einnehmen. Auch bei Funktionsstörungen der Nieren, fehlender Gallenblase und niedrigem Blutdruck ist das Medikament nicht einzusetzen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten und Patientinnen, die eine Vorgeschichte beim Drogen- oder Medikamentenmissbrauch vorweisen. Für Schwangere, Stillende oder Kinder ist die Einnahme ebenfalls nicht empfohlen.

Quellen

  • https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Codein_785
  • https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/codeintropfen-ct-1-mg-7229059.html
  • https://www.medikamente-und-sucht.de/behandler-und-berater/pharmakologie-und-behandlung/rezeptpflichtige-schmerzmittel.html
  • https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62155/EMA-schraenkt-Einsatz-von-Codein-als-Hustenmittel-bei-Kindern-ein
  • https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2007/07/einzelpdf/BAB_0707_408.pdf
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Dieser TeleClinic-Ratgeber wurde nach höchstem wissenschaftlichen Standard von unseren Medizinredakteuren verfasst. Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformation zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie unsere Fachärzte weiterführend in einem Online-Arztgespräch.

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