Plötzliches Nasenbluten: Ursachen & schnelle Hilfe

Immer häufiger auftretendes Nasenbluten oder Blutungen nach einem Vorfall können schnell verunsichern. Sie fragen sich: Steckt eine Krankheit dahinter? Hat mein Körper einen Mangel? Oder liegt es doch nur an der trockenen Heizungsluft? Diese Sorgen sind völlig verständlich. Ärztinnen und Ärzte, die über TeleClinic behandeln, klären Ihre Symptome bei Nasenbluten schnell und diskret per Video.

Das Wichtigste in Kürze: 1. Beugen Sie den Kopf immer nach vorne (niemals in den Nacken!). 2. Drücken Sie die Nasenflügel fest zusammen. 3. Legen Sie ein kühles Tuch in den Nacken, um die Gefäße zu verengen.

Erste Hilfe: Nasenbluten stoppen

Wenn die Nase blutet, handeln viele Menschen instinktiv falsch. Der Kopf wandert in den Nacken, Blut fließt in den Rachen und löst Übelkeit oder Erbrechen aus. So stoppen Sie die Blutung richtig und sicher:

  • Aufrecht sitzen: Setzen Sie sich ruhig hin. Das senkt den Blutdruck im Kopfbereich.
  • Kopf nach vorne neigen: Lassen Sie das Blut in ein Tuch tropfen, anstatt es zu verschlucken.
  • Nase zuhalten: Drücken Sie Ihre Nasenflügel für etwa 5 bis 10 Minuten fest zusammen.
  • Nacken kühlen: Ein Kühlpad oder ein nasser Waschlappen im Nacken verengt reflexartig die Blutgefäße in der Nase.

Nasenbluten Ursachen: Vom Schnupfen bis zum Bluthochdruck

Die feinen Äderchen im vorderen Teil der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachi) platzen leicht. Oft genügen schon trockene Luft oder heftiges Schnäuzen. Doch auch innere Faktoren spielen eine Rolle.

Lokale Ursachen (in der Nase) Systemische Ursachen (im Körper)
Trockene Heizungsluft Bluthochdruck (Hypertonie)
Kräftiges Schnäuzen oder Nasenbohren Blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Marcumar)
Nasenbluten bei Erkältung & Allergien Gefäßveränderungen (z. B. bei Diabetes)
Verletzungen (Schlag, Sturz) Nasenbluten Stress (durch Blutdruckspitzen)

Deutet die Blutung auf ernsthafte Krankheiten hin?

Viele Patienten suchen besorgt nach Zusammenhängen wie Nasenbluten und Krebs oder fragen sich, ob Symptome für Leukämie Nasenbluten umfassen. Krebserkrankungen oder Leukämie lösen in sehr seltenen Ausnahmefällen Nasenbluten aus, meist begleitet von weiteren schweren Symptomen wie starker Gewichtsabnahme oder ständiger Müdigkeit. Deutlich häufiger liegen harmlose Gründe vor. Gerade als Ursachen von Nasenbluten bei Senioren kristallisieren sich oft Bluthochdruck und die Einnahme von Blutverdünnern heraus. Auch Diabetiker bemerken aufgrund geschädigter Blutgefäße häufiger Blutungen aus der Nase.

Wann Sie (oder Ihr Kind) ärztliche Hilfe brauchen

Meist bekommen Sie die Situation mit den genannten Erste-Hilfe-Maßnahmen schnell in den Griff. Doch manche Situationen erfordern einen ärztlichen Blick. Suchen Sie eine Arztpraxis auf, wenn:

  • Die Blutung trotz Abdrücken nach 20 Minuten (bei Kindern nach 10 Minuten) nicht stoppt.
  • Sie extrem dicke Blutklumpen beim Nasenbluten bemerken und viel Blut verlieren.
  • Das Bluten sehr häufig und scheinbar ohne Grund auftritt.
  • Die Blutung nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf beginnt.
  • Säuglinge oder sehr junge Kleinkinder betroffen sind.

Wie der HNO-Arzt die Blutung dauerhaft stoppt

Kehrt die Epistaxis ständig zurück, bietet der Hals-Nasen-Ohren-Arzt gezielte Hilfe. Nach einer gründlichen Untersuchung der Nasenschleimhaut entscheidet der Arzt über die Therapie. Eine gängige und schnelle Methode ist das Veröden. Dabei verätzt der Mediziner das störende, brüchige Blutgefäß mit Silbernitrat oder verschließt es punktgenau mit Strom (Elektrokoagulation). Bei sehr starken, tief liegenden Blutungen greift der Arzt auf spezielle Nasentamponaden zurück, die Druck auf die Wunde ausüben.

Diskret und ohne lange Wartezeit: Ihre Hilfe bei TeleClinic

Sie bemerken immer wieder Blutstropfen beim Schnäuzen und sind unsicher, ob Sie zum Arzt müssen? Ärztinnen und Ärzte, die über TeleClinic behandeln, stehen Ihnen per Videosprechstunde zur Seite. Lassen Sie Ihre Beschwerden bequem von zu Hause aus einordnen und erhalten Sie direkte Handlungsempfehlungen für Ihre Gesundheit.

Quellen & Referenzen

Die Artikel sollen Ihnen lediglich Erstinformationen zu diversen Themen bieten und können keine ärztliche Diagnose ersetzen. Gerne beraten Sie erfahrene Ärztinnen und Ärzte weiterführend über TeleClinic. Es wird vorab geprüft, ob Ihr Anliegen für eine Videosprechstunde geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis

Häu­fi­ge Fra­gen zu Na­sen­blu­ten

Häufiges Nasenbluten weist in seltenen Fällen auf einen Mangel an Vitamin K oder Vitamin C hin. Beide Vitamine sind entscheidend für die Blutgerinnung und die Stabilität der Blutgefäße. Eine ausgewogene Ernährung reicht meist aus, um diesen Bedarf zu decken.
Dicke Blutklumpen wirken oft erschreckend, sind aber meist ein gutes Zeichen. Sie zeigen, dass die Blutgerinnung in Ihrer Nase funktioniert und der Körper versucht, die blutende Wunde durch Gerinnsel (Koagel) zu verschließen. Treten die Klumpen jedoch massiv auf und die Blutung stoppt nicht, suchen Sie ärztliche Hilfe auf.
Starker emotionaler Stress oder Angstzustände treiben den Blutdruck in die Höhe. Dieser erhöhte Druck in den feinen Kapillaren der Nasenschleimhaut lässt die Äderchen schneller platzen. Nasenbluten durch Stress ist somit eine direkte physische Reaktion auf psychische Belastung.
Ja, ein Zusammenhang besteht indirekt. Ein dauerhaft schlecht eingestellter Blutzucker schädigt die feinen Blutgefäße im gesamten Körper, auch in der Nasenschleimhaut. Dadurch werden die Gefäße brüchiger, was Nasenbluten begünstigt.
Ärztinnen und Ärzte, die über TeleClinic behandeln, beurteilen Ihre Symptome per Videogespräch, geben konkrete Erste-Hilfe-Anweisungen und klären, ob Sie einen Facharzt aufsuchen müssen. Die Ausstellung von Rezepten oder einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) liegt dabei stets im ärztlichen Ermessen.

Häufige Behandlungen

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